Eine Ära geht zu Ende

Es heißt Abschied nehmen!
Von jemandem, der uns allen ans Herz gewachsen sein dürfte.
OK, mich verband mit der Scheidenden eine Art Hassliebe, die sich wöchentlich von himmelhochjauchzend zu zu Tode betrübt wandeln konnte..

Ihr ahnt es, oder?

Trulla sagt „Adios Muchachos“. Die gute alte Dame wurde in letzter Zeit etwas altersschwach.
Sie vergaß Zahlen. Irrte sich ständig. Erzählte mir innerhalb von 5 Minuten 1.000 verschiedene Dinge und widersprach sich ständig selbst.
Das war ziemlich anstrengend. Für Trulla und für mich.
Immerhin hat sie mich 8 Jahre begleitet, war immer zuverlässig und ehrlich.

Nun, Trulla wurde, nach einer angemessenen Trauerphase, begleitet von romantisierten Flashbacks an tolle Wiegetage, durch ein jüngeres, neueres Modell ersetzt.
Da der Name Trulla ja bereits besetzt war und – leider – ja auch ein wenig despektierlich klingt, musste ein neuer Name her.
Und so fragte ich im LCHF Forum nach Namensvorschlägen.. und ich war baff.
Die NEUE ist ein NEUER, wie sich herausstellte.

Und er hört ab sofort auf den Namen:
Achtung

Es kommt gleich

Trommelwirbel

KACHEL-KARL

Tusch

Kachel-Karl behauptet übrigens direkt, dass ich 200 g mehr wiege, als Trulla sagte.
Nun gut. Das wollen wir ihm mal gönnen.
Er ist neu in dem Job und somit noch hochmotiviert und engagiert.
Lassen wir ihm die Euphorie.

Ich habe für mich den Entschluss gefasst, dass auf Kachel-Karl nur Abnahmen zu sehen sein sollen.
Klingt das nach was? Ich finde schon. 😀

Also Attacke.

Kachel-Karl und Frau Yu – die brandneue Serie.

😀

Rundumschlag

Also, jetzt nehme ich mir mal endlich die Zeit und schreibe euch auf, was mich so bewegt hat die letzten Wochen!

Fangen wir bei dem Thema an, um das es hier eigentlich geht: Abnehmen und Gewicht und so.

Also Überraschung: ich habe nicht weiter abgenommen. Mein Gewicht pendelte munter zwischen 83 und 84 Kilo hin und her.
Heute über nacht meinte mein Körper dann zur weihnachtlichen Vorfreude beitragen zu müssen und schenkte mir 3,5 kg. DREIKOMMAFÜNF.
Eyyyy. 87,3 heute morgen. Was für ein Rotz!
Ja, nur Wasser, nichts echtes, aber es hat mich richtig angepisst.
Und auch ein bisschen die Laune auf das bevorstehende Weihnachtsessen und so verhagelt. Da plant und macht man alles so LCHFig wie möglich, verkneift sich die ganzen Süßigkeiten, die zurzeit aus jeder Ritze quellen und von allen Seiten als Geschenke eintrudeln und dann macht der Körper sowas.
Näääää.
Kann ich schlecht ab gerade.
Aber gut. Weihnachten ist durchgeplant und ich werde jetzt bestimmt nicht nichts essen, nur weil meine Waage ein Arschkopf ist. (Sorry Trulla, aber biste echt!)

Aber damit steht schon mal ein Vorsatz für das neue Jahr felsenfest: 75 kg.
Das ist mein erklärtes Ziel für das nächste Jahr.
Die ganze Zeit, so bei 83/84 Kilo dachte ich, coooooooooooooooooool nur noch 8 Kilo!
Ja und jetzt, Stand heute sind es auf einmal wieder 12.
Echt, da kann man doch nur bekloppt werden

Einatmen, ausatmen. Ich bin ein 87 Kilo schweres Gänseblümchen voller Wasser und Eisprung. 😀

