Mahlzeitenplan KW 10/2016

Heute mal so:

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So hängt der Plan für die Woche immer in unserer Küche.

Bin immer noch ziemlich angeschlagen und habe keine Energie für eine Sitzung am Laptop, deswegen ein schnelles Foto. 😉

Herr Yu geht jetzt die Lebensmittel jagen. Yay.

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Schnelles Update

Huhu ihr!

Ruhig gewesen hier, was?
Aber keine Angst, uns gehts gut.

Abnehmmäßig war es eine maue Woche.
Ein Plus von 1,7 kg (106,1 kg).
Und obwohl ich weiß, dass es sich bei so nem Sprung eigentlich nur um Wasser handeln kann, hat mich das Ergebnis komplett angenervt.
Und zugegebenermaßen hab ich total erwachsen und überlegt darauf reagiert und gekauftes Erdbeereis gegessen. Eine Riesenportion. Das macht es natürlich besser.
Kopf -> Tisch

Nun ja,  dann geht’s halt jetzt wieder los.
Es fällt mir nur gerade extrem schwer.
Ich wünsche mir die Euphorie zurück. *seufz*

– – – –

Ansonsten gibt’s noch andere Neuigkeiten: die Yus ziehen um.
Seitdem Baby Yu da ist, ist unsere Wohnung etwas viel zu klein. Deswegen ziehen wir in ein Häuschen mit Garten. 🙂
Das werden wir ab nächster Woche renovieren.
Das möchte ich auch gleich zum Anlass nehmen Euch schon mal vorzuwarnen, dass ich in nächster Zeit wenig bis gar nicht zum bloggen kommen werde.
Wir leben jetzt schon zwischen gepackten Kisten und leeren Regalen.
Anstreichen, Möbel aufbauen, die alte Wohnung leeren und säubern und -natürlich mit höchster Priorität- das wundertolle Baby bespaßen und versorgen – da bleibt wenig Zeit für Internetigkeiten.

– – – –
Hoffentlich bringt der Stress mich nicht komplett aus meinem Ernährungsplan.
*seufz*

– – – –

Also erst mal: bis bald ihr Granaten! 🙂

Noch ne Logik….

Ich habe ja schon angedroht, dass ich weiterhin überlege, in welchen Situationen ich noch an Fettlogiken glaube.
Und wie das so ist, wenn man angestrengt überlegt, fällt einem nix ein.
Und dann ist man auf einmal in einer bestimmten Situation, verhält sich vollkommen Banane und es fällt einem wie Schuppen von den Augen.

Ich habe eine total tolle Logik. Ich weiß nicht, ob man dazu wirklich Fettlogik sagen kann, vielleicht ist es eher eine Diätlogik.

„Heute ist ja Wiegetag, da kannste ein bisschen mehr essen!“

Klingt bekloppt? Ist es auch. „Gelernt“ habe ich das bei WW.
In den Gruppentreffen waren so viele Menschen, die bis zum Wiegen am Abend nichts gegessen und getrunken haben, weil sie meinten, dass sie dann abends auf der Waage leichter sind.
Und dann ging noch während des Treffens das Gefresse los.
Entweder kaufte man sich irgendwelche WW-Riegel, oder kaute auf mitgebrachten Äpfeln rum oder packte (ohne Scheiß) Tupperdosen mit diversen Gemüseschnitzen aus und aß diese dann.

Und nicht selten war dann zu hören: „Hehe, heute ist ja Wiegetag gewesen. Gleich erst mal zu McD. Hab ja eine Woche Zeit, das wieder auszubügeln.“

Und das traurige: ich hab auch oft genug gedacht, „Ach heute haust Du mal richtig rein. War ja Wiegetag.“
Und das allertraurigste: ich habe festgestellt, dass ich das anscheinend immer noch in mir verankert habe.
Als ich letzte Woche mein Gewicht gepostet habe, dachte ich danach beim Essenplanen „Och, heute war ja Wiegetag, da kannste ruhig ne größere Portion essen.“
Dann fiel ich mir, glücklicherweise, gedanklich selbst ins Wort: „Samma, spinnst Du eigentlich? Es wird genau so vernünftig gegessen, wie sonst auch. Es geht hier nicht um Wiegetage, sondern um langfristige Ziele, Du Birne!“

Hammer, mit welchen Mitteln man sich selbst bescheißt.

Stoffwechselneid

Robin hat mich in den Kommentaren zu meiner Buchempfehlung gefragt, ob ich aus der Lektüre des Buches „Fettlogik überwinden“ etwas für meinen Abnehmweg ändere oder etwas neues für mich dort heraus ziehen konnte.

