Das Gewicht und dies und das

So, wie versprochen nun mal wieder ein Bericht von mir.
Wo fange ich an…?

Nach dem Whole 30-Bloggen bin ich in ein Offline-Loch gekrochen.
Das tägliche Bloggen der W30-Tage hat echt Spaß gemacht, war aber auch doch ziemlich zeitaufwendig.
Ich habe es danach erst einmal genossen, nicht am Laptop zu sitzen und nicht online zu sein.

Essensmäßig ist es ganz gut weiter gegangen.
Die ersten Tage nach dem W30 habe ich weiterhin versucht, nichts abzuwiegen.
Aber irgendwie war der „Druck“ raus. Während der 30 Tage hatte ich immer im Hinterkopf, mich genau an die „Tellervorgabe“ zu halten.
Nachdem das Experiment Whole 30 durch war, wurden meine Portionen schleichend größer und die Snacks wieder mehr.
Also habe ich wieder angefangen, abzuwiegen und aufzuschreiben. Ich habe nun einfach wieder einmal festgestellt, dass das „Frei Schnauze Essen“ bei mir nur fürs Halten des Gewichts funktioniert.
Will ich weiter abnehmen, brauche ich strengere Kontrolle. Ich verschätze mich immer noch zu schnell bei Mengen und vergesse Dinge, die ich gegessen habe auch mal, wenn ich sie nicht notiere.
Also ist fddb nun wieder mein Freund. 😉

WARNUNG:
Zart besaitete Männer, die Frauenkrams nicht gerne lesen, jetzt bitte wegglesen… 😉

Ich hatte einen außergewöhnlichen Zyklus. Damit meine ich vor allem außergewöhnlich lang. Erinnert ihr euch, dass ich erzählte, das meine Regel kommen müsste, als ich den W30 beendete?
Gut. Sie kam aber nicht. Ne ganze Weile nicht. Erst gestern entschied sich mein Körper dann doch mal pro Menstruation.
Was hat das Ganze mit meinem Gewichtsgehampel zu tun? Ich hatte per!ma!nent! Fresslust. PMS-mäßige, heißhungrige Fresslust.
Leute, war das nervig. Und ich habe dann auch echt über die Stränge geschlagen, so mengenmäßig. Aber nie so viel, dass ich wirklich zunahm.
Trotzdem stand mein Gewicht auf einmal wieder wie festgetackert auf der 85.
Ihr könnt euch vorstellen, dass mich das so ein klitzekleines bisschen genervt hat.
Aber ich wusste: keine echte Zunahme, nur Wasser. Atmen. Sonnenschein und Gänseblümchen.
Und ich wurde bestätigt. Als meine Regel endlich kam, verschwand direkt das Wasser, sodass ich heute wieder eine 83,7 vermelden kann.
Geht doch! 😀

WARNUNG ENDE! 😀

Die ganze letzte Woche war Herr Yu dann noch auf Dienstreise, sodass ich mit Klein Yu allein war. So hatte ich leider keine Zeit zum Bloggen und hab mich deswegen so lange nicht gemeldet.
Doof. Aber so einen vom Handy hingerotzten Beitrag wollte ich auch nicht hier lassen.

Heute haben wir einen schönen Familienausflug ans Meer gemacht.
Klein Yus erster Strandaufenthalt. Sie hatte mega viel Spaß an dem pfeifenden Wind, den Regentropfen, dem Meer, das sich so lustig hin und her bewegt und daran sich in den Sand zu legen und Muscheln zu untersuchen. ❤
Leider wurde unser Ausflug recht schnell durch einen enormen Regenguss beendet.
Herr Yu und ich waren klitschnass. Klein Yu hatte so einen wasserdichten Regenazug an. Sie war die einzige, die trockenen Fußes wieder am Auto ankam. 😀

Meine Hose war triefend nass. So richtig. Und ich hab gefroren wie blöd.
Also habe ich kurzen Prozess gemacht und die Hose ausgezogen für die Heimfahrt.
Müsst ihr mal machen, so ohne Hose ans Steuer. Ein sehr befreites Gefühl. 😀
Man hofft nur die ganze Zeit, dass man nicht in einer Verkehrskontrolle kommt oder in einen Auffahrunfall verwickelt wird.
Bisschen Adrenalin für zwischendurch. 😀
Jedenfalls sah ich mega klasse aus:  Kapuzenpulli, nackte Beine und dann Winterstiefel.
Ja, es gibt sogar ein Foto davon. Nein, ich werde es nicht zeigen. 😀
Ich zeige euch lieber ein angezogenes Foto.

img-20161002-wa0018Stylishes Outfit, was?
Die Hose ist viel zu groß, war aber die einzige, die ich IN die Stiefel stecken konnte.
Dafür könnt ihr mit mir den Pulli feiern. Der gehört nämlich eigentlich Herrn Yu. 😀
Wuhuuu, ich glaube es ja immer noch nicht, dass ich in seine Pullis passe, ey!

Ja und wenn ihr euch jetzt die Hose wegdenkt, dann wisst ihr, wie ich nach Hause gefahren bin.
Die ganze Fahrt über hoffte ich, dass keine Nachbarn vor der Tür stehen und mich sehen. Herr Yu entwickelte schon Pläne, mit Handtüchern und Decken, stellte dann aber fest, dass es wahrscheinlich auffälliger ist, wenn er mich in meine rosa Plüschdecke wickelt, als wenn ich schnell unbemerkt ins Haus husche. 😀

Glücklicherweise regnete es gerade total, als wir zu Haus angekommen sind – da war nicht eine Menschenseele in der Siedlung unterwegs.
Yay. 😀

So, nun wissta bescheid, wie die bekloppte Frau Yu sich die Zeit so vertreibt. 😀
Ich hoffe, ich komme nun wieder öfter zum Schreiben. 🙂

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Wiegetag KW 30/2016 und Gedankenmatsche

Heute morgen hätte ich mir gewünscht, Trulla wäre weiterhin im Urlaub, so wie letzte Woche.
89,0  zeigte sie an. Ganz schön unverschämt.
Nun denken bestimmt einige: „Haha! Da hat sich die Yu aber schön was drauf gefressen in ihrer waagenfreien Woche!“
Hm. Nö. Gestern zeigte Trulla nämlich noch 87,5 an.
Ich hätte also gestern ca. 10.500 Kalorien über meinem Bedarf essen müssen, damit das eine echte Zunahme wäre.
Ich kann euch versichern: hab ich nicht. 😀

Jedoch, auch wenn ich weiß, dass das nur Wasser ist und sich bald wieder verflüchtigt, es nervt mich an gerade. Ja.
Nicht, dass der Tag für mich jetzt gelaufen wäre, aber ein bisschen zieht so ein Schwupp nach oben die Laune dann doch runter.

Das Schöne ist aber, seit der Lektüre von „Fettlogik überwinden“ habe ich bei solchen Ausreißern nun die (relative) Gelassenheit, zu Wissen, dass das nur Wasser sein kann.
Früher hab ich in solchen Momenten nämlich gerne den „JETZT IST AUCH ALLES SCHEISSEGAL! DU MACHST UND TUST UND NIMMST IMMER NUR ZU!!“-Film gefahren und mich all meinen Gelüsten hingegeben.
Das hat dann dafür gesorgt, dass die Wasserzunahme sich irgendwann in eine echte Zunahme gewandelt hat. Voll logisch, so zu handeln, ey.