Kommen wir nun zu einem anderen Thema: Klein Yu

In dieser Woche haben wir ihren ZWEITEN Geburtstag gefeiert.
Leute ist das zu fassen? Zwei Jahre ist sie schon alt.
Ich habe an ihrem Geburtstag immer da gesessen und gedacht „Heute, vor zwei Jahren um diese Zeit, hat mir die blöde Hebamme erzählt, ich hätte noch keine Wehen, während ich vor Schmerzen schon ganz malle in der Birne wurde.“
Hab ich euch das eigentlich mal erzählt? Dass mir einen ganzen Tag lang erzählt wurde, ich hätte keine Wehen und ich heulend zu Herrn Yu sagte „Wenn das noch keine Wehen sind, was soll denn dann noch kommen?“
Es stellte sich natürlich raus, dass das SEHR WOHL Wehen waren und ich habe so fast alle bis zu den Presswehen völlig alleine auf dem Zimmer veratmet, bis es hieß „NANU?! Der Muttermund ist ja schon komplett geöffnet…. Öööörrrrrmmmm, ich bereite mal den Kreißsaal vor.“
Aber ich schweife ab. 😀
Klein Yu ist also zwei geworden. Es war ein sehr schöner Tag und wir hatten viel Spaß.
Sie auch. Ach, wenn ihr wüsstet, wie cool meine kleine Tochter ist. 😀
Am liebsten würde ich euch ständig Videos zeigen. 😀 Aber die Privatsphäre meiner Kleinen geht natürlich vor. 🙂

Elternzeit
Au ja. Da war doch was. Leute, mit dem zweiten Geburtstag meiner Tochter war die Elternzeit vorbei. Einfach so.
Ich gehe wieder arbeiten.
Echt mal, da muss ich mich aber erst mal so richtig dran gewöhnen. 😀
Auch wenn ich mich da schon drauf gefreut habe. Mal wieder den Kopf mit anderen Dingen beschäftigen, als Windeln, Spielzeug und Vorlesebüchern.
Ich liebe es die Zeit mit der Kleinen zu verbringen, aber ich bin jetzt auch froh, wieder etwas Erwachsenenkram zu machen. 😀
Ich glaube, das geht vielen so, oder?

So…. jetzt wisst ihr erst mal wieder, was so los ist.

Ach ja. Meinen Gewichtsticker werde ich mal nicht anpassen. AUS PROTEST.
SO! 😀

Ich wünsche euch wunderbare Weihnachtstage.
Genießt die Zeit.
Falls ihr Weihnachten gar nicht feiert, genießt die Zeit trotzdem. 🙂

Ich drücke Euch! ❤

Ein unmöglicher Härtefall

Langzeit-Leserleins wissen, ich habe ein Einkaufsproblem. Ich hasse Bummeln. Es geht mir auf die Nerven und spätestens nach dem 2. Geschäft will ich weg. Nach Hause. Oder meinetwegen in den Wald, Blätter zählen.

Aber ab und zu lässt es sich leider nicht vermeiden und ich muss mich dich in den Einkaufsrubel stürzen.

Zum Beispiel passt mir meine Winterjacke nicht mehr. Viel zu groß. Ich sehe darin aus wie ein schlabbriger Schlumpf. (Die ist blau… :D)

Und damit ich, wenn der Winter richtig da ist, nicht frierend umher irre, hab ich in der Stadt mal geschaut, ob ich auf die Schnelle eine Jacke finde. Mit Klein Yu im Buggy. Das macht das Einkaufen nicht gerade entspannter, da die Kleine entweder permanent durch die Gegend geschoben werden will oder aussteigen und alles begrabbeln möchte was sie sieht. 😀 

Somit muss das Anprobieren von Kleidung dann schon wohl überlegt sein. Soll sich ja lohnen. 😉

Aber so weit kam es gar nicht… Ich habe keine Jacke gesehen, die mir gefiel. Eine, die ich okay fand, aber die hat dann gleich auch 200 Ocken gekostet. Öhm. Nee. Zu viel für „okay“.

Mein Problem (bzw. meine Liste an Problemen) mit Winterjacken ist:

  • Ich hasse Steppjacken. Ich finde die sehen bescheuert aus.
  • Ich hasse das Gefühl von Wolle auf der Haut. Das juckt! (Alle so: „Woooow Kaschmir!“ und ich:“Nehmt es ab von uns, garstige Elben haben es zusammengewebt!“)
  • Ich hasse Fleece. Kindheitstrauma.
  • Baumwolle ist mein Freund.

Findet da mal ne Jacke…

Vielleicht Wickel ich mich einfach in meine Bettdecke, wenn ich das Haus verlasse.

Damit würde ich auf jeden Fall aus der Masse herausstechen.

Das Gewicht und dies und das

So, wie versprochen nun mal wieder ein Bericht von mir.
Wo fange ich an…?

Nach dem Whole 30-Bloggen bin ich in ein Offline-Loch gekrochen.
Das tägliche Bloggen der W30-Tage hat echt Spaß gemacht, war aber auch doch ziