Lang lang ist’s her…

… dass ich hier mal etwas zum eigentlichen Thema des Blogs geschrieben habe.
Wie das immer so ist, nahm ich mir ständig vor, etwas über Ernährung, Abnehmen etc. zu schreiben und immer wieder kam mir etwas dazwischen.
Die Arbeit, die Müdigkeit, der Alltag, die Unlust.
Jaaa, mimimimiiiii!

Aber nun komme ich endlich mal wieder dazu und schreibe euch, was in meiner kleinen Welt so los ist.

Das Gewicht ist leider hochgeklettert.
Die 83,7 kg, die hier vermerkt sind, sind leider Geschichte.
Zuletzt zeigte die Waage wieder 89 Kilo an. NOOOOOIIIIN UUUUUND AAAAACHTZIG!
Na, Gratulation.
Wie immer wenn mich der Stress oder starke Emotionen überfallen, habe ich rumgefuttert. Wider besseren Wissens.
Ich habe mich kurz darüber geärgert, dann aber Milde walten lassen mit mir selbst.
Was hilft es, über verschüttete Milch zu weinen?
Ich muss das Thema Abnahme einfach wieder strikter angehen.
Einfach. HAHA!

Denn es kommt momentan ein weiterer Faktor hinzu, der mir das Abnehmen erschwert.
ICH. BIN. MÜDE.

Um genau zu sein, bin ich des Abnehmens müde. Oder besser gesagt, des Diäthaltens.
Ich bin seit 2009, als ich mit WW anfing, eigentlich permanent auf Diät.
Immer und immer zählte ich irgendwas, Punkte, Kohlenhydrate, Kalorien.
Und ich bin (mal wieder) an dem Punkt, an dem mir das tierisch auf den Sack geht.
Wisst ihr, ich habe manchmal das ungute Gefühl, überhaupt nicht mehr mit Genuss essen zu können, weil innerlich der Kalorienzähler immer mittickt und mitrechnet.

Esse ich mal etwas mehr als geplant, mahnt die innere Arschlochstimme: „VERKACKT!“
Selbst, wenn das Gegessene noch voll im Rahmen liegt.
Das nervt. Kolossal.

Deswegen auch mein Versuch von März noch mal ein Whole30 zu machen.
Kein Wiegen, kein Messen, kein Zählen.
Leider ist der Anlauf voll in die Hose gegangen. Nach 3 Tagen saß ich, dunkle Schokolade inhalierend, auf dem Sofa und wütete über die Ungerechtigkeit der Welt und warum ich so ein verkorkstes Verhältnis zum Essen habe und NIEMALS NIEMALS normal essen werden kann und bis in alle Ewigkeit zu einem Verzicht irgendeiner Art verdammt bin.
Und das, wo der erste Whole30 so grandios lief. Ich habe mich damals so granatenmäßig gefühlt und jetzt sitz ich da und heule in mein Schlumpfrührei?
Alter! Frau Yu!

Und ich habe gegrübelt und gegrübelt in letzter Zeit.
Wie komme ich aus dem Loch wieder raus. Was kann ich tun, damit das Gewicht wieder runter geht?
Die enger sitzenden Hosen reichen ja als Motivator anscheinend nicht.

Was mich in letzter Zeit immer wieder vor dem Totalausfall bewahrt hat war, man lese und staune, der Sport.
Ich gehe weiterhin fleißig zum Thai Bo und habe mich wieder für den Women’s Run in Köln angemeldet. Und ich habe mir auch vorgenommen, für den Run diesmal tatsächlich zu trainieren.
Im letzten Jahr war da nur der gute Vorsatz und letztendlich bin ich zwei mal gewalkt zur Vorbereitung.
Dieses Jahr habe ich die Laufschuhe schon öfter geschnürt und, man glaubt es nicht, das JOGGEN für mich entdeckt. Ich habe bei einer Walkingrunde einfach mal probiert, ob ich das schaffe und siehe da: es ging.
Klar, noch nicht die komplette Runde am Stück, aber immerhin mehrere Etappen.
Woossaaaah!
Und es macht mir richtig Spaß. Ich muss mich nicht dazu aufraffen, ich freue mich auf die Laufrunden und darüber, dass die Geh-Intervalle immer kürzer werden.