Tatsächlich bin ich nach dem Lesen des Buches mal in mich gegangen und habe überlegt, was ich selbst an „Fettlogik“ mit mir herum schleppe.

Und was mir gleich als erstes einfiel: der Stoffwechselneid.
Immer und immer wieder habe ich gejammert: „Buwäääh, der Herr Yu kann essen, was er will. Der passt gar nicht auf und isst, worauf er Lust hat. Und iiiihiiiich? Immer muss ich aufpassen. Das ist so unfair!“

Daraufhin habe ich mich mal mit dem Thema beschäftigt.
Ist Herr Yu wirklich ein Stoffwechselmonster, das verbrennt, was auch immer es oben hinein wirft?
Welchen Kalorienbedarf hat Herr Yu überhaupt? Und wieviel davon verbraucht er tatsächlich?

Also habe ich uns mal verglichen:

Vergleich

Zur Erläuterung des Punktes „Tägliche Bewegung“:
Ich bin mal von meinem normalen Job-Alltag ausgegangen und nicht von der jetzigen Elternzeit.
Ich habe einen Bürojob und sitze dort eigentlich nur. Lediglich zur Toilette, zur Kaffeemaschine oder in ein anderes Büro, um etwas mit Kollegen zu klären, muss ich mal laufen. Also wirklich nichts nennenswertes. Deswegen habe ich bei mir einen „niedrigen Bewegungsgrad“ gewählt.

Herr Yu hat auch einen Bürojob, allerdings muss er viel zu verschiedenen Kollegen laufen, Rechner schleppen, Treppen steigen. Die Firma, für die er arbeitet, verfügt über mehrere Produktionshallen, die weiter auseinander liegen. Dahin läuft er, oder fährt mit dem Rad. Er arbeitet sich aber körperlich nicht kaputt. Deswegen habe ich hier einen „mittleren Bewegunsgrad“ gewählt.

Wir sehen also, ich habe einen Gesamtumsatz von etwa 2.100 Kalorien, Herr Yu einen von knapp 2.700.
Jetzt könnte man denken „Hmm, sind ja eigentlich noch relativ dicht beieinander die beiden.“
Dann schauen wir mal, wie es aussieht, wenn Herr Yu und ich an einem Tag exakt dasselbe essen würden.

Das könnte so aussehen:

Frühstück:

– Ein Käsebrot
– Eine Tasse Kaffee mit 2 TL Zucker (so trinkt Herr Yu den Kaffee)
= 295 kcal

Mittagessen:

– Cevapcici mit Djuvec-Reis in der Kantine
– 2 Tassen Kaffee mit je 2 TL Zucker
= 729 kcal

Abendessen:

– LCHF-Rezept: Spinat-Käse-Taler
= 1.060 kcal

 

Das macht insgesamt 2.084 Kalorien für den Tag.

Ich wäre also schon an meinem Tagesbedarf, Herr Yu hätte noch 600 Kalorien zu verballern.

Wie oft habe ich mich schon geärgert, dass der Gute sich abends noch seine Lieblingssüßigkeit (m&m’s) reinzieht und einfach nicht dicker wird?
Schauen wir doch mal. Herr Yu fegt sich also nach dem Abendessen dann und wann schon mal eine halbe Tüte Erdnussklicker rein. Diese Portion hat einen Kalorienwert von ungefähr 487 Kalorien.

Damit ist Herr Yu dann bei 2.571 Kalorien für den Tag.
Er ist also noch entspannt in seinem Tagespensum, während ich schon 500 Kalorien drüber läge.

Wie oft habe ich schon gesagt: „Mensch, ich esse doch gar nicht mehr als Du! Wieso nehme ich dann zu und Du nicht?! Das ist unfair!“
Jetzt weiß ich, hier ist gar nix unfair. Das ist schlichte Mathematik. Herr Yu isst in seinem Bedarf und ich liege drüber.
Kein Stoffwechselmythos, keine Verbrennungsanlage in Herrn Yu, die da ihr Unwesen treibt.
Er hat einfach einen höheren Bedarf als ich.

 

Und dazu kommt noch was: Herr Yu ist auch mal ganz abgesehen vom Beruf um einiges aktiver als ich.
Er spielt einmal die Woche Fußball. Er ist es, der immer den Müll runterbringt und den Wasserkasten hochschleppt.(Das sind Kleinigkeiten, die sich läppern!)
Er fährt wenn möglich jede Strecke mit dem Rad. Er ist auch an sich ein „unruhigerer“ Geselle als ich.
Er ist irgendwie immer in Bewegung, während ich bewegungsmuffliger bin.
Und das kommt auf seinen Kalorienbedarf noch drauf! Ich habe da oben ja nur den „ganz normalen“ Bedarf, ohne Sport usw. berechnet.

 

Von dieser Fettlogik muss ich mich also schon mal dringend verabschieden.

Ich werde mal weiter überlegen und gucken, ob da nicht noch mehr Fettdenken in mir schlummert.
Falls ich noch mehr finde, werdet ihr es hier lesen können.

 

Robin, ich hoffe, ich bin hiermit schon mal einigermaßen auf Deine Frage eingegangen.

Und was ist mit Frühstück?

Nun habe ich also schon „normale“ sowie vegetarische Wochenpläne gepostet.
Aber jetzt kommt das Thema, das viele umtreibt, wenn es um LCHF geht.
Was ist mit Frühstück?!

Wir sind so an unsere Stullen, Brötchen, Müslis, Cornflakes gewöhnt, dass uns kaum ein Frühstück ohne irgendeine Form von Kohlenhydraten einfallen will.
Ich nehme mich da gar nicht aus. Bevor ich 2013 mit LCHF gestartet bin, war das der Punkt der mich am meisten beschäftigt hat: „Was zum Henker soll ich denn dann morgens essen?“
Vor allem kam ich ja aus der WW-Welt. Da hatte ich gelernt, dass Vollkornbrote super sind. Und Haferflocken. Und Unmengen an Obst.
Ich gebe auch zu, dass ich mein Vollkornbrot mit Marmelade morgens liebte und die Vorstellung, mich davon verabschieden zu müssen, war mir gar nicht geheuer.

Trotzdem entschied ich mich für LCHF und bald entdeckte ich, dass frühstücken ohne KH sehr schmackhaft und vor allem möglich ist!

Eierspeisen

Fangen wir mal mit den Frühstücks-Superstars an: Eiern.
Eier sind so wandelbar. Schon allein die verschiedenen Zubereitungsarten. Man kann sie braten, kochen, pochieren, rühren, im Ofen backen.
Deswegen lieb ich Eier so – kein Wunder, dass sie bei mir regelmäßig auf dem Frühstückstisch landen.
Und zwar so:

  • Weichgekochte Eier mit Mayo (Ja Leute, Mayo! Bei allen anderen Ernährungsformen der Super-GAU, bei LCHF Standardzutat*) oder in Senfsauce
  • Spiegeleier, z. B. mit Bacon** oder einfach mit Käse drüber gestreut oder gerne auch „pur“
  • Omelett – auch so was von wandelbar, man kann es belegen, füllen und einrollen. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.
  • Rührei – auch hier so viele Variationen. Gemüse durch, Frühlingszwiebeln reinschnippeln, Baconwürfel durch oder Baconstreifen dazu. Auch Räucherlachs passt perfekt zu Eiern.
  • Frühstücksmuffins – über die kleinen Wonneproppen habe ich hier schon mal berichtet
  • Am Wochenende gibt’s auch mal so eine ArtEnglish Breakfast. Also Spiegeleier mit kleinen Würstchen**, Bacon, geschmorter Tomate und geschmorten Pilzen. Der Toast, Kartoffelprodukte, sowie die gebackenen Bohnen werden natürlich weg gelassen.

 

Käse und Co.

Gut, nun möchte man vielleicht nicht jeden Tag Eier essen. Ich will das auch nicht. Abwechslung muss sein.
Also frühstücke ich auch oft recht unspektakuläres Zeugs. Käsewürfel mit Gemüsesticks zum Beispiel. Die Gemüsesticks tunke ich dann gerne in Mayo. (Ja, ich steh echt auf Mayo…)
Oder ich mache mir Salatröllchen. Dazu nimmt man einfach ein schönes, großes Salatblatt und legt z. B. eine Scheibe Käse darauf. Diese bestreicht man z. B. mit Mayo (schon wieder :D) oder sahnigem Frischkäse oder (Kräuter-) Butter oder Crème Fraîche und rollt das ganze dann zu handlichen Zigarren ein.
Viele Leute mögen auch ne Scheibe Salami dazu – aber Salami mag ich überhaupt nicht. Aber Schinken geht natürlich auch.
Man kann auch Salatröllchen mit Frischkäse und Räucherlachs machen.
In so ein Salatblatt lässt sich wirklich alles mögliche wickeln. 😀

 

„Süßes“ Frühstück

Wenn es mich mal packt und ich eher auf „süßliches“ Frühstück Lust habe, dann gibt es auch hierfür Lösungen.
Sahnequark (!) mit Himbeeren zum Beispiel, oder wahlweise statt Quark richtig lecker fettigen 10%igen Joghurt.

