Lang lang ist’s her…

… dass ich hier mal etwas zum eigentlichen Thema des Blogs geschrieben habe.
Wie das immer so ist, nahm ich mir ständig vor, etwas über Ernährung, Abnehmen etc. zu schreiben und immer wieder kam mir etwas dazwischen.
Die Arbeit, die Müdigkeit, der Alltag, die Unlust.
Jaaa, mimimimiiiii!

Aber nun komme ich endlich mal wieder dazu und schreibe euch, was in meiner kleinen Welt so los ist.

Das Gewicht ist leider hochgeklettert.
Die 83,7 kg, die hier vermerkt sind, sind leider Geschichte.
Zuletzt zeigte die Waage wieder 89 Kilo an. NOOOOOIIIIN UUUUUND AAAAACHTZIG!
Na, Gratulation.
Wie immer wenn mich der Stress oder starke Emotionen überfallen, habe ich rumgefuttert. Wider besseren Wissens.
Ich habe mich kurz darüber geärgert, dann aber Milde walten lassen mit mir selbst.
Was hilft es, über verschüttete Milch zu weinen?
Ich muss das Thema Abnahme einfach wieder strikter angehen.
Einfach. HAHA!

Denn es kommt momentan ein weiterer Faktor hinzu, der mir das Abnehmen erschwert.
ICH. BIN. MÜDE.

Um genau zu sein, bin ich des Abnehmens müde. Oder besser gesagt, des Diäthaltens.
Ich bin seit 2009, als ich mit WW anfing, eigentlich permanent auf Diät.
Immer und immer zählte ich irgendwas, Punkte, Kohlenhydrate, Kalorien.
Und ich bin (mal wieder) an dem Punkt, an dem mir das tierisch auf den Sack geht.
Wisst ihr, ich habe manchmal das ungute Gefühl, überhaupt nicht mehr mit Genuss essen zu können, weil innerlich der Kalorienzähler immer mittickt und mitrechnet.

Esse ich mal etwas mehr als geplant, mahnt die innere Arschlochstimme: „VERKACKT!“
Selbst, wenn das Gegessene noch voll im Rahmen liegt.
Das nervt. Kolossal.

Deswegen auch mein Versuch von März noch mal ein Whole30 zu machen.
Kein Wiegen, kein Messen, kein Zählen.
Leider ist der Anlauf voll in die Hose gegangen. Nach 3 Tagen saß ich, dunkle Schokolade inhalierend, auf dem Sofa und wütete über die Ungerechtigkeit der Welt und warum ich so ein verkorkstes Verhältnis zum Essen habe und NIEMALS NIEMALS normal essen werden kann und bis in alle Ewigkeit zu einem Verzicht irgendeiner Art verdammt bin.
Und das, wo der erste Whole30 so grandios lief. Ich habe mich damals so granatenmäßig gefühlt und jetzt sitz ich da und heule in mein Schlumpfrührei?
Alter! Frau Yu!

Und ich habe gegrübelt und gegrübelt in letzter Zeit.
Wie komme ich aus dem Loch wieder raus. Was kann ich tun, damit das Gewicht wieder runter geht?
Die enger sitzenden Hosen reichen ja als Motivator anscheinend nicht.

Was mich in letzter Zeit immer wieder vor dem Totalausfall bewahrt hat war, man lese und staune, der Sport.
Ich gehe weiterhin fleißig zum Thai Bo und habe mich wieder für den Women’s Run in Köln angemeldet. Und ich habe mir auch vorgenommen, für den Run diesmal tatsächlich zu trainieren.
Im letzten Jahr war da nur der gute Vorsatz und letztendlich bin ich zwei mal gewalkt zur Vorbereitung.
Dieses Jahr habe ich die Laufschuhe schon öfter geschnürt und, man glaubt es nicht, das JOGGEN für mich entdeckt. Ich habe bei einer Walkingrunde einfach mal probiert, ob ich das schaffe und siehe da: es ging.
Klar, noch nicht die komplette Runde am Stück, aber immerhin mehrere Etappen.
Woossaaaah!
Und es macht mir richtig Spaß. Ich muss mich nicht dazu aufraffen, ich freue mich auf die Laufrunden und darüber, dass die Geh-Intervalle immer kürzer werden.

Und während ich da mal so rumlief ging mir ein kleines Lichtlein auf.
OK, mehr so ein Flutlicht.
Die Erkenntnis, die mich da überkam war ziemlich einfach: der Fokus liegt falsch.

