Lang lang ist’s her…

… dass ich hier mal etwas zum eigentlichen Thema des Blogs geschrieben habe.
Wie das immer so ist, nahm ich mir ständig vor, etwas über Ernährung, Abnehmen etc. zu schreiben und immer wieder kam mir etwas dazwischen.
Die Arbeit, die Müdigkeit, der Alltag, die Unlust.
Jaaa, mimimimiiiii!

Aber nun komme ich endlich mal wieder dazu und schreibe euch, was in meiner kleinen Welt so los ist.

Das Gewicht ist leider hochgeklettert.
Die 83,7 kg, die hier vermerkt sind, sind leider Geschichte.
Zuletzt zeigte die Waage wieder 89 Kilo an. NOOOOOIIIIN UUUUUND AAAAACHTZIG!
Na, Gratulation.
Wie immer wenn mich der Stress oder starke Emotionen überfallen, habe ich rumgefuttert. Wider besseren Wissens.
Ich habe mich kurz darüber geärgert, dann aber Milde walten lassen mit mir selbst.
Was hilft es, über verschüttete Milch zu weinen?
Ich muss das Thema Abnahme einfach wieder strikter angehen.
Einfach. HAHA!

Denn es kommt momentan ein weiterer Faktor hinzu, der mir das Abnehmen erschwert.
ICH. BIN. MÜDE.

Um genau zu sein, bin ich des Abnehmens müde. Oder besser gesagt, des Diäthaltens.
Ich bin seit 2009, als ich mit WW anfing, eigentlich permanent auf Diät.
Immer und immer zählte ich irgendwas, Punkte, Kohlenhydrate, Kalorien.
Und ich bin (mal wieder) an dem Punkt, an dem mir das tierisch auf den Sack geht.
Wisst ihr, ich habe manchmal das ungute Gefühl, überhaupt nicht mehr mit Genuss essen zu können, weil innerlich der Kalorienzähler immer mittickt und mitrechnet.

Esse ich mal etwas mehr als geplant, mahnt die innere Arschlochstimme: „VERKACKT!“
Selbst, wenn das Gegessene noch voll im Rahmen liegt.
Das nervt. Kolossal.

Deswegen auch mein Versuch von März noch mal ein Whole30 zu machen.
Kein Wiegen, kein Messen, kein Zählen.
Leider ist der Anlauf voll in die Hose gegangen. Nach 3 Tagen saß ich, dunkle Schokolade inhalierend, auf dem Sofa und wütete über die Ungerechtigkeit der Welt und warum ich so ein verkorkstes Verhältnis zum Essen habe und NIEMALS NIEMALS normal essen werden kann und bis in alle Ewigkeit zu einem Verzicht irgendeiner Art verdammt bin.
Und das, wo der erste Whole30 so grandios lief. Ich habe mich damals so granatenmäßig gefühlt und jetzt sitz ich da und heule in mein Schlumpfrührei?
Alter! Frau Yu!

Und ich habe gegrübelt und gegrübelt in letzter Zeit.
Wie komme ich aus dem Loch wieder raus. Was kann ich tun, damit das Gewicht wieder runter geht?
Die enger sitzenden Hosen reichen ja als Motivator anscheinend nicht.

Was mich in letzter Zeit immer wieder vor dem Totalausfall bewahrt hat war, man lese und staune, der Sport.
Ich gehe weiterhin fleißig zum Thai Bo und habe mich wieder für den Women’s Run in Köln angemeldet. Und ich habe mir auch vorgenommen, für den Run diesmal tatsächlich zu trainieren.
Im letzten Jahr war da nur der gute Vorsatz und letztendlich bin ich zwei mal gewalkt zur Vorbereitung.
Dieses Jahr habe ich die Laufschuhe schon öfter geschnürt und, man glaubt es nicht, das JOGGEN für mich entdeckt. Ich habe bei einer Walkingrunde einfach mal probiert, ob ich das schaffe und siehe da: es ging.
Klar, noch nicht die komplette Runde am Stück, aber immerhin mehrere Etappen.
Woossaaaah!
Und es macht mir richtig Spaß. Ich muss mich nicht dazu aufraffen, ich freue mich auf die Laufrunden und darüber, dass die Geh-Intervalle immer kürzer werden.

Und während ich da mal so rumlief ging mir ein kleines Lichtlein auf.
OK, mehr so ein Flutlicht.
Die Erkenntnis, die mich da überkam war ziemlich einfach: der Fokus liegt falsch.

Ich bin so besessen vom Abnehmen, vom Gewicht verlieren, vom „Fertigwerden“, dass mir der Spaß an der Sache abhanden gekommen ist.
Der Flow ist erloschen bzw. habe ich ihn im Keim erstickt, indem ich mich selbst verrückt gemacht habe.
Anstatt das Abnehmen entspannt weiter anzugehen, mich an der Bewegung zu erfreuen und gute, leckere Mahlzeiten zu genießen, habe ich der von Ehrgeiz zerfressenen Stimme in meinem Kopf viel zu viel Raum gegeben.
Und mir gleichzeitig immer gesagt, dass ich diese ehrgeizigen Ziele sowieso niemals erreichen werde.
Das muss man erst mal hinbekommen. Sich selbst Regeln auferlegen, von denen man weiß, dass man sie nicht einhalten wird und darüber dann verzweifeln und sich selbst Scheiße finden.

Ich sag’s euch. In meinem Kopf ist immer was los.

So. Und was machen wir jetzt mit dieser Erkenntnis?
Kommt jetzt die Entspannung auf Knopfdruck und alles ist Ommmmmmm?
Nein, natürlich nicht. Aber ich arbeite daran.

Mein Plan sieht so aus:

1.) Das Essen:
Angelehnt ans W30-Konzept nicht mehr jeden Fitzel wiegen, sondern sich an die Grundregeln halten (handflächengroß Protein, daumengroß Fett, Rest Gemüse, wenig Obst)
Gute, frische Lebensmittel auswählen, leckere neue Rezepte ausprobieren, sich wieder Mühe mit den Mahlzeiten geben.
Die Mahlzeiten auch als solche zelebrieren. Nicht eben im Stehen in der Küche runterschlingen.
Hinsetzen. Essen. Bewusst genießen.

2.) Das Wiegen:
Die Waage namens Kachel-Karl ist vorerst verbannt.
Das extreme Fixieren auf irgendwelche Zahlen soll vorübergehen.
Es macht mich zu keinem schlechteren Menschen, wenn die Waage 89 Kilo sagt, obwohl ich tagelang vernünftig gegessen habe.
Genausowenig macht es mich zu einem besseren Menschen, wenn das Gewicht sinkt.
Das Gewicht ist erst einmal nur eine Zahl und ich will dahin kommen, dass ich das auch so hinnehmen kann.
Ich dachte immer, ich kann mit Schwankungen umgehen. Aber das scheint nicht so zu sein.
Ich habe mich dabei ertappt, dass ich morgens mit guter Laune aufstand (was an sich schon an ein Weltwunder grenzt), mich gut und „schlank“ gefühlt habe, dann auf die Waage gestiegen bin, einen Wert erspähte, der mir nicht gefiel und den Rest des Tages mit einer Laune rumgelaufen bin, dass die Milch sauer wird.

Es ist nicht so, dass ich die Augen vor dem Gewicht verschließen will. Nein.
Ich will nur einen entspannteren Umgang mit der Waage erlernen.
Einen neutralen.
Denn dieses „hochemotionale“ Wiegen bewirkt im Endeffekt nur, dass ich unzufrieden bin, frustriert werde, frustesse und der Kack immer wieder von vorn beginnt.

Ich will diese irrationale Angst los werden, dass ich automatisch zunehme, nur weil ich nicht auf die Waage gehe.
Deswegen habe ich mir selbst versprochen – und Herrn Yu auch – dass ich erst im Juli wieder auf die Waage gehe.
Kabäm.

3.) Der Sport:
Weiter wie bisher. Der Thai Bo Kurs endet bald, aber ich werde mich für einen Nachfolgekurs anmelden. Das ist dann mehr eine Mischung aus allem möglichen, Aerobic mit Thai Bo Elementen und BBP, aber das mag ich auch. 🙂
Und es kommt mir zeitlich viel mehr entgegen.
Außerdem natürlich das Laufen weiterhin ausbauen. 2 – 3 mal die Woche eine Runde joggen.

4.) Das Ich:
Die härteste Nuss. Selbstzufriedenheit erlangen. Mich selbst mehr schätzen.
Und ich denke, wenn ich an den Stellschrauben Ernährung und Sport drehe wie geplant, dann wird das kommen.
Je besser das Körpergefühl desto Yeah!