Aber apropos Gelüste. Ich gebe offen zu, gerade fordert mich LCHF ganz schön heraus.
Also eigentlich nicht LCHF, sondern alles andere. Es ist momentan schwer, in meinem Plan zu bleiben. Das ist es, was mich herausfordert und mir einiges abverlangt.
Ja, LCHF bedeutet für mich streckenweise immer noch Verzicht. Die meiste Zeit nicht. Aber ab und zu eben doch.
Und ich arbeite immer noch daran, die Gefahren zu erkennen und zu analysieren, warum ich auf einmal Gelüste entwickle und dieses nervtötende Gefühl, ungerechterweise auf alles verzichten zu müssen (mimimiiiii) sich breit macht.

Oft ist es der Grund echt einfach zu finden: Zyklusnerverei.
Rund um den Eisprung bin ich nicht nur krampfig unterwegs, sondern habe auch Heißhunger. Auf ungefähr ALLES.
Da ist es nicht immer leicht, den Verlockungen, die hier im Hause rum liegen, zu widerstehen. Nutella, Schokozeugs, Eis und sowas. Das ist hier eigentlich immer vorhanden, da Herr Yu ja nur Teilzeit-LCHF isst.
Wenn mich das dann so anmacht, dass es gefährlich wird, verputzt Herr Yu das Zeug ganz schnell, oder nimmt es mit ins Büro oder so. Hauptsache raus aus meinem Sichtfeld.

Manchmal sind die Gründe aber diffuser und schwieriger zu fassen.
Ich bin und bleibe emotionaler Esser.
Und es gibt viele Emotionen. Also gibt es für mich auch viele Gründe, zu essen.
Frust zum Beispiel. Bin ich wegen irgendetwas frustriert und sei es nur unterschwellig, dann schlägt sich das direkt in meinem Essverhalten nieder.
Als wollte ich das Frustgefühl in mir durch leckeres Essen wieder ausgleichen, anstatt schlauerweise den Ursprung des Frusts aktiv zu bekämpfen.

Und dann wäre da noch das Situationsessen.
Kennt ihr das auch? Essen, weil die Situation gerade passt?
– Es ist gerade so gemütlich vorm Fernseher, da muss man doch was knabbern.
– Klein Yu ist endlich eingeschlafen und jetzt hab ich endlich mal Zeit, mich zu verwöhnen.
– Wir spielen ein Gesellschaftsspiel, da muss doch was zum Naschen dabei sein.
– Es ist Sommer, da möchte ich ein Eis essen.
– Es ist Winter, da möchte ich einen heißen Kakao trinken und Kekse reintunken.
– Es ist Geburtstag, da gehört doch ein Kuchen dazu.
– Es ist Urlaub, da muss man das nicht so genau nehmen.
– …

Und dann die Langeweile.
„Langeweile im Mund“, nannte das eine Freundin von mir mal.
Fand ich sehr passend.
Im StudiVZ gab es früher auch mal die Gruppe „Mir ist langweilig. Was könnte ich denn mal essen?“ Ich bin also nicht alleine mit diesem Langeweilerumgefresse.
Aber besser macht es das auch nicht.

Nun ja. Jedenfalls habe ich momentan mit einer netten Mischung aus all diesen Gründen zu kämpfen und deswegen ist es gerade wieder einmal etwas schwieriger als sonst.
Aber Aufgeben ist keine Option. Wissta, ne?

Und wisst ihr was mir gestern abend im Bett durch den Kopf geschossen ist?
Ziemlich genau vor einem Jahr, habe ich das LCHF-Handtuch schon einmal geschmissen. Bzw. hab ich es damals für einige Zeit ganz hinten in den Schrank gelegt.
Ihr erinnert euch, dass ein Becher Eis mich letztes Jahr im Sommer ins Straucheln brachte? Und dass ich drei Monate wüst rumgefressen habe?
Ja. Das war ziemlich genau vor einem Jahr.
Und jetzt habe ich mich gefragt, ob ich nicht gerade mal wieder unbewusst dabei bin, mich selbst zu sabotieren?!
Das kann doch kein Zufall sein, dass ich genau jetzt wieder so essdoof werde, oder?!

Jedenfalls habe ich dann beschlossen: keine Chance. DAS passiert mir jetzt nicht wieder. NEIN! NEIN! NEIN!

So. Jetzt seid ihr wieder im Bilde, was hier so los ist.
Mal sehen, wie ich das jetzt alles in den Griff bekomme. *seufz*

 

Wiegetag KW 25/2016

Schon wieder Wiegetag. Und diesmal hab ich sogar dran gedacht!

Heute zeigte die Waage 89,5 kg an.
Ich hätte ja einen Schreianfall gekriegt, wenn ich nicht gestern auch drauf gewesen wäre. 😀
Denn gestern zeigte sie noch 88,6 an.
Und über Nacht, bei nettem Kaloriendefizit, kann es sich also um keine echte Zunahme handeln.
Einige Faktoren weisen mal wieder auf Wasser hin: es ist heiß, es gab gestern Abend Suppe (nicht lachen, nach Suppe wiege ich immer mehr 😀 ), ich geh nicht Pipi und ES. IST.  HEISS.

Also locker durch die Hose atmen.

Aaber: weil ich ja auch ein bisschen schrullig bin, weigere ich mich, das heutige Ergebnis anzunehmen. Und nehme deswegen das von gestern. 😀

Und wissta was? Damit kann ich einen weiteren Meilenstein abhaken!
Ich habe 30% meines Ausgangsgewichts verloren!
Ey, Leute, hier sitzen nur noch ungefähr 2/3 Frau Yu. Könnt ihr euch das bitte mal vorstellen?
Ich nicht. 😀

Wiegetag KW 24/2016

Gibt’s doch gar nicht.
Ich habe gestern echt vergessen, mein Gewicht zu bloggen.
Ich werde vergesslich! 😀

Spektakulär ist das Ergebnis aber auch nich: 89,2 – genau wie letzte Woche.
Aber das mit Zyklusmistikackinervgeschisse!
Da ist Halten schon ziemlich gut, finde ich. 🙂

Wiegetag KW 13/2016

Meh². Vielleicht sogar Meh³.

100 bescheidene Gramm weniger als letzte Woche.

92,7

Also Leute. Ich. bin. genervt.
Auch wenn ich weiß, dass ich total gut im Plan bin.
Auch wenn ich weiß, dass bald wahrscheinlich wieder ein Rutsch nach unten passiert.
Es nervt. Ich lungere jetzt schon die vierte (?) Woche bei 92,x rum.
Ich bin verwöhnt! Ich will, dass da wieder schnell was verschwindet. Ich will die 91,x sehen.
Und wenn das nächste Woche nicht der Fall ist, dann… ja was dann?
Keine Ahnung.
Werdet ihr eine Schlagzeile lesen wahrscheinlich.
„Frau rennt stundenlang im Kreis und schreit ZWEIUUUUUUUUUUUUUNDNEUUUUUNZIG GEEEEEEEEH WEEEEEEEEEEEEEEG“

 

Ähm ja.

Wiegetag KW 12/2016

Meh.

92,8

Jahaaaaa, nur Wasser. Hab mir essmäßig so gar nichts vorzuwerfen, aber ich hab grad schwer Zyklus (springende Eier und so -passend zu Ostern) und da find ich sowas Kacke.

Besonders bekloppt an meiner schlechten Laune ist, dass ich genau weiß, dass ich zu diesem Zeitpunkt im Zyklus IMMER schwerer bin und mich trotzdem ärgere.

Einatmen, ausatmen. Ich bin ein Gänseblümchen.
Ein Gänseblümchen mit springenden Eiern und Wassereinlagerungen.

Wiegetag KW 05/2016

Hoch verehrte Trulla,

leider muss ich dir mitteilen, dass ich mich weigere, dein heute angezeigtes Wiegeergebnis ernst zu nehmen.

Ein Plus von 400 g zeigst du an, also 96,2 kg.

