Lang lang ist’s her…

… dass ich hier mal etwas zum eigentlichen Thema des Blogs geschrieben habe.
Wie das immer so ist, nahm ich mir ständig vor, etwas über Ernährung, Abnehmen etc. zu schreiben und immer wieder kam mir etwas dazwischen.
Die Arbeit, die Müdigkeit, der Alltag, die Unlust.
Jaaa, mimimimiiiii!

Aber nun komme ich endlich mal wieder dazu und schreibe euch, was in meiner kleinen Welt so los ist.

Das Gewicht ist leider hochgeklettert.
Die 83,7 kg, die hier vermerkt sind, sind leider Geschichte.
Zuletzt zeigte die Waage wieder 89 Kilo an. NOOOOOIIIIN UUUUUND AAAAACHTZIG!
Na, Gratulation.
Wie immer wenn mich der Stress oder starke Emotionen überfallen, habe ich rumgefuttert. Wider besseren Wissens.
Ich habe mich kurz darüber geärgert, dann aber Milde walten lassen mit mir selbst.
Was hilft es, über verschüttete Milch zu weinen?
Ich muss das Thema Abnahme einfach wieder strikter angehen.
Einfach. HAHA!

Denn es kommt momentan ein weiterer Faktor hinzu, der mir das Abnehmen erschwert.
ICH. BIN. MÜDE.

Um genau zu sein, bin ich des Abnehmens müde. Oder besser gesagt, des Diäthaltens.
Ich bin seit 2009, als ich mit WW anfing, eigentlich permanent auf Diät.
Immer und immer zählte ich irgendwas, Punkte, Kohlenhydrate, Kalorien.
Und ich bin (mal wieder) an dem Punkt, an dem mir das tierisch auf den Sack geht.
Wisst ihr, ich habe manchmal das ungute Gefühl, überhaupt nicht mehr mit Genuss essen zu können, weil innerlich der Kalorienzähler immer mittickt und mitrechnet.

Esse ich mal etwas mehr als geplant, mahnt die innere Arschlochstimme: „VERKACKT!“
Selbst, wenn das Gegessene noch voll im Rahmen liegt.
Das nervt. Kolossal.

Deswegen auch mein Versuch von März noch mal ein Whole30 zu machen.
Kein Wiegen, kein Messen, kein Zählen.
Leider ist der Anlauf voll in die Hose gegangen. Nach 3 Tagen saß ich, dunkle Schokolade inhalierend, auf dem Sofa und wütete über die Ungerechtigkeit der Welt und warum ich so ein verkorkstes Verhältnis zum Essen habe und NIEMALS NIEMALS normal essen werden kann und bis in alle Ewigkeit zu einem Verzicht irgendeiner Art verdammt bin.
Und das, wo der erste Whole30 so grandios lief. Ich habe mich damals so granatenmäßig gefühlt und jetzt sitz ich da und heule in mein Schlumpfrührei?
Alter! Frau Yu!

Und ich habe gegrübelt und gegrübelt in letzter Zeit.
Wie komme ich aus dem Loch wieder raus. Was kann ich tun, damit das Gewicht wieder runter geht?
Die enger sitzenden Hosen reichen ja als Motivator anscheinend nicht.

Was mich in letzter Zeit immer wieder vor dem Totalausfall bewahrt hat war, man lese und staune, der Sport.
Ich gehe weiterhin fleißig zum Thai Bo und habe mich wieder für den Women’s Run in Köln angemeldet. Und ich habe mir auch vorgenommen, für den Run diesmal tatsächlich zu trainieren.
Im letzten Jahr war da nur der gute Vorsatz und letztendlich bin ich zwei mal gewalkt zur Vorbereitung.
Dieses Jahr habe ich die Laufschuhe schon öfter geschnürt und, man glaubt es nicht, das JOGGEN für mich entdeckt. Ich habe bei einer Walkingrunde einfach mal probiert, ob ich das schaffe und siehe da: es ging.
Klar, noch nicht die komplette Runde am Stück, aber immerhin mehrere Etappen.
Woossaaaah!
Und es macht mir richtig Spaß. Ich muss mich nicht dazu aufraffen, ich freue mich auf die Laufrunden und darüber, dass die Geh-Intervalle immer kürzer werden.

Und während ich da mal so rumlief ging mir ein kleines Lichtlein auf.
OK, mehr so ein Flutlicht.
Die Erkenntnis, die mich da überkam war ziemlich einfach: der Fokus liegt falsch.

Ich bin so besessen vom Abnehmen, vom Gewicht verlieren, vom „Fertigwerden“, dass mir der Spaß an der Sache abhanden gekommen ist.
Der Flow ist erloschen bzw. habe ich ihn im Keim erstickt, indem ich mich selbst verrückt gemacht habe.
Anstatt das Abnehmen entspannt weiter anzugehen, mich an der Bewegung zu erfreuen und gute, leckere Mahlzeiten zu genießen, habe ich der von Ehrgeiz zerfressenen Stimme in meinem Kopf viel zu viel Raum gegeben.
Und mir gleichzeitig immer gesagt, dass ich diese ehrgeizigen Ziele sowieso niemals erreichen werde.
Das muss man erst mal hinbekommen. Sich selbst Regeln auferlegen, von denen man weiß, dass man sie nicht einhalten wird und darüber dann verzweifeln und sich selbst Scheiße finden.

Ich sag’s euch. In meinem Kopf ist immer was los.

So. Und was machen wir jetzt mit dieser Erkenntnis?
Kommt jetzt die Entspannung auf Knopfdruck und alles ist Ommmmmmm?
Nein, natürlich nicht. Aber ich arbeite daran.

Mein Plan sieht so aus:

1.) Das Essen:
Angelehnt ans W30-Konzept nicht mehr jeden Fitzel wiegen, sondern sich an die Grundregeln halten (handflächengroß Protein, daumengroß Fett, Rest Gemüse, wenig Obst)
Gute, frische Lebensmittel auswählen, leckere neue Rezepte ausprobieren, sich wieder Mühe mit den Mahlzeiten geben.
Die Mahlzeiten auch als solche zelebrieren. Nicht eben im Stehen in der Küche runterschlingen.
Hinsetzen. Essen. Bewusst genießen.

2.) Das Wiegen:
Die Waage namens Kachel-Karl ist vorerst verbannt.
Das extreme Fixieren auf irgendwelche Zahlen soll vorübergehen.
Es macht mich zu keinem schlechteren Menschen, wenn die Waage 89 Kilo sagt, obwohl ich tagelang vernünftig gegessen habe.
Genausowenig macht es mich zu einem besseren Menschen, wenn das Gewicht sinkt.
Das Gewicht ist erst einmal nur eine Zahl und ich will dahin kommen, dass ich das auch so hinnehmen kann.
Ich dachte immer, ich kann mit Schwankungen umgehen. Aber das scheint nicht so zu sein.
Ich habe mich dabei ertappt, dass ich morgens mit guter Laune aufstand (was an sich schon an ein Weltwunder grenzt), mich gut und „schlank“ gefühlt habe, dann auf die Waage gestiegen bin, einen Wert erspähte, der mir nicht gefiel und den Rest des Tages mit einer Laune rumgelaufen bin, dass die Milch sauer wird.

Es ist nicht so, dass ich die Augen vor dem Gewicht verschließen will. Nein.
Ich will nur einen entspannteren Umgang mit der Waage erlernen.
Einen neutralen.
Denn dieses „hochemotionale“ Wiegen bewirkt im Endeffekt nur, dass ich unzufrieden bin, frustriert werde, frustesse und der Kack immer wieder von vorn beginnt.

Ich will diese irrationale Angst los werden, dass ich automatisch zunehme, nur weil ich nicht auf die Waage gehe.
Deswegen habe ich mir selbst versprochen – und Herrn Yu auch – dass ich erst im Juli wieder auf die Waage gehe.
Kabäm.

3.) Der Sport:
Weiter wie bisher. Der Thai Bo Kurs endet bald, aber ich werde mich für einen Nachfolgekurs anmelden. Das ist dann mehr eine Mischung aus allem möglichen, Aerobic mit Thai Bo Elementen und BBP, aber das mag ich auch. 🙂
Und es kommt mir zeitlich viel mehr entgegen.
Außerdem natürlich das Laufen weiterhin ausbauen. 2 – 3 mal die Woche eine Runde joggen.

4.) Das Ich:
Die härteste Nuss. Selbstzufriedenheit erlangen. Mich selbst mehr schätzen.
Und ich denke, wenn ich an den Stellschrauben Ernährung und Sport drehe wie geplant, dann wird das kommen.
Je besser das Körpergefühl desto Yeah!

 

Wiegetag KW 40 / 2016

Das Wiegeergebnis dieser Woche ist nicht besonders spektakulär: 83,7.

Genau wie letzte Woche.

Zwischendurch war ich bei 83,4 und hatte eigentlich gehofft, die 82 vorne erspähen zu können.

Nun ja, gut Ding will Weile haben. Ich kriege dich auch noch, 82. Brauchst gar nicht so blöd gucken. 😀

Tote Hose

Ich hab hier noch was für euch, Leserleins!

Letztens war ich bei meinen Eltern und entdeckte in Mamas Schrank alte Hosen von mir.

Ich habe die zu groß gewordenen immer an sie abgetreten.

Mittlerweile ist aber auch Mama aus den Buchsen raus geschrumpft! ❤

Jedenfalls hab ich mich immer geärgert, dass ich keine alten Hosen aufbewahrt habe.

An schlechten Tagen (=“ich bin ja soooohoooo fett“-Tagen) könnte man die immer so schön hervor kramen und sich mal wieder locker machen.

Nun, da sie da so rum lagen, musste ich natürlich gleich rein hüpfen.

Und hier die fotografischen Beweise:

Diese Hose habe ich letzten November noch getragen…. Größe 50…
Und diese hier ist in 52:

Ich bin fast umgefallen.

Gut, die schwarze Hose ist relativ stretchig, aber ich passe in EIN BEIN!

Krassomat 3000!!!

Women’s Run – Köln 2016

Gestern war es so weit! Mein erster offizieller Lauf bzw. Walk.
Ich bin beim Women’s Run in Köln gestartet!
Ich, das dicke Kind, marschiere freiwillig fünf Kilometer durch die Stadt, im prallen Sonnenschein, mit knallpinkem T-Shirt und knallrotem Kopf.
ICH!

Es ist unglaublich.
Ich hatte mich bei dem Lauf vor allem auch angemeldet, um den Hintern mal wieder hochzubekommen. Ich hab gedacht, wenn ich einen hochoffiziellen Lauf mitmache, dann walke ich bestimmt vorher Abermillionen von Kilometern, um auch ja nicht schlapp zu machen am großen Tag.

Nun ja. Das hat nicht so ganz funktioniert. Meine Vorbereitung bestand aus 3 Walkingrunden verteilt auf 5 Monate oder so. *schäm*
Trotzdem bin ich angetreten und trotzdem war ich unglaublich zufrieden mit mir.
Ich zufrieden. Mit MIR.
Langzeitleserleins wissen, was DAS heißt. 😉

Meine Ansprüche an mich selbst waren ziemlich minimalistisch gehalten:
Unter einer Stunde und nicht als Letzte ins Ziel kommen.
Dann nimmt einen die Atmosphäre aber echt mit und man wird tatsächlich etwas ehrgeizig und unternimmt waghalsige Überholmanöver.

Nun denn, das war mein Ergebnis.

urkunde

Wie eine meiner großartigen Mitläuferinnen und Mit-LCHFlerinnen sagte:
„Und das obwohl ich früher noch nicht mal eine Teilnehmerurkunde bei den Bundesjugendspielen bekommen habe!“ 😀
Um das mal einordnen zu können… in meiner Altersgruppe sind 50 Läuferinnen gestartet.
Gesamtanzahl der 5-km-Walkerinnen: 961.
Ich finde mich nicht schlecht. Vor allem nach meinen furiosen Vorbereitungen. 😀

Hier mal noch ein paar Fotos von gestern!

 

Frisch und fröhlich vor dem Lauf.

Frisch und fröhlich vor dem Lauf…

 

Direkt nach dem Lauf. Leicht errötet. :D

Direkt nach dem Lauf.
Leicht errötet. 😀

 

In der Sonne den Erfolg genießen. ;)

In der Sonne den Erfolg genießen. 😉

Und ja während des Laufs gab es für mich einen höchst emotionalen Moment.
Ich sah unverhofft mein Spiegelbild in einer Fensterscheibe. Und es war nicht wie früher, dass ich direkt dachte „Ach Du Scheiße. Wie siehst du denn aus? Fetti McSpeckman!“ sondern „Cool. Richtig cool!“
Und als ich das realisiert habe, lief mir ein Schauer den Rücken runter und ich hatte direkt das Pipi in den Augen stehen.
Die Erinnerung daran, dass ich das mit meinem Höchstgewicht so niemals geschafft hätte, überwältigte mich noch zusätzlich.
Ich war für einen kurzen Moment so voller Gefühle… ich glaube, in einem Paralleluniversum ging irgendwo ein Wurmloch auf, um die alle zu kompensieren. 😀

Es war ein großartiger Tag!
Und dank der tollen LCHF-Bande auch ein großartiger Abend. 🙂

Danke, ihr Tollen, für dieses Erlebnis. ❤
Nächstes Jahr sind wir wieder dabei, oder? 🙂

Wiegetag KW 31/2016

Nachdem Trulla mir ja letzte Woche 89,0 kg entgegen schmetterte, war ich heute erleichtert zu sehen, dass der Trend nun wieder abwärts geht.

87,8 sagte sie heute. Das klingt doch schon viel besser.

Natürlich ärgert es mich, dass ich schon die 86,5 gesehen habe und ich derzeit wieder unter der 40-kg-Abnehm-Marke hänge, aber ich lasse mich nicht entmutigen.
Ich weiß, es wird wieder weiter gehen. Und ich arbeite daran!
Das wäre ja wohl gelacht. 🙂

Die wundersame Vermehrung der Kleidungsmöglichkeiten im Schrank der Frau Yu und wie diese es einfach nicht fassen konnte.

Ich habe nichts anzuziehen.
Naja fast nichts. Und das ist kein Frauen-haben-nie-was-anzuziehen-obwohl-der-Schrank-voll-ist-Gelaber.
Ich habe 3 Hosen, 2 Pullover und etwa 4 Shirts, die derzeit passen. 2 Kleider.
(Schlüpper und Socken habe ich natürlich auch.)
Momentan liegt das daran, dass ich zu geizig bin, mir immer wieder passende Klamotten zu kaufen, je nach aktuellem Gewichtsstand.
Da trage ich lieber eine Größe länger und kleide mich erst wieder neu ein, wenn es wirklich gar nicht mehr anders geht.

Aber auch sonst habe ich immer einen ziemlich spärlich gefüllten Kleiderschrank.
Zum einen, weil ich einfach nicht besonders gerne einkaufen gehe und zum anderen, weil ich nicht unbedingt die Modisch-Interessierteste bin.

Doch gestern stellte ich fest, dass da noch viel mehr in dem Ungetüm von Schrank lauert, der im Schlafzimmer der Yus steht.
Eine ganze Schrankhälfte mehr!
Ihr ahnt es, oder?

Ich. passe. in. Herrn. Yus. Klamotten.
ICH. PASSE. IN. HERRN. YUS. KLAMOTTEN!

In die Oberteile (Herrengröße M übrigens) jedenfalls. Hosen habe ich nicht anprobiert.
Das würde auch nicht gut gehen. Mein Hintern würde die immer noch sprengen.
Aber: ich passe in seine verdammten Pullis und Shirts!

Echt mal jetzt, als Frau oder Meeeeeeeeeeeeeeeedchen hat man doch immer so romantische Vorstellungen.
Lady: „Oh mir ist ja so kalt.“
Gentleman: „Hier, zieh meinen Pulli über!“
Lady: *macht Herzchenaugen und kuschelt sich in das Kleidungsstück des edlen Ritters* (Hauptsache kein Kettenhemd)

Das ging bei uns nie. Ich hätte den Pulli vielleicht gerade über den Kopf bekommen, die Brüste frei schwingend an der Luft. Oder so ähnlich.
Peinlicherweise wäre es eher andersrum gegangen. Ich hätte Herrn Yu Klamotten leihen können.
Herr Yu: „Oh mir ist ja so kalt.“
Frau Yu: „Hier, zieh meinen Pulli über!“
Herr Yu: *macht Herzchenaugen und kuschelt sich in das Kleidungsstück der edlen Walküre*

Hm. Nö. Nicht sooo romantisch.

Ach und falls ihr Beweise braucht…. bittschön:
(Aber ignoriert bitte die wunderhübsche Bollerbuxxe, die ich da anhabe…)
pullover

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich flipp ma dezent aus, wa?! 😀

Wiegetag KW 30/2016 und Gedankenmatsche

Heute morgen hätte ich mir gewünscht, Trulla wäre weiterhin im Urlaub, so wie letzte Woche.
89,0  zeigte sie an. Ganz schön unverschämt.
Nun denken bestimmt einige: „Haha! Da hat sich die Yu aber schön was drauf gefressen in ihrer waagenfreien Woche!“
Hm. Nö. Gestern zeigte Trulla nämlich noch 87,5 an.
Ich hätte also gestern ca. 10.500 Kalorien über meinem Bedarf essen müssen, damit das eine echte Zunahme wäre.
Ich kann euch versichern: hab ich nicht. 😀

Jedoch, auch wenn ich weiß, dass das nur Wasser ist und sich bald wieder verflüchtigt, es nervt mich an gerade. Ja.
Nicht, dass der Tag für mich jetzt gelaufen wäre, aber ein bisschen zieht so ein Schwupp nach oben die Laune dann doch runter.

Das Schöne ist aber, seit der Lektüre von „Fettlogik überwinden“ habe ich bei solchen Ausreißern nun die (relative) Gelassenheit, zu Wissen, dass das nur Wasser sein kann.
Früher hab ich in solchen Momenten nämlich gerne den „JETZT IST AUCH ALLES SCHEISSEGAL! DU MACHST UND TUST UND NIMMST IMMER NUR ZU!!“-Film gefahren und mich all meinen Gelüsten hingegeben.
Das hat dann dafür gesorgt, dass die Wasserzunahme sich irgendwann in eine echte Zunahme gewandelt hat. Voll logisch, so zu handeln, ey.

Aber apropos Gelüste. Ich gebe offen zu, gerade fordert mich LCHF ganz schön heraus.
Also eigentlich nicht LCHF, sondern alles andere. Es ist momentan schwer, in meinem Plan zu bleiben. Das ist es, was mich herausfordert und mir einiges abverlangt.
Ja, LCHF bedeutet für mich streckenweise immer noch Verzicht. Die meiste Zeit nicht. Aber ab und zu eben doch.
Und ich arbeite immer noch daran, die Gefahren zu erkennen und zu analysieren, warum ich auf einmal Gelüste entwickle und dieses nervtötende Gefühl, ungerechterweise auf alles verzichten zu müssen (mimimiiiii) sich breit macht.

Oft ist es der Grund echt einfach zu finden: Zyklusnerverei.
Rund um den Eisprung bin ich nicht nur krampfig unterwegs, sondern habe auch Heißhunger. Auf ungefähr ALLES.
Da ist es nicht immer leicht, den Verlockungen, die hier im Hause rum liegen, zu widerstehen. Nutella, Schokozeugs, Eis und sowas. Das ist hier eigentlich immer vorhanden, da Herr Yu ja nur Teilzeit-LCHF isst.
Wenn mich das dann so anmacht, dass es gefährlich wird, verputzt Herr Yu das Zeug ganz schnell, oder nimmt es mit ins Büro oder so. Hauptsache raus aus meinem Sichtfeld.

Manchmal sind die Gründe aber diffuser und schwieriger zu fassen.
Ich bin und bleibe emotionaler Esser.
Und es gibt viele Emotionen. Also gibt es für mich auch viele Gründe, zu essen.
Frust zum Beispiel. Bin ich wegen irgendetwas frustriert und sei es nur unterschwellig, dann schlägt sich das direkt in meinem Essverhalten nieder.
Als wollte ich das Frustgefühl in mir durch leckeres Essen wieder ausgleichen, anstatt schlauerweise den Ursprung des Frusts aktiv zu bekämpfen.

Und dann wäre da noch das Situationsessen.
Kennt ihr das auch? Essen, weil die Situation gerade passt?
– Es ist gerade so gemütlich vorm Fernseher, da muss man doch was knabbern.
– Klein Yu ist endlich eingeschlafen und jetzt hab ich endlich mal Zeit, mich zu verwöhnen.
– Wir spielen ein Gesellschaftsspiel, da muss doch was zum Naschen dabei sein.
– Es ist Sommer, da möchte ich ein Eis essen.
– Es ist Winter, da möchte ich einen heißen Kakao trinken und Kekse reintunken.
– Es ist Geburtstag, da gehört doch ein Kuchen dazu.
– Es ist Urlaub, da muss man das nicht so genau nehmen.
– …

Und dann die Langeweile.
„Langeweile im Mund“, nannte das eine Freundin von mir mal.
Fand ich sehr passend.
Im StudiVZ gab es früher auch mal die Gruppe „Mir ist langweilig. Was könnte ich denn mal essen?“ Ich bin also nicht alleine mit diesem Langeweilerumgefresse.
Aber besser macht es das auch nicht.

Nun ja. Jedenfalls habe ich momentan mit einer netten Mischung aus all diesen Gründen zu kämpfen und deswegen ist es gerade wieder einmal etwas schwieriger als sonst.
Aber Aufgeben ist keine Option. Wissta, ne?

Und wisst ihr was mir gestern abend im Bett durch den Kopf geschossen ist?
Ziemlich genau vor einem Jahr, habe ich das LCHF-Handtuch schon einmal geschmissen. Bzw. hab ich es damals für einige Zeit ganz hinten in den Schrank gelegt.
Ihr erinnert euch, dass ein Becher Eis mich letztes Jahr im Sommer ins Straucheln brachte? Und dass ich drei Monate wüst rumgefressen habe?
Ja. Das war ziemlich genau vor einem Jahr.
Und jetzt habe ich mich gefragt, ob ich nicht gerade mal wieder unbewusst dabei bin, mich selbst zu sabotieren?!
Das kann doch kein Zufall sein, dass ich genau jetzt wieder so essdoof werde, oder?!

Jedenfalls habe ich dann beschlossen: keine Chance. DAS passiert mir jetzt nicht wieder. NEIN! NEIN! NEIN!

So. Jetzt seid ihr wieder im Bilde, was hier so los ist.
Mal sehen, wie ich das jetzt alles in den Griff bekomme. *seufz*

 

Außer der Reihe…

… heute mal ein Wiegeergebnis!

Weil ich euch das einfach mitteilen MUSS!

JAAAA MUSS!

 

86,5 Kilo verkündete Trulla-Superstar heute morgen!

Damit habe ich die 40-Kilo-Marke geknackt!

JAAAAAAAAAAAAAAAAAAHUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUU!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

Und auch wenn heute nicht „offizieller Blogwiegetag“ ist…. DAS muss ich aktualisieren! ❤

Es ist mal wieder an der Zeit…

… für ein bisschen Foto-Action, habe ich mir gedacht.

Bisher habe ich ja immer meine Fotos – megaprofessionell ganz nebenbei bemerkt 😉 – anonymisiert, wenn ich sie euch präsentiert habe.
Da ihr ja nun mein Gesicht kennt, kann ich euch nun viiiiel besser zeigen, was sich in den letzten Jahren so bei mir verändert hat.

Also, macht euch bereit.

Fangen wir mal mit dem Gesicht an.
Gesicht

 

Das linke Foto ist irgendwo bei +/- 125 kg entstanden.
Ich fand das damals total schön, das Foto, das weiß ich noch.
Wenn ich es heute ansehe, finde ich es nicht hässlich, aber ich bin erstaunt, wie speckig mein Gesicht war. Das habe ich nie so wahrgenommen.

Und nun mal Ganzkörperfotos…
vgl ganzkörper

 

 

 

 

 

 

 

Links bin ich zarte 22 Jahre alt und über 120 kg schwer.
Rechts bin ich zarte 33 Jahre alt und wiege knapp um die 90 kg.
Das Bild ist im Mai entstanden. Seitdem haben sich 2 oder 3 kg schon wieder verabschiedet.
Das Kleid ist leider noch nicht oft zum Einsatz gekommen. WETTER, ey!

 

Und nun noch mal die Rückansichten damals und heute…
rücken

 

 

 

 

 

 

Joa, schon so ein kleiner Unterschied, oder?
(Außerdem seht ihr Klein Yu in ihrem neuen, heißgeliebten Lernturm, den ich für sie zusammengeszimmert habe. 🙂 )
Man sieht rechts noch die Speckfalten rechts und links, aber auch die werde ich noch eliminieren! Das sag ich euch. 😀

Also echt, ne. Ab und zu muss man sich wirklich bildlich vor Augen führen, was man schon geschafft hat, oder?