 

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Eine Ära geht zu Ende

Es heißt Abschied nehmen!
Von jemandem, der uns allen ans Herz gewachsen sein dürfte.
OK, mich verband mit der Scheidenden eine Art Hassliebe, die sich wöchentlich von himmelhochjauchzend zu zu Tode betrübt wandeln konnte..

Ihr ahnt es, oder?

Trulla sagt „Adios Muchachos“. Die gute alte Dame wurde in letzter Zeit etwas altersschwach.
Sie vergaß Zahlen. Irrte sich ständig. Erzählte mir innerhalb von 5 Minuten 1.000 verschiedene Dinge und widersprach sich ständig selbst.
Das war ziemlich anstrengend. Für Trulla und für mich.
Immerhin hat sie mich 8 Jahre begleitet, war immer zuverlässig und ehrlich.

Nun, Trulla wurde, nach einer angemessenen Trauerphase, begleitet von romantisierten Flashbacks an tolle Wiegetage, durch ein jüngeres, neueres Modell ersetzt.
Da der Name Trulla ja bereits besetzt war und – leider – ja auch ein wenig despektierlich klingt, musste ein neuer Name her.
Und so fragte ich im LCHF Forum nach Namensvorschlägen.. und ich war baff.
Die NEUE ist ein NEUER, wie sich herausstellte.

Und er hört ab sofort auf den Namen:
Achtung

Es kommt gleich

Trommelwirbel

KACHEL-KARL

Tusch

Kachel-Karl behauptet übrigens direkt, dass ich 200 g mehr wiege, als Trulla sagte.
Nun gut. Das wollen wir ihm mal gönnen.
Er ist neu in dem Job und somit noch hochmotiviert und engagiert.
Lassen wir ihm die Euphorie.

Ich habe für mich den Entschluss gefasst, dass auf Kachel-Karl nur Abnahmen zu sehen sein sollen.
Klingt das nach was? Ich finde schon. 😀

Also Attacke.

Kachel-Karl und Frau Yu – die brandneue Serie.

😀

Rundumschlag

Also, jetzt nehme ich mir mal endlich die Zeit und schreibe euch auf, was mich so bewegt hat die letzten Wochen!

Fangen wir bei dem Thema an, um das es hier eigentlich geht: Abnehmen und Gewicht und so.

Also Überraschung: ich habe nicht weiter abgenommen. Mein Gewicht pendelte munter zwischen 83 und 84 Kilo hin und her.
Heute über nacht meinte mein Körper dann zur weihnachtlichen Vorfreude beitragen zu müssen und schenkte mir 3,5 kg. DREIKOMMAFÜNF.
Eyyyy. 87,3 heute morgen. Was für ein Rotz!
Ja, nur Wasser, nichts echtes, aber es hat mich richtig angepisst.
Und auch ein bisschen die Laune auf das bevorstehende Weihnachtsessen und so verhagelt. Da plant und macht man alles so LCHFig wie möglich, verkneift sich die ganzen Süßigkeiten, die zurzeit aus jeder Ritze quellen und von allen Seiten als Geschenke eintrudeln und dann macht der Körper sowas.
Näääää.
Kann ich schlecht ab gerade.
Aber gut. Weihnachten ist durchgeplant und ich werde jetzt bestimmt nicht nichts essen, nur weil meine Waage ein Arschkopf ist. (Sorry Trulla, aber biste echt!)

Aber damit steht schon mal ein Vorsatz für das neue Jahr felsenfest: 75 kg.
Das ist mein erklärtes Ziel für das nächste Jahr.
Die ganze Zeit, so bei 83/84 Kilo dachte ich, coooooooooooooooooool nur noch 8 Kilo!
Ja und jetzt, Stand heute sind es auf einmal wieder 12.
Echt, da kann man doch nur bekloppt werden

Einatmen, ausatmen. Ich bin ein 87 Kilo schweres Gänseblümchen voller Wasser und Eisprung. 😀

Kommen wir nun zu einem anderen Thema: Klein Yu

In dieser Woche haben wir ihren ZWEITEN Geburtstag gefeiert.
Leute ist das zu fassen? Zwei Jahre ist sie schon alt.
Ich habe an ihrem Geburtstag immer da gesessen und gedacht „Heute, vor zwei Jahren um diese Zeit, hat mir die blöde Hebamme erzählt, ich hätte noch keine Wehen, während ich vor Schmerzen schon ganz malle in der Birne wurde.“
Hab ich euch das eigentlich mal erzählt? Dass mir einen ganzen Tag lang erzählt wurde, ich hätte keine Wehen und ich heulend zu Herrn Yu sagte „Wenn das noch keine Wehen sind, was soll denn dann noch kommen?“
Es stellte sich natürlich raus, dass das SEHR WOHL Wehen waren und ich habe so fast alle bis zu den Presswehen völlig alleine auf dem Zimmer veratmet, bis es hieß „NANU?! Der Muttermund ist ja schon komplett geöffnet…. Öööörrrrrmmmm, ich bereite mal den Kreißsaal vor.“
Aber ich schweife ab. 😀
Klein Yu ist also zwei geworden. Es war ein sehr schöner Tag und wir hatten viel Spaß.
Sie auch. Ach, wenn ihr wüsstet, wie cool meine kleine Tochter ist. 😀
Am liebsten würde ich euch ständig Videos zeigen. 😀 Aber die Privatsphäre meiner Kleinen geht natürlich vor. 🙂

Elternzeit
Au ja. Da war doch was. Leute, mit dem zweiten Geburtstag meiner Tochter war die Elternzeit vorbei. Einfach so.
Ich gehe wieder arbeiten.
Echt mal, da muss ich mich aber erst mal so richtig dran gewöhnen. 😀
Auch wenn ich mich da schon drauf gefreut habe. Mal wieder den Kopf mit anderen Dingen beschäftigen, als Windeln, Spielzeug und Vorlesebüchern.
Ich liebe es die Zeit mit der Kleinen zu verbringen, aber ich bin jetzt auch froh, wieder etwas Erwachsenenkram zu machen. 😀
Ich glaube, das geht vielen so, oder?

So…. jetzt wisst ihr erst mal wieder, was so los ist.

Ach ja. Meinen Gewichtsticker werde ich mal nicht anpassen. AUS PROTEST.
SO! 😀

Ich wünsche euch wunderbare Weihnachtstage.
Genießt die Zeit.
Falls ihr Weihnachten gar nicht feiert, genießt die Zeit trotzdem. 🙂

Ich drücke Euch! ❤

Wiegetag KW 42 / 2016

Und wieder ein Wiegetag.
83,5 heute morgen.
Die Zwei vor dem Komma ist wieder weg! Doof.
Aaaaber, ich habe diese Woche schon Dinge gesehen…. furchtbare Dinge.
Eine FÜNFUNDACHTZIG vor dem Komma zum Beispiel.
Ich wusste, das konnte nur Wasser sein, aber so ganz kurz taumelt man ja dann doch von der Waage und denkt „Wat is da denn los?!“

Aber nicht dass ihr denkt, ich bin jetzt hier voll am Boden zerstört.
Nee. Ich finde es gerade noch nicht mal wirklich schlimm, dass das Gewicht im Prinzip steht.
Für eine rasante Abnahme esse ich im Moment einfach zu gut. Ich esse so viel, dass ich halte.
Und das finde ich eigentlich ganz cool gerade.

Wisst ihr, auf meinem Abnehmweg komme ich immer wieder an den „Schluder-Punkt“, an dem ich einfach zu viel esse, um abzunehmen.
Ich kenne mich mittlerweile und weiß, dass nach dieser Phase auch wieder die ARSCHBACKEN-ZUSAMMEN-GEKNIFFEN-JETZT-WIRD-ABGENOMMEN-Phase kommt.
Deswegen sehe ich das gerade relativ gelassen.

Irgendwie habe ich gerade das Bedürfnis, meinem Kopf auch die Gelegenheit zu geben mal nachzukommen.
Da drin bin ich nämlich immer noch Fetti Mac Speckington. In meinem Hirn ist mein neues Körperbild noch überhaupt nicht angekommen.
Ich steige zum Beispiel immer noch total beklemmt aus dem Auto, wenn links neben mir ein Auto parkt.
Früher musste ich nämlich immer gucken, dass mein Zuckerarsch die Autotür nicht gegen das fremde Auto bollert.
Ähm ja. Und jetzt…. ist da auf einmal Platz. Und wirklich jedes einzelne Mal bin ich überrascht.

Oder ich sitze mit überschlagenen Beinen da und wundere mich, wie weit das obere Bein über das untere reicht. Da war früher viel zu viel Speck im Weg.

Oder ich stehe nackt vorm Spiegel strecke die Arme hoch und wundere mich, dass man dann (auch nur dann  – hehe) meine Rippen sehen kann.