Ich bin so besessen vom Abnehmen, vom Gewicht verlieren, vom „Fertigwerden“, dass mir der Spaß an der Sache abhanden gekommen ist.
Der Flow ist erloschen bzw. habe ich ihn im Keim erstickt, indem ich mich selbst verrückt gemacht habe.
Anstatt das Abnehmen entspannt weiter anzugehen, mich an der Bewegung zu erfreuen und gute, leckere Mahlzeiten zu genießen, habe ich der von Ehrgeiz zerfressenen Stimme in meinem Kopf viel zu viel Raum gegeben.
Und mir gleichzeitig immer gesagt, dass ich diese ehrgeizigen Ziele sowieso niemals erreichen werde.
Das muss man erst mal hinbekommen. Sich selbst Regeln auferlegen, von denen man weiß, dass man sie nicht einhalten wird und darüber dann verzweifeln und sich selbst Scheiße finden.

Ich sag’s euch. In meinem Kopf ist immer was los.

So. Und was machen wir jetzt mit dieser Erkenntnis?
Kommt jetzt die Entspannung auf Knopfdruck und alles ist Ommmmmmm?
Nein, natürlich nicht. Aber ich arbeite daran.

Mein Plan sieht so aus:

1.) Das Essen:
Angelehnt ans W30-Konzept nicht mehr jeden Fitzel wiegen, sondern sich an die Grundregeln halten (handflächengroß Protein, daumengroß Fett, Rest Gemüse, wenig Obst)
Gute, frische Lebensmittel auswählen, leckere neue Rezepte ausprobieren, sich wieder Mühe mit den Mahlzeiten geben.
Die Mahlzeiten auch als solche zelebrieren. Nicht eben im Stehen in der Küche runterschlingen.
Hinsetzen. Essen. Bewusst genießen.

2.) Das Wiegen:
Die Waage namens Kachel-Karl ist vorerst verbannt.
Das extreme Fixieren auf irgendwelche Zahlen soll vorübergehen.
Es macht mich zu keinem schlechteren Menschen, wenn die Waage 89 Kilo sagt, obwohl ich tagelang vernünftig gegessen habe.
Genausowenig macht es mich zu einem besseren Menschen, wenn das Gewicht sinkt.
Das Gewicht ist erst einmal nur eine Zahl und ich will dahin kommen, dass ich das auch so hinnehmen kann.
Ich dachte immer, ich kann mit Schwankungen umgehen. Aber das scheint nicht so zu sein.
Ich habe mich dabei ertappt, dass ich morgens mit guter Laune aufstand (was an sich schon an ein Weltwunder grenzt), mich gut und „schlank“ gefühlt habe, dann auf die Waage gestiegen bin, einen Wert erspähte, der mir nicht gefiel und den Rest des Tages mit einer Laune rumgelaufen bin, dass die Milch sauer wird.

Es ist nicht so, dass ich die Augen vor dem Gewicht verschließen will. Nein.
Ich will nur einen entspannteren Umgang mit der Waage erlernen.
Einen neutralen.
Denn dieses „hochemotionale“ Wiegen bewirkt im Endeffekt nur, dass ich unzufrieden bin, frustriert werde, frustesse und der Kack immer wieder von vorn beginnt.

Ich will diese irrationale Angst los werden, dass ich automatisch zunehme, nur weil ich nicht auf die Waage gehe.
Deswegen habe ich mir selbst versprochen – und Herrn Yu auch – dass ich erst im Juli wieder auf die Waage gehe.
Kabäm.

3.) Der Sport:
Weiter wie bisher. Der Thai Bo Kurs endet bald, aber ich werde mich für einen Nachfolgekurs anmelden. Das ist dann mehr eine Mischung aus allem möglichen, Aerobic mit Thai Bo Elementen und BBP, aber das mag ich auch. 🙂
Und es kommt mir zeitlich viel mehr entgegen.
Außerdem natürlich das Laufen weiterhin ausbauen. 2 – 3 mal die Woche eine Runde joggen.

4.) Das Ich:
Die härteste Nuss. Selbstzufriedenheit erlangen. Mich selbst mehr schätzen.
Und ich denke, wenn ich an den Stellschrauben Ernährung und Sport drehe wie geplant, dann wird das kommen.
Je besser das Körpergefühl desto Yeah!

 

Wiegetag KW 30/2016 und Gedankenmatsche

Heute morgen hätte ich mir gewünscht, Trulla wäre weiterhin im Urlaub, so wie letzte Woche.
89,0  zeigte sie an. Ganz schön unverschämt.
Nun denken bestimmt einige: „Haha! Da hat sich die Yu aber schön was drauf gefressen in ihrer waagenfreien Woche!“
Hm. Nö. Gestern zeigte Trulla nämlich noch 87,5 an.
Ich hätte also gestern ca. 10.500 Kalorien über meinem Bedarf essen müssen, damit das eine echte Zunahme wäre.
Ich kann euch versichern: hab ich nicht. 😀

Jedoch, auch wenn ich weiß, dass das nur Wasser ist und sich bald wieder verflüchtigt, es nervt mich an gerade. Ja.
Nicht, dass der Tag für mich jetzt gelaufen wäre, aber ein bisschen zieht so ein Schwupp nach oben die Laune dann doch runter.

Das Schöne ist aber, seit der Lektüre von „Fettlogik überwinden“ habe ich bei solchen Ausreißern nun die (relative) Gelassenheit, zu Wissen, dass das nur Wasser sein kann.
Früher hab ich in solchen Momenten nämlich gerne den „JETZT IST AUCH ALLES SCHEISSEGAL! DU MACHST UND TUST UND NIMMST IMMER NUR ZU!!“-Film gefahren und mich all meinen Gelüsten hingegeben.
Das hat dann dafür gesorgt, dass die Wasserzunahme sich irgendwann in eine echte Zunahme gewandelt hat. Voll logisch, so zu handeln, ey.

Aber apropos Gelüste. Ich gebe offen zu, gerade fordert mich LCHF ganz schön heraus.
Also eigentlich nicht LCHF, sondern alles andere. Es ist momentan schwer, in meinem Plan zu bleiben. Das ist es, was mich herausfordert und mir einiges abverlangt.
Ja, LCHF bedeutet für mich streckenweise immer noch Verzicht. Die meiste Zeit nicht. Aber ab und zu eben doch.
Und ich arbeite immer noch daran, die Gefahren zu erkennen und zu analysieren, warum ich auf einmal Gelüste entwickle und dieses nervtötende Gefühl, ungerechterweise auf alles verzichten zu müssen (mimimiiiii) sich breit macht.

Oft ist es der Grund echt einfach zu finden: Zyklusnerverei.
Rund um den Eisprung bin ich nicht nur krampfig unterwegs, sondern habe auch Heißhunger. Auf ungefähr ALLES.
Da ist es nicht immer leicht, den Verlockungen, die hier im Hause rum liegen, zu widerstehen. Nutella, Schokozeugs, Eis und sowas. Das ist hier eigentlich immer vorhanden, da Herr Yu ja nur Teilzeit-LCHF isst.
Wenn mich das dann so anmacht, dass es gefährlich wird, verputzt Herr Yu das Zeug ganz schnell, oder nimmt es mit ins Büro oder so. Hauptsache raus aus meinem Sichtfeld.

Manchmal sind die Gründe aber diffuser und schwieriger zu fassen.
Ich bin und bleibe emotionaler Esser.
Und es gibt viele Emotionen. Also gibt es für mich auch viele Gründe, zu essen.
Frust zum Beispiel. Bin ich wegen irgendetwas frustriert und sei es nur unterschwellig, dann schlägt sich das direkt in meinem Essverhalten nieder.
Als wollte ich das Frustgefühl in mir durch leckeres Essen wieder ausgleichen, anstatt schlauerweise den Ursprung des Frusts aktiv zu bekämpfen.

Und dann wäre da noch das Situationsessen.
Kennt ihr das auch? Essen, weil die Situation gerade passt?
– Es ist gerade so gemütlich vorm Fernseher, da muss man doch was knabbern.
– Klein Yu ist endlich eingeschlafen und jetzt hab ich endlich mal Zeit, mich zu verwöhnen.
– Wir spielen ein Gesellschaftsspiel, da muss doch was zum Naschen dabei sein.
– Es ist Sommer, da möchte ich ein Eis essen.
– Es ist Winter, da möchte ich einen heißen Kakao trinken und Kekse reintunken.
– Es ist Geburtstag, da gehört doch ein Kuchen dazu.
– Es ist Urlaub, da muss man das nicht so genau nehmen.
– …

Und dann die Langeweile.
„Langeweile im Mund“, nannte das eine Freundin von mir mal.
Fand ich sehr passend.
Im StudiVZ gab es früher auch mal die Gruppe „Mir ist langweilig. Was könnte ich denn mal essen?“ Ich bin also nicht alleine mit diesem Langeweilerumgefresse.
Aber besser macht es das auch nicht.

Nun ja. Jedenfalls habe ich momentan mit einer netten Mischung aus all diesen Gründen zu kämpfen und deswegen ist es gerade wieder einmal etwas schwieriger als sonst.
Aber Aufgeben ist keine Option. Wissta, ne?