Und während ich da mal so rumlief ging mir ein kleines Lichtlein auf.
OK, mehr so ein Flutlicht.
Die Erkenntnis, die mich da überkam war ziemlich einfach: der Fokus liegt falsch.

Ich bin so besessen vom Abnehmen, vom Gewicht verlieren, vom „Fertigwerden“, dass mir der Spaß an der Sache abhanden gekommen ist.
Der Flow ist erloschen bzw. habe ich ihn im Keim erstickt, indem ich mich selbst verrückt gemacht habe.
Anstatt das Abnehmen entspannt weiter anzugehen, mich an der Bewegung zu erfreuen und gute, leckere Mahlzeiten zu genießen, habe ich der von Ehrgeiz zerfressenen Stimme in meinem Kopf viel zu viel Raum gegeben.
Und mir gleichzeitig immer gesagt, dass ich diese ehrgeizigen Ziele sowieso niemals erreichen werde.
Das muss man erst mal hinbekommen. Sich selbst Regeln auferlegen, von denen man weiß, dass man sie nicht einhalten wird und darüber dann verzweifeln und sich selbst Scheiße finden.

Ich sag’s euch. In meinem Kopf ist immer was los.

So. Und was machen wir jetzt mit dieser Erkenntnis?
Kommt jetzt die Entspannung auf Knopfdruck und alles ist Ommmmmmm?
Nein, natürlich nicht. Aber ich arbeite daran.

Mein Plan sieht so aus:

1.) Das Essen:
Angelehnt ans W30-Konzept nicht mehr jeden Fitzel wiegen, sondern sich an die Grundregeln halten (handflächengroß Protein, daumengroß Fett, Rest Gemüse, wenig Obst)
Gute, frische Lebensmittel auswählen, leckere neue Rezepte ausprobieren, sich wieder Mühe mit den Mahlzeiten geben.
Die Mahlzeiten auch als solche zelebrieren. Nicht eben im Stehen in der Küche runterschlingen.
Hinsetzen. Essen. Bewusst genießen.

2.) Das Wiegen:
Die Waage namens Kachel-Karl ist vorerst verbannt.
Das extreme Fixieren auf irgendwelche Zahlen soll vorübergehen.
Es macht mich zu keinem schlechteren Menschen, wenn die Waage 89 Kilo sagt, obwohl ich tagelang vernünftig gegessen habe.
Genausowenig macht es mich zu einem besseren Menschen, wenn das Gewicht sinkt.
Das Gewicht ist erst einmal nur eine Zahl und ich will dahin kommen, dass ich das auch so hinnehmen kann.
Ich dachte immer, ich kann mit Schwankungen umgehen. Aber das scheint nicht so zu sein.
Ich habe mich dabei ertappt, dass ich morgens mit guter Laune aufstand (was an sich schon an ein Weltwunder grenzt), mich gut und „schlank“ gefühlt habe, dann auf die Waage gestiegen bin, einen Wert erspähte, der mir nicht gefiel und den Rest des Tages mit einer Laune rumgelaufen bin, dass die Milch sauer wird.

Es ist nicht so, dass ich die Augen vor dem Gewicht verschließen will. Nein.
Ich will nur einen entspannteren Umgang mit der Waage erlernen.
Einen neutralen.
Denn dieses „hochemotionale“ Wiegen bewirkt im Endeffekt nur, dass ich unzufrieden bin, frustriert werde, frustesse und der Kack immer wieder von vorn beginnt.

Ich will diese irrationale Angst los werden, dass ich automatisch zunehme, nur weil ich nicht auf die Waage gehe.
Deswegen habe ich mir selbst versprochen – und Herrn Yu auch – dass ich erst im Juli wieder auf die Waage gehe.
Kabäm.

3.) Der Sport:
Weiter wie bisher. Der Thai Bo Kurs endet bald, aber ich werde mich für einen Nachfolgekurs anmelden. Das ist dann mehr eine Mischung aus allem möglichen, Aerobic mit Thai Bo Elementen und BBP, aber das mag ich auch. 🙂
Und es kommt mir zeitlich viel mehr entgegen.
Außerdem natürlich das Laufen weiterhin ausbauen. 2 – 3 mal die Woche eine Runde joggen.

4.) Das Ich:
Die härteste Nuss. Selbstzufriedenheit erlangen. Mich selbst mehr schätzen.
Und ich denke, wenn ich an den Stellschrauben Ernährung und Sport drehe wie geplant, dann wird das kommen.
Je besser das Körpergefühl desto Yeah!

 

Die Rückkehr des Schlumpfrühreis!

Ich habe beschlossen, einen weiteren Whole30 zu machen.
Beim letzten Mal ging es mir so super gut dabei, dass ich mich wieder in das „Abenteuer“ stürzen will.

Deswegen ist auch der Mahlzeitenplan in dieser Woche darauf angepasst!

Ich versuche auch regelmäßig über den Verlauf zu bloggen, aber ich werde es nicht jeden Tag und vor allem nicht mit schönen Fotos schaffen.
Beim letzten Mal hatte ich mehr Zeit, so ohne Arbeiten gehen zu müssen. 😀

 

Und hier die Erläuterung zum „Schlumpfrührei“ für alle, die nicht wissen, was ich hier wieder fasele. 😀

 

Whole 30 – Die Abrechnung!

Ich habe es geschafft. WIR haben es geschafft.
Der Whole 30 liegt hinter mir und somit auch hinter euch!

Seid ihr so gespannt auf das Wiegeergebnis, wie ich es war?
Beeeeestimmt, oder?

Also, Trulla vermeldete heute morgen: 83,2 kg.
Das macht eine Abnahme von 1,5 kg in dem einen Monat.
Erst war ich ein wenig, naja, enttäuscht, weil ich irgendwie mit einer 82,x gerechnet habe, aber dann hab ich nur gedacht: wie cool! Du hast NICHTS abgewogen, du hast NICHTS in fddb.info protokolliert und du hast TROTZDEM abgenommen!

Leute, das ist für mich so eine Befreiung, das könnt ihr euch nicht vorstellen.
Ich traue meinem eigenen Essverhalten ja nicht über den Weg, aber die Regel für die Tellergestaltung: Eiweißportion so groß wie die Handfläche,  Fett in etwas eine Daumengröße, der Rest Gemüse hat bombig funktioniert!

Und deswegen hier mein großes Fazit für die vergangenen 30 Tage:

  1. Ich werde die Tellergestaltung so beibehalten und somit nichts mehr haarklein abwiegen. (Höchtens stichprobenartig, damit sich die Portionen nicht wieder schleichend vergrößern.)
  2. Mich selbst werde ich wieder regelmäßig wiegen. So befreiend es auch sein kann, die Waage zu verschmähen – ich ticke da anders.
    Ich kann besser mit täglichen Schwankungen auf der Waage umgehen, als mit der Ungewissheit, ob ich „richtig“ esse und abnehme.
    Schauen wir mal jetzt den heutigen Wiegetag an. Ich weiß nicht, was ich letzte Woche oder Sonntag oder was weiß ich wann gewogen habe. Die heutige Zahl ist für mich total zusammenhangslos.
    Wenn ich nun noch bedenke, dass es heiß ist, ich dicke Beine habe, die voller Wasser sind und auch noch meine Periode bevorsteht, dann weiß ich nicht so recht, wie ich die Zahl einordnen soll.
    Wäre ich öfter auf der Waage gewesen und hätte schon ein niedrigeres Gewicht gesehen, wüsste ich nun, woran der Anstieg liegt. Hätte ich ein höheres gesehen, könnte ich mich heute mehr freuen.
    Ähm. Versteht mich noch einer?
    Tägliche Schwankungen sind für mich durch „Fettlogik überwinden“ so plausibel und unemotional geworden, dass sie mich nicht mehr stressen.
  3. Die Milchprodukte bleiben draußen. Ich vermisse sie nicht, warum sollte ich sie also wieder essen?
    Ich werde jetzt aber auch nicht mein Leben unnötig verkomplizieren.
    Wenn ich auswärts essen gehe und es gibt Kräuterbutter zum Steak oder es ist Sahne am Essen, dann werde ich das schon essen.
    Aber bei mir zu Hause bleiben die Molkereiprodukte gestrichen. Ich fange zu schnell an, Käsewürfelchen zu snacken und so was.
  4. Fast täglich ein Stück Obst war ja ganz nett, aber das werde ich wieder strenger limitieren. Ich werde mich an die bei LCHF üblichen Beeren halten und die kh-lastigen Sorten erst mal wieder links liegen lassen. Die sind für mich eher als Ausnahme zu sehen. Genau so wie Süßkartoffeln und meine neue Freundin, die rote Bete. (*schnüff*)
  5. Mein alter Freund, der Bacon, darf dafür wieder rauf auf den Plan. Während des Whole 30 habe ich keinen gefunden, der irgendwie kompatibel war, aber vermisst habe ich ihn schon.
    Den gab es vor dem W30 auch nicht täglich und das wird sich auch nicht ändern, aber mal wieder so eine schöne Portion Eier mit Speck zum Frühstück, das hat schon was! 🙂
  6. Ich werde das mit den 3 Mahlzeiten am Tag beibehalten. Die Aufteilung gefällt mir besser als die mit 2 Mahlzeiten. 🙂

Das ist also das, was ich durch den Whole 30 gelernt habe.
Und für viele mag das nicht gerade bedeutend sein, aber die Tatsache, dass ich ohne wiegen und zählen abnehmen kann ist für mich bahnbrechend. 🙂

Ach und wo ich gerade so hier rumschreibe fällt mir was auf.

ICH BIN ENDLICH ÜBERGEWICHTIG!!!!

Häää? Da kann man sich drüber freuen?

Jaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa! Ich bin mit dem Knacken der 84-kg-Marke aus dem Adipositas-Bereich in den Übergewichts-Bereich des BMI gekommen!
Woossaaaaaaaaaaaaaaah!
Meilenstein wird umgehend abgehakt! 😀

Whole 30 – Tag 30

Der letzte Tag ist so gut wie um. Da wollen wir doch mal berichten. 🙂

Ach, aber bevor ich es vergesse. Gestern hab ich ja relativ früh gebloggt und muss nun noch ergänzen, dass mir ein paar Macadamias in die Quere gekommen sind.
Die habe ich dann vernichtet. *schäm*
(Ey, es ist TOM! Also so gut wie. TOM müsste jeden Tag kommen. Beste Voraussetzungen fürs Wiegen, was?!)
Aber egal, hier noch das Essen des heutigen Tages:

Frühstück:

Kokosmilch (die nicht steif werden wollte) mit Blaubeeren und Mandelblättchen. Dazu, aber nicht im Bild, 2 gekochte Eier.

Kokosmilch (die nicht steif werden wollte) mit Blaubeeren und Mandelblättchen.
Dazu, aber nicht im Bild, 2 gekochte Eier.

Mittagessen:

Rührei und der Rest vom Karottensalat.

Rührei und der Rest vom Karottensalat.

Es musste heute mittag sehr, sehr schnell gehen. (Wie man an dem hastig geknipsten Foto erkennt…) Was hab ich mich über den Salat gefreut, der schon fertig im Kühli stand! 😀

Abendessen:

Niedliches Steak mit geröstetem Blumenkohl und natürlich Lizard Sauce. Nicht im Bild, aber trotzdem gegessen: 1 Nektarine.

Niedliches Steak mit geröstetem Blumenkohl und natürlich Lizard Sauce. Nicht im Bild, aber trotzdem gegessen: eine Nektarine.

Und dann morgen früh: ab auf die Waage! Uh yeah.