Oder ich finde auf einmal irgendwo Knochen und frage Herrn Yu halb panisch, ob er da auch so komische Knochen hat…

Es ist schon eigenartig. Da wünscht man sich nur, immer schnell schlank zu werden und das Hirn bleibt einfach viel länger fett.

Jedenfalls, ich könnte jetzt jammern, dass ich im Moment nicht abnehme.
Aber ich weiß ja woran es liegt.
Ich esse genug. 😀
(OK, die Dreikiloschwankung nach oben, auf 85,x, die kann ich mir auch nur durch grüne Männchen erklären.)
Es geht aber auch wieder weiter irgendwann. Da bin ich mir sicher. Und ihr werdet es eh erleben. 😀

Ich werde weiterhin hier jede Woche das Gewicht bloggen, auch wenn es keine spektakulären Abnahmen hageln wird.
Einfach weil das für mich auch eine Art Kontrollinstanz ist. Halten schön und gut, aber sobald der Schwenk wieder nach oben geht, wird gegen gesteuert.
Denn eines habe ich mir geschworen: nie wieder in die andere Richtung. NIE WIEDER.

 

Wiegetag KW 32

So, endlich mal wieder ein pünktlicher Wiegetag! 

Hab gerade aber erst mal nachgeguckt, ob auch wirklich Donnerstag ist. 😀

Und dann, welche Kalenderwoche wir eigentlich haben. 🙈

I am so smart!

Jedenfalls: 86,6 wurden heute verkündet von der herzallerliebsten Trulla.

Yahoo ! 

Wiegetag KW 31/2016

Nachdem Trulla mir ja letzte Woche 89,0 kg entgegen schmetterte, war ich heute erleichtert zu sehen, dass der Trend nun wieder abwärts geht.

87,8 sagte sie heute. Das klingt doch schon viel besser.

Natürlich ärgert es mich, dass ich schon die 86,5 gesehen habe und ich derzeit wieder unter der 40-kg-Abnehm-Marke hänge, aber ich lasse mich nicht entmutigen.
Ich weiß, es wird wieder weiter gehen. Und ich arbeite daran!
Das wäre ja wohl gelacht. 🙂

Wiegetag KW 30/2016 und Gedankenmatsche

Heute morgen hätte ich mir gewünscht, Trulla wäre weiterhin im Urlaub, so wie letzte Woche.
89,0  zeigte sie an. Ganz schön unverschämt.
Nun denken bestimmt einige: „Haha! Da hat sich die Yu aber schön was drauf gefressen in ihrer waagenfreien Woche!“
Hm. Nö. Gestern zeigte Trulla nämlich noch 87,5 an.
Ich hätte also gestern ca. 10.500 Kalorien über meinem Bedarf essen müssen, damit das eine echte Zunahme wäre.
Ich kann euch versichern: hab ich nicht. 😀

Jedoch, auch wenn ich weiß, dass das nur Wasser ist und sich bald wieder verflüchtigt, es nervt mich an gerade. Ja.
Nicht, dass der Tag für mich jetzt gelaufen wäre, aber ein bisschen zieht so ein Schwupp nach oben die Laune dann doch runter.

Das Schöne ist aber, seit der Lektüre von „Fettlogik überwinden“ habe ich bei solchen Ausreißern nun die (relative) Gelassenheit, zu Wissen, dass das nur Wasser sein kann.
Früher hab ich in solchen Momenten nämlich gerne den „JETZT IST AUCH ALLES SCHEISSEGAL! DU MACHST UND TUST UND NIMMST IMMER NUR ZU!!“-Film gefahren und mich all meinen Gelüsten hingegeben.
Das hat dann dafür gesorgt, dass die Wasserzunahme sich irgendwann in eine echte Zunahme gewandelt hat. Voll logisch, so zu handeln, ey.

Aber apropos Gelüste. Ich gebe offen zu, gerade fordert mich LCHF ganz schön heraus.
Also eigentlich nicht LCHF, sondern alles andere. Es ist momentan schwer, in meinem Plan zu bleiben. Das ist es, was mich herausfordert und mir einiges abverlangt.
Ja, LCHF bedeutet für mich streckenweise immer noch Verzicht. Die meiste Zeit nicht. Aber ab und zu eben doch.
Und ich arbeite immer noch daran, die Gefahren zu erkennen und zu analysieren, warum ich auf einmal Gelüste entwickle und dieses nervtötende Gefühl, ungerechterweise auf alles verzichten zu müssen (mimimiiiii) sich breit macht.

Oft ist es der Grund echt einfach zu finden: Zyklusnerverei.
Rund um den Eisprung bin ich nicht nur krampfig unterwegs, sondern habe auch Heißhunger. Auf ungefähr ALLES.
Da ist es nicht immer leicht, den Verlockungen, die hier im Hause rum liegen, zu widerstehen. Nutella, Schokozeugs, Eis und sowas. Das ist hier eigentlich immer vorhanden, da Herr Yu ja nur Teilzeit-LCHF isst.
Wenn mich das dann so anmacht, dass es gefährlich wird, verputzt Herr Yu das Zeug ganz schnell, oder nimmt es mit ins Büro oder so. Hauptsache raus aus meinem Sichtfeld.

Manchmal sind die Gründe aber diffuser und schwieriger zu fassen.
Ich bin und bleibe emotionaler Esser.
Und es gibt viele Emotionen. Also gibt es für mich auch viele Gründe, zu essen.
Frust zum Beispiel. Bin ich wegen irgendetwas frustriert und sei es nur unterschwellig, dann schlägt sich das direkt in meinem Essverhalten nieder.
Als wollte ich das Frustgefühl in mir durch leckeres Essen wieder ausgleichen, anstatt schlauerweise den Ursprung des Frusts aktiv zu bekämpfen.

Und dann wäre da noch das Situationsessen.
Kennt ihr das auch? Essen, weil die Situation gerade passt?
– Es ist gerade so gemütlich vorm Fernseher, da muss man doch was knabbern.
– Klein Yu ist endlich eingeschlafen und jetzt hab ich endlich mal Zeit, mich zu verwöhnen.
– Wir spielen ein Gesellschaftsspiel, da muss doch was zum Naschen dabei sein.
– Es ist Sommer, da möchte ich ein Eis essen.
– Es ist Winter, da möchte ich einen heißen Kakao trinken und Kekse reintunken.
– Es ist Geburtstag, da gehört doch ein Kuchen dazu.
– Es ist Urlaub, da muss man das nicht so genau nehmen.
– …

Und dann die Langeweile.
„Langeweile im Mund“, nannte das eine Freundin von mir mal.
Fand ich sehr passend.
Im StudiVZ gab es früher auch mal die Gruppe „Mir ist langweilig. Was könnte ich denn mal essen?“ Ich bin also nicht alleine mit diesem Langeweilerumgefresse.
Aber besser macht es das auch nicht.

Nun ja. Jedenfalls habe ich momentan mit einer netten Mischung aus all diesen Gründen zu kämpfen und deswegen ist es gerade wieder einmal etwas schwieriger als sonst.
Aber Aufgeben ist keine Option. Wissta, ne?

Und wisst ihr was mir gestern abend im Bett durch den Kopf geschossen ist?
Ziemlich genau vor einem Jahr, habe ich das LCHF-Handtuch schon einmal geschmissen. Bzw. hab ich es damals für einige Zeit ganz hinten in den Schrank gelegt.
Ihr erinnert euch, dass ein Becher Eis mich letztes Jahr im Sommer ins Straucheln brachte? Und dass ich drei Monate wüst rumgefressen habe?
Ja. Das war ziemlich genau vor einem Jahr.
Und jetzt habe ich mich gefragt, ob ich nicht gerade mal wieder unbewusst dabei bin, mich selbst zu sabotieren?!
Das kann doch kein Zufall sein, dass ich genau jetzt wieder so essdoof werde, oder?!

Jedenfalls habe ich dann beschlossen: keine Chance. DAS passiert mir jetzt nicht wieder. NEIN! NEIN! NEIN!

So. Jetzt seid ihr wieder im Bilde, was hier so los ist.
Mal sehen, wie ich das jetzt alles in den Griff bekomme. *seufz*

 

Außer der Reihe…

… heute mal ein Wiegeergebnis!

Weil ich euch das einfach mitteilen MUSS!

JAAAA MUSS!

 

86,5 Kilo verkündete Trulla-Superstar heute morgen!

Damit habe ich die 40-Kilo-Marke geknackt!

JAAAAAAAAAAAAAAAAAAHUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUU!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

Und auch wenn heute nicht „offizieller Blogwiegetag“ ist…. DAS muss ich aktualisieren! ❤