Und wisst ihr was mir gestern abend im Bett durch den Kopf geschossen ist?
Ziemlich genau vor einem Jahr, habe ich das LCHF-Handtuch schon einmal geschmissen. Bzw. hab ich es damals für einige Zeit ganz hinten in den Schrank gelegt.
Ihr erinnert euch, dass ein Becher Eis mich letztes Jahr im Sommer ins Straucheln brachte? Und dass ich drei Monate wüst rumgefressen habe?
Ja. Das war ziemlich genau vor einem Jahr.
Und jetzt habe ich mich gefragt, ob ich nicht gerade mal wieder unbewusst dabei bin, mich selbst zu sabotieren?!
Das kann doch kein Zufall sein, dass ich genau jetzt wieder so essdoof werde, oder?!

Jedenfalls habe ich dann beschlossen: keine Chance. DAS passiert mir jetzt nicht wieder. NEIN! NEIN! NEIN!

So. Jetzt seid ihr wieder im Bilde, was hier so los ist.
Mal sehen, wie ich das jetzt alles in den Griff bekomme. *seufz*

 

Neues Jahr, neues Ziel

So, ihr lieben Leserleins, erst einmal: ein frohes, gesundes, erfolgreiches, lustiges, rockendes, liebevolles, kuscheliges, wuscheliges, neues Jahr für Euch!
Ich hoffe, ihr seid alle gut rüber gerutscht und startet fröhlich und katerfrei in das Jahr 2016. ❤

Gestern gab es ja nur eine kurze Wasserstandsmeldung zum Gewicht.
Ich bin davor nicht dazu gekommen, zu schreiben und wollte unbedingt, dass ihr wisst, dass ich nicht in die Weihnachtsfressfalle gestolpert und wieder über 100 geklettert bin.
Nä! Nix da!
Ich habe alle Weihnachtstage total gut und vernünftig gegessen. Ich habe sogar jeden Tag Tagebuch geführt und die Lebensmittel gewogen (bis auf Heiligabend, da habe ich geschätzt). Ich habe keinen Sekt und auch keinen anderen Alkohol getrunken und ich habe mich nicht überfressen.
Sehr gut!
Nicht so gut fand ich dann, dass die olle Waage trotz aller Bemühungen ein Plus anzeigte. Das Gewicht lag vor dem Wiegetag nämlich sogar bei 99,2!
Ich habe ja schon öfter von meiner „Arschlochstimme“ berichtet, die in einem kleinen Appartment ganz hinten in meinem Speckbrain wohnt.
Die fühlte sich natürlich gleich verpflichtet mit wehenden Fahnen und lauten Fanfaren aufzumarschieren und zu skandieren: „Iss! Iss! Iss!“
Ja. Sie flüsterte zwischendurch: „Ist das nicht fies? Da planst Du Weihnachten durch, hältst Dich an Deinen Plan und dann sowas? Ist das nicht unfair? Du nascht nicht vom bunten Teller, isst keine Plätzchen, trinkst keinen Asti und trotzdem nimmst Du zu? Also, eigentlich ne, eigentlich ist es dann doch auch egal. Hau doch rein. Iss doch ein paar Spekulatius. Bringt doch eh alles nix!“

Orr, Leute. Ich kann Euch sagen, diese Stimme – sie macht mich noch wahnsinnig.
Glücklicherweise konnte ich ihr sagen: „Verzieh dich in dein Appartment und halt verdammtnochmal die Fresse!“
Denn zum Glück funktioniert mein Hirn ja auch noch und schaltete sich immer dazwischen: „Das ist keine echte Zunahme. Hallo. Bleib mal ruhig. Du hast gesund und vernünftig gelebt. Außerdem hast du deine Regel und hast Wassereinlagerungen. Bleib locker.“

Nun ja, gestern waren es dann ja schon wieder 98,9 und heute sogar 98,3, um hier mal mit ein paar Zahlen um mich zu schmeißen.
Naja, warten wir einfach den nächsten Wiegetag ab. 🙂

So. Und jetzt ist ein neues Jahr angefangen und ich frage mich, ob ich irgendwelche Vorsätze habe.
Nö. Eigentlich nicht. Also nicht diese „ab dem 01.01. wird alles anders“ Vorsätze, die man 3 Tage durchhält und dann leise und klammheimlich absterben lässt.
Aber so generell habe ich natürlich Ziele.

  1. LCHF weiter leben und festigen
  2. mehr Bewegung
  3. die 90kg-Marke knacken

1.) Ja, ich möchte weiter LCHF essen. Ich weiß, dass mir diese Ernährungsform am meisten entgegen kommt und meine beschissene Zuckersucht am besten in Schach hält.

2.) Ich muss mich wieder mehr bewegen. Ich bin zwar viel mit dem Baby auf Achse und erledige vieles zu Fuß mit ihr im Kinderwagen oder in der Trage, aber es muss wieder richtige Bewegung her. Da habe ich auch schon einen Plan geschmiedet, über den ich aber gesondert berichten werde. 🙂

3.) Un.be.dingt. will ich die 8 vorne sehen. Gerne natürlich auch die 7 oder noch lieber die 6, aber ich denke erst einmal in Etappen. Das motiviert mich mehr. Ich will mir einfach beweisen, dass ich es kann. Dass es in meiner Hand liegt, wieviel ich wiege. Dass ich nicht zum Dicksein verdammt bin.

Also. Angriff.

Und ihr so? Was habt ihr vor in diesem Jahr?

Die Einsiedlerin – noch mal erläutert

 

Ihr lieben Leserleins! Nachdem ich von Euch so viel Zuspruch in den Kommentaren zu meinem gestrigen Artikel erhalten habe – Danke schon mal dafür! Ihr seid Gold! Und es ehrt mich, dass Ihr Euch die Zeit nehmt und Tipps gebt! – fühle ich mich doch noch verpflichtet ein wenig genauer zu erklären, was mich da eigentlich umtreibt.
Ich möchte nämlich nicht den Eindruck erwecken, dass ich zwanghaft mein Essen analysiere, Spaß und Verabredungen meide und mich zu Hause einschließe und nicht mehr unter die Leute komme.

Es ist einfach so:

Ich komme recht häufig dazu, Essen zu gehen. Oft genug durch die Arbeit. Denn oftmals werden Entscheidungen eben bei „gemütlichen Abendessen“ getroffen, oder Projekte so abgeschlossen oder Geburtstage und Jubiläen auf diese Art zelebriert.
Natürlich esse ich dann das, was am ehesten meiner Ernährung entspricht, genieße das Essen in dem Moment auch und „mach halt LCHF so gut ich kann“.
Aber das leise Stimmchen in meinem Hinterkopf, das vollautomatisch, weil diäten-vergiftet, mitrechnet und leider auch kommentiert, kann ich blöderweise nicht so einfach abstellen.
Dieses Denken ist fest in meinem Kopf verankert und das ist das, was mich am meisten nervt.
Dass ich – so weit ich das im Moment beurteilen kann – nie wieder völlig unbefangen an das Thema „Essen“ herangehen kann.
Unbefangen bin ich ja in dem Moment schon nicht, in dem ich die Pommes ab-, die Kräuterbutter hinzu und das Dressing „bitte extra“ bestelle.
Es ist mir nicht etwa peinlich, so zu bestellen, es nervt mich einfach, dass ich es „muss“. Es ist gerade sehr schwierig das zu formulieren.

 
Und es geht bei privaten Einladungen weiter. Steht eine Party an und ich weiß nicht, was es zu Essen gibt, esse ich vorher lieber zu Hause. Denn mit knurrendem Magen auf einer Feier rumlungern, auf der die anderen Gäste sich Nudelsalat, Schnitzel und Co. einverleiben, da hab ich keinen Bock drauf.
„Dann bring doch selbst was mit!“ werden jetzt viele reflexartig sagen.
Doch das finde ich etwas schwierig. Klar, bei Mitbringpartys nehme ich was mit, was ich essen kann und was auch den Anderen schmeckt.
Aber wenn ich auf ne „normale“ Party eingeladen bin, finde ich es unhöflich einfach irgendwas mitzubringen. Das sieht immer aus wie „bei Dir schmeckt es nicht“ oder „wer weiß, was Du wieder vorbereitet hast“.
Dazu kommt, dass ich nicht allen Menschen um mich herum meine Ernährungsweise auf die Nase binden möchte. Ich bin einfach nicht gerne das Tischgespräch mit meiner „komischen Esserei“.
Bei Freunden, die von meiner Ernährungsweise wissen, ist das nicht das Problem. Da sage ich dann einfach: „Ich bring mir was mit.“ oder „Du brauchst für mich nix extra machen.“
Und jaaa, die Getränke. Klar trinke ich beim wöchentlichen Mädelsabend in der Stadt auch einen Cappuccino oder mal die Cola Light. Den Cappuccino aber eben nur selten. Es macht mir auch gar nichts aus, Wasser zu bestellen, wenn alle anderen Cola trinken, aber es nervt mich an, dass ich mich immer ein wenig eingeschränkt fühle in der Auswahl. Und klar, ich habe auch schon Kakao bestellt zu einem solchen Anlass – mit Schuss! Oder nen Latte Macchiato. Oder ein Bier (Wein ist überhaupt nicht mein Ding). Aber dann weiß ich auch direkt, dass ich den Wiegetag in der Woche abhaken kann. Isso.
Kleine Ausnahmen reichen bei mir schon für Stagnation. Und wie gesagt, haben wir einen festen Mädelsabend jede Woche.
Ich kann nicht jede Woche Fünfe gerade sein lassen, denn dann komm ich niemals weiter.

 

Auch ist das alles reiner Selbstschutz. Ich kenne mich. Aus dem einen Latte in der Woche werden irgendwann zwei. Dann kommt irgendwann der Latte mit Haselnuss-Sirup und weil das auch irgendwann langweilig wird, wird’s irgendwann ein Milchshake und dann der Eisbecher.

 

Aber ich gebe Euch allen Recht, wenn ihr sagt, dass ich mich mehr entspannen muss. Ich bin halt bei solchen Dingen sehr perfektionistisch veranlagt und leider auch überaus selbstkritisch. Wo andere locker eine Ausnahme machen können, werfe ich mir hinterher Inkonsequenz vor – spätestens, wenn sich auf der Waage wieder ewig nichts tut.
Manchmal gelingt es mir auch zu sagen: „Mensch Yu, Du Butterbirne. Das ist das Leben. Hau rein!“ und dann mach ich mir auch keine weiteren Gedanken, aber meistens habe ich mein langfristiges Ziel im Hinterkopf.

 

Also noch mal abschließend: Der Text von gestern klingt vielleicht dramatischer als er gemeint war. Ich gehe gerne unter Leute und habe Spaß – beim Essen und auch in der Kneipe. Es juckt mich auch nicht, ob sich Leute darüber pikieren, dass ich den ganzen Abend nur Wasser süpple.

Mich nervt nur an, dass ich, wenn ich nicht wieder aufgehen will wie ein Hefekloß, immer ein Auge auf meine Ernährung haben muss.

Denn es wird kein „danach“ geben. Dieses utopische „danach“, das sich viele Abnehmer als Ziel vor Augen führen. „Nach meiner Abnahme kann ich mir die Eisbecher wieder rein pfeifen.“ Nein. Kannst Du nicht. Werd Dir klar darüber.

Ich glaube, dass diese Erkenntnis auch einfach ein Bisschen weh tut.
Weil sie eben beweist, dass die Veränderung, die man gerade durchmacht, für immer sein wird.

Ich gebe auch zu, dass diese Gedankengänge gerade stark von TOM motiviert sind, denn in dieser Zeit des Monats fällt mir – übrigens egal welche Ernährung ich verfolge – alles was das Thema Abnehmen angeht extrem schwer und ich finde dann alles schrecklich ungerecht.

 

Ich hoffe, ihr versteht, was ich sagen will.
Und sollte ich doch noch zum schrotflintigen Einsiedler werden, steht ihr alle auf der „Nicht-Abschießen-Liste“. 😉

 

Die unausweichliche Rückkehr von TOM

Ja, er ist wieder da, der TOM. Und er hat wieder einiges im Gepäck.
Gewicht, Wasser, Appetitanfälle, schlechte Laune und lecker Krämpfe.

Bei mir fühlt es sich im Körper gerade so an:

tom

Ich campiere auch schon wieder vor dem Kühlschrank und suche nach Essbarem.
Vornehmlich nach Dingen, die süß sind. Wenn die weg sind, will ich was salziges und überhaupt will ich alles und jetzt und sofort und bin genervt – bääääh.
Und weil ich ja masochistisch veranlagt bin, hab ich  – wohlwissend, dass TOM immer ein paar Pfunde mit sich bringt- Trulla besucht und mich dann auch wieder aufgeregt.

Ich.bin.bekloppt.

Ich werde es nie lernen.

Und in meiner miesen Laune lamentiere ich nun vor mich hin, dass ich niemals unter 100 kommen werden.
Nie.mals.

Blöder Kack.

Heute ist ein Kacktag

Ja, ist einfach so. Ich kann mich heute selbst nicht leiden.
Ich weiß nicht, was ich will und was ich nicht will und egal was ich anfange, es nervt mich nach spätestens 15 Minuten.
Ich würde mich ja im Bett verkriechen und die Decke übern Kopf ziehen und erst wieder raus kommen, wenn sich meine Laune gebessert hat, aber ich habe noch nicht mal Lust mich im Bett zu verkriechen.

Und irgendwie bin ich innerlich so rastlos. Einerseits will will will ich unbedingt was machen, andererseits erscheint mir NIX attraktiv.

Oh man.  Ich bin auch manchmal echt bekloppt.

Mir scheint, ich muss das jetzt einfach mal aussitzen. Und abwarten, was noch kommt. Vielleicht bessert sich meine Laune ja noch.

Bis dahin grantel ich mich selbst an. *augenroll*

Hüstl

*Räusper*

Ich bin noch da. Ja. Ich hab nur gerade einfach keine keine keine so gar keine Ideen, worüber ich schreiben könnte.
Trullas ewiges auf und ab – das langweilt doch einfach nur.
Ich kann trotzdem mal eine Zwischenmeldung abgeben: 108,4 heute Morgen.

Nicht berauschend, da sie aber schon mal 110 KOMMA TAUSEND oder so anzeigte, find ich den Abwärtstrend wieder ganz gut.
Hoffentlich geht das mal wieder so weiter.
Dranbleiben, einatmen, ausatmen. Dann wird das auch wieder was, nech.

Das wäre wahrscheinlich der Schlüssel zum Erfolg. Mal nicht nachdenken, sich entspannen, frei machen von den Ichmussichmussichmussunbedingtabnehmen-Gedanken und gucken was passiert. Entspannt sein.
Aber das ist momentan so verdammt schwer.
Wie ich ja letztens erwähnte, hab ich gerade viel um die Ohren und das macht es ungleich schwieriger übrehaupt irgendwas durchzuhalten.
Ich könnte mich einfach nur von Schrott ernähren zur Zeit. LC-Kuchen, Schoko und so’n Scheiß.
Ich denke, da kommt mal wieder das alte Schema durch. Stress –> schnell was leckeres Essen, das macht Dich kurz mal glücklich.

Wie DOOOOOOF kann man eigentlich sein. Aber nein, ich muss mal endlich verstehen, dass das nicht einfach Doofheit ist, sondern eine Mischung aus Suchtverhalten und selbst antrainiertem Trostfuttern.
Momentan fehlen mir aber die Ideen, diesen Kreis zu durchbrechen.
Immer wieder lese ich Tipps wie: „Lenk Dich ab, geh ne Runde raus!“ Was aber, wenn der Frust gerade bei der Arbeit auftaucht? Da kann ich nicht einfach rausgehen, wann ich will. Klar, in der Pause. Da verlasse ich auch immer das Büro um mal was anderes zu sehen, aber das hilft leider nicht immer.

Ich weiß, es kommen auch wieder entspanntere Zeiten, aber ich bin gerade einfach nur unfassbar müde und kaputt.

Und jetzt hab ich genug genörgelt. Ich überlege lieber mal, was ich hier schönes Posten kann.
🙂

Manchmal bin ich so müde.

So wie jetzt gerade. Ich habe richtig Mühe, meine Augen offen zu halten und nicht mit dem Kopf ein formschönes Loch in die Tischplatte zu schlagen.

Das ist die letzten Tage wieder arg schlimm geworden.
Meine Vermutung: meine Schilddrüse spinnt wieder rum.

Ich war gestern schon beim Arzt deswegen, mal sehen, was die Blutergebnisse sagen.
Ich fühl mich, als hätte ich drei Monate nicht mehr geschlafen.

Vielleicht steckt mir das krampfige Wochenende auch noch in den Knochen.

Vielleicht ist es eine Kombination aus beidem.

 

Dann hab ich hier noch Mr. Schwätzer sitzen. Der hört sich gerne selbst reden.
Leider redet er zu 98% Mumpitz.
Außerdem lullt mich dieser permanente Laberteppich zusätzlich noch ein.

 

Ich will auf’n Arm. Einfach mal so.

Wenn ich ein kleines Kind wäre, würde ich jetzt heulen, so wie kleine Kinder eben vor Müdigkeit heulen.
Leider ist das ab nem bestimmten Alter peinlich/unprofessionell/albern.

 

*gähn*

Zurück aus dem Chaos – und auch Fastentage 14-16 oder so

Hallo zusammen, da bin ich wieder.
Drei Tage kein Piep von mir, nanu? Ja, das leidige Thema Arbeit mal wieder.
Mehrere 14-Stunden-Tage liegen hinter mir, abends wollte ich einfach nichts mehr machen.
Abschalten, nicht denken, nur sein.

Das klappte aber nicht so besonders. Gedankenkarussel, To-Do-Listen im Kopf, schlechter Schlaf mit fiesen Träumen.
Es wird schlichtweg zu viel auf der Arbeit. :-/

Immerhin habe ich das Fastenvorhaben trotzdem gut eingehalten.
Es gab die letzten Tage: Spaghetti Napoli, Spinat mit Kartoffeln und Ei und gestern Käsebrote, weil wegen Arbeit keine Zeit zum Einkaufen war und die Vorräte zur Neige gingen.

Die Lust auf Fleisch ist noch immer nicht da.

Was aber kam, war, nach den Horrortagen auf der Arbeit, die Lust auf fettig und süß. 😦

Dazu kam noch, dass ich am Mittwoch auf der Waage war und ich 2kg mehr wog als noch am Samstag, dem letzten Wiegetag. 😦
Das hat wieder mal den „Wieso machst Du den Scheiß überhaupt“-Gedankenprozess angestoßen und mich dazu gebracht, Süßigkeiten in mich reinzustopfen.
Wenn das Wiegeergebnis also morgen Scheiße ausfällt, weiß ich wenigstens wieso. Sehr tröstlich das. *augenroll*

Und dabei war ich so gut im Programm. Hab mir abends Essen für den nächsten Tag vorbereitet, weil ich wusste, dass ich in einer Besprechung sein werde und da dann beim Italiener bestellt wird und das zur bösen Falle werden könnte.
Den anderen Tag, auch mit Italienerbestellung in Aussicht, habe ich mittags frischgemachten Obstsalat gegessen während die anderen sich Calzone&Co. reinzogen.
Dann standen 6 (SECHS!) Bleche Kuchen in der Küche, weil der Oberchef Geburtstag hatte. Ich habe nicht ein Stück davon gekostet.

Und dann kommt die Scheißwaage und sagt „Nänänä, Du hast zugenommen, Olle!“

Das hat mich aus der Bahn geworfen. Direkt in eine Fressparade.
(Stellt Euch jetzt sowas wie nen Karnevalsumzug vor. Nur mit Schokoriegeln und Lakritzen, die auf Blockflötenlutschern (kennt ihr die noch?) Marschmusik spielen…)

 

Ja, grandiose Woche.
Ich bin schwer begeistert.

Wochenrückblick KW 04/2013

Moah, klingt der Titel nicht hammerinteressant und kreativ? Voll, oder?

Schreibblockade! Ich hab momentan ein Brett vor dem Kopf. Eigentlich ist es kein Brett, es ist eine ganze Kiste.
Die ist um meinen Kopf drumherum gebaut und am Hals fest verschraubt.
Das sieht nicht nur blöd aus, das fühlt sich auch blöd an. Ich habe keine Ideen oder wenn ich mal den Hauch einer Idee habe und diese aus meinem Kopf rauslasse, dann verliert sie sich in der Kiste und ich suche und suche.

Dagegen hab ich nun einfach folgendes getan: mich an die Tastatur gesetzt und einfach losgetippselt, um zu sehen, was dabei heraus kommt.
Da müsst ihr nun durch, sorry!

Und da dachte ich mir so, ich könnte doch mal für einen leichten Einstieg einen kleinen Wochenrückblick machen und festhalten, was letzte Woche gut und schlecht gelaufen ist.
Auf die Idee kam ich, als ich auf Inkas toller „Gestern war eine schöner Tag, weil“-Seite herumturnte. Inka, Danke für die Inspiration!

Und ich fang nun mal mit den Sachen an, die mich genervt haben in der letzten Woche, denn das Gute soll zum Schluss kommen, damit ich und ihr beschwingt und fröhlich meinen Beitrag verlasst.

NERV!NERV!NERV!

  • In der Firma auf einsamen Posten kämpfen und die Arbeit von dreien allein erledigen müssen.
  • Dauerfrieren.
  • Ewiges Rumgedenke ohne Ziel.
  • Wegen Überforderung bei der Arbeit heulen.

 

FREU!FREU!FREU!

  • Trotz des Futterwochenendes nicht wieder über die 110 geklettert zu sein.
  • Eine tolle Geburtstagsparty gefeiert zu haben, mit klasse Leuten und lieb überlegten Geschenken.
  • Mit Herrn Yu einen so tollen Freund zu haben, der alles für meine Party organisiert hat, während ich vor Arbeit und Stress weder ein noch aus wusste. Danke, Du bist der Beste! :-*
  • Eine bestellte Hose an ein Versandhaus zurück schicken zu müssen, weil sie viel zu groß war.
  • Neue Rezepte ausprobiert zu haben, die direkt in die „Wird wieder gemacht“-Liste aufgenommen wurden.
  • Einen Sonntag auf der Couch verbracht zu haben, der einfach nur gemütlich war.
  • Kostümteile für eine Mottoparty gefunden zu haben, die bald ansteht.
  • Nicht krank geworden zu sein.
  • Einfach neben Herrn Yu auf dem Sofa sitzen, während er leise wegratzt und das heimelige Gefühl dabei.
  • Menschen zu haben, die sich ehrlich mit einem freuen.

 

Also. Das Positive überwiegt. Muss man sich ja auch mal klar machen, nä?