Man kann auch Chiasamen über Nacht in Kokosmilch oder Sahne einweichen lassen.
Das ergibtt einen dicklichen Brei, der mir persönlich etwas zu schleimig ist. Ich mag das Mundgefühl nicht. Aber anderen Leuten schmeckt dies hervorragend. Früchte dazu oder ein paar gehobelte Mandeln oder Kokosflocken und schon hat man eine Art Frühstücksbrei.

Auch Waffeln gehen morgens, wenn man sie aus Eiern und Mandelmus herstellt. So wie in diesem Rezept beschrieben. Natürlich darf man diese nicht mit den handelsüblichen Waffeln aus Mehl vergleichen.
Sie schmecken anders, aber gut! Ein paar frische Beeren und einen Klacks Sahne dazu und schon hat man ein leckeres Frühstück.

Pfannkuchen stehen auch ab und an auf meinem morgendlichen Speiseplan. Das habe ich hier schon mal beschrieben: Mjammo!

Bei all diesen Rezepten bzw. Ideen ist es jedem selbst überlassen, ob er Süßungsmittel verwendet oder nicht.
Ich versuche sie zu vermeiden. Ich bekomme von den meisten fiese Blähungen (sorry!) und auch Heißhunger.
Aber dann und wann esse ich sie doch. Ich will ja hier nicht lügen und behaupten, dass mir das Süße überhaupt nicht fehlt! Aber da ich weiß, dass mir Süßungsmittel nicht wirklich gut tun, greife ich nur im alleräußersten Notfall darauf zurück.
Man muss sich auf jeden Fall darüber im Klaren sein, dass Süßungsmittel nicht LCHF sind.

 

LowCarb Brot

Auch hier scheiden sich die Geister, ob LC-Brot noch LCHF ist, oder nicht.
Im ursprünglichsten Sinne von LCHF auf keinen Fall. Schließlich geht es bei LCHF vor allem darum, natürliche, möglichst unverarbeitete Lebensmittel zu sich zu nehmen. Da fallen die Industrie-Eiweißbrote also eigentlich schon mal raus.
Es gibt aber im Internet auch Unmengen an Rezepten für Brot“nachbauten“, die sehr kohlenhydratarm sind.
Ich habe auch schon ein paar ausprobiert, weil ich anfangs „mein geliebtes Brot“ doch vermisst habe.
Mittlerweile habe ich da gar nicht mehr so das Verlangen nach.
Und außerdem wird man mit Mandelmehlen und Co. sowieso nie nah genug an das original „Broterlebnis“ heran kommen. Also, finde ich, kann man es auch gleich lassen.
Wer jetzt enttäuscht ist und sich ein Brotrezept gewünscht hat, dem empfehle ich dieses hier: Petras Brot
Das ist von allen „Nachbauten“, an die ich mich mal gewagt habe, wirklich das Beste.
Es schmeckt gut und ist eine prima Unterlage für Butter, Käse und Wurst. 🙂

Ich habe für mich allerdings festgestellt, dass ich mit Brotnachbauten nicht abnehme. Also wer LCHF auch zur Gewichtsreduktion betreiben möchte, sollte da ein Auge drauf haben.

 

Resteverwertung

Wenn man lange genug LCHF macht, stellt man fest, dass man auch gut die Reste vom Vortag frühstücken kann.
Ich esse zum Beispiel gerne morgens kalten Braten, der vom Vortag übrig geblieben ist.
Oder auch schon mal was warmes, wie Reste eines Currys oder Auflaufs. Oder ich mache mir morgens schon einen Salat mit Oliven und Schafskäse oder so.
Da bin ich ganz unempfindlich.

 

Ihr seht also, abwechslungsreiches Frühstück ist auch mit LCHF möglich.
Man muss sich nur von alten Gewohnheiten verabschieden und vielleicht auch ab und an mal erfinderisch werden.
Vieles lässt sich auch gut vorbereiten und mit zur Arbeit nehmen.
Und wenn da jemand blöd guckt: extra zufrieden in das mit Kräuterbutter bestrichene Stück Braten vom Vortag beißen. *diabolisch grins*

 

Und? Habt Ihr auch noch LCHF-Frühstücksideen? Dann schreibt sie doch in die Kommentare.
Ich freue mich darüber! 🙂

 

*Zur Mayo: am besten ist es natürlich, wenn man selbstgemachte, frische Mayo verwendet. Es gibt supereinfache, gelingsichere Rezepte, die kaum Zeit in Anspruch nehmen.

 

** Zu Bacon und Wurst: hier beim Einkauf unbedingt auf die Zusatzstoffe achten. Oft sind da echt fiese Sachen drin versteckt. Toll ist es, wenn man einen Metzger seines Vertrauens hat, bei dem man weiß, was in der Wurst landet.