Jedoch beachtest du zwei Dinge überhaupt nicht:

1. Ich habe meine Regel.
2. Ich liege mit einer dicken Erkältung flach.

Ich bin der schwammgewordene Alptraum eines  jeden Abnehmwilligen.
Ich schwör, wenn ich hüpfte (was ich nicht tue, weil jeder einzelne Knochen schmerzt), könnte man das Wasser in mir gluckern hören, so voll bin ich damit.

Also. Ich werde jetzt erstmal gesund und dann gucken wir weiter.

Bussi,
Deine Frau Yubaba

Wiegetag #062

Ich faule Nudel hab noch gar nicht das aktuelle Gewicht verlauten lassen.

Immer dieser Freizeitstress…

99,2 meinte Trulla am Samstag.
Doof weil mehr, aber gut weil immer noch unter 100.

Da auch TOM ins Haus steht, hake ich das einfach als zyklusbedingte Schwankung ab.

Weiter geht’s! 🙂

Die Einsiedlerin – noch mal erläutert

 

Ihr lieben Leserleins! Nachdem ich von Euch so viel Zuspruch in den Kommentaren zu meinem gestrigen Artikel erhalten habe – Danke schon mal dafür! Ihr seid Gold! Und es ehrt mich, dass Ihr Euch die Zeit nehmt und Tipps gebt! – fühle ich mich doch noch verpflichtet ein wenig genauer zu erklären, was mich da eigentlich umtreibt.
Ich möchte nämlich nicht den Eindruck erwecken, dass ich zwanghaft mein Essen analysiere, Spaß und Verabredungen meide und mich zu Hause einschließe und nicht mehr unter die Leute komme.

Es ist einfach so:

Ich komme recht häufig dazu, Essen zu gehen. Oft genug durch die Arbeit. Denn oftmals werden Entscheidungen eben bei „gemütlichen Abendessen“ getroffen, oder Projekte so abgeschlossen oder Geburtstage und Jubiläen auf diese Art zelebriert.
Natürlich esse ich dann das, was am ehesten meiner Ernährung entspricht, genieße das Essen in dem Moment auch und „mach halt LCHF so gut ich kann“.
Aber das leise Stimmchen in meinem Hinterkopf, das vollautomatisch, weil diäten-vergiftet, mitrechnet und leider auch kommentiert, kann ich blöderweise nicht so einfach abstellen.
Dieses Denken ist fest in meinem Kopf verankert und das ist das, was mich am meisten nervt.
Dass ich – so weit ich das im Moment beurteilen kann – nie wieder völlig unbefangen an das Thema „Essen“ herangehen kann.
Unbefangen bin ich ja in dem Moment schon nicht, in dem ich die Pommes ab-, die Kräuterbutter hinzu und das Dressing „bitte extra“ bestelle.
Es ist mir nicht etwa peinlich, so zu bestellen, es nervt mich einfach, dass ich es „muss“. Es ist gerade sehr schwierig das zu formulieren.

 
Und es geht bei privaten Einladungen weiter. Steht eine Party an und ich weiß nicht, was es zu Essen gibt, esse ich vorher lieber zu Hause. Denn mit knurrendem Magen auf einer Feier rumlungern, auf der die anderen Gäste sich Nudelsalat, Schnitzel und Co. einverleiben, da hab ich keinen Bock drauf.
„Dann bring doch selbst was mit!“ werden jetzt viele reflexartig sagen.
Doch das finde ich etwas schwierig. Klar, bei Mitbringpartys nehme ich was mit, was ich essen kann und was auch den Anderen schmeckt.
Aber wenn ich auf ne „normale“ Party eingeladen bin, finde ich es unhöflich einfach irgendwas mitzubringen. Das sieht immer aus wie „bei Dir schmeckt es nicht“ oder „wer weiß, was Du wieder vorbereitet hast“.
Dazu kommt, dass ich nicht allen Menschen um mich herum meine Ernährungsweise auf die Nase binden möchte. Ich bin einfach nicht gerne das Tischgespräch mit meiner „komischen Esserei“.
Bei Freunden, die von meiner Ernährungsweise wissen, ist das nicht das Problem. Da sage ich dann einfach: „Ich bring mir was mit.“ oder „Du brauchst für mich nix extra machen.“
Und jaaa, die Getränke. Klar trinke ich beim wöchentlichen Mädelsabend in der Stadt auch einen Cappuccino oder mal die Cola Light. Den Cappuccino aber eben nur selten. Es macht mir auch gar nichts aus, Wasser zu bestellen, wenn alle anderen Cola trinken, aber es nervt mich an, dass ich mich immer ein wenig eingeschränkt fühle in der Auswahl. Und klar, ich habe auch schon Kakao bestellt zu einem solchen Anlass – mit Schuss! Oder nen Latte Macchiato. Oder ein Bier (Wein ist überhaupt nicht mein Ding). Aber dann weiß ich auch direkt, dass ich den Wiegetag in der Woche abhaken kann. Isso.
Kleine Ausnahmen reichen bei mir schon für Stagnation. Und wie gesagt, haben wir einen festen Mädelsabend jede Woche.
Ich kann nicht jede Woche Fünfe gerade sein lassen, denn dann komm ich niemals weiter.

 

Auch ist das alles reiner Selbstschutz. Ich kenne mich. Aus dem einen Latte in der Woche werden irgendwann zwei. Dann kommt irgendwann der Latte mit Haselnuss-Sirup und weil das auch irgendwann langweilig wird, wird’s irgendwann ein Milchshake und dann der Eisbecher.

 

Aber ich gebe Euch allen Recht, wenn ihr sagt, dass ich mich mehr entspannen muss. Ich bin halt bei solchen Dingen sehr perfektionistisch veranlagt und leider auch überaus selbstkritisch. Wo andere locker eine Ausnahme machen können, werfe ich mir hinterher Inkonsequenz vor – spätestens, wenn sich auf der Waage wieder ewig nichts tut.
Manchmal gelingt es mir auch zu sagen: „Mensch Yu, Du Butterbirne. Das ist das Leben. Hau rein!“ und dann mach ich mir auch keine weiteren Gedanken, aber meistens habe ich mein langfristiges Ziel im Hinterkopf.

 

Also noch mal abschließend: Der Text von gestern klingt vielleicht dramatischer als er gemeint war. Ich gehe gerne unter Leute und habe Spaß – beim Essen und auch in der Kneipe. Es juckt mich auch nicht, ob sich Leute darüber pikieren, dass ich den ganzen Abend nur Wasser süpple.

Mich nervt nur an, dass ich, wenn ich nicht wieder aufgehen will wie ein Hefekloß, immer ein Auge auf meine Ernährung haben muss.

Denn es wird kein „danach“ geben. Dieses utopische „danach“, das sich viele Abnehmer als Ziel vor Augen führen. „Nach meiner Abnahme kann ich mir die Eisbecher wieder rein pfeifen.“ Nein. Kannst Du nicht. Werd Dir klar darüber.

Ich glaube, dass diese Erkenntnis auch einfach ein Bisschen weh tut.
Weil sie eben beweist, dass die Veränderung, die man gerade durchmacht, für immer sein wird.

Ich gebe auch zu, dass diese Gedankengänge gerade stark von TOM motiviert sind, denn in dieser Zeit des Monats fällt mir – übrigens egal welche Ernährung ich verfolge – alles was das Thema Abnehmen angeht extrem schwer und ich finde dann alles schrecklich ungerecht.

 

Ich hoffe, ihr versteht, was ich sagen will.
Und sollte ich doch noch zum schrotflintigen Einsiedler werden, steht ihr alle auf der „Nicht-Abschießen-Liste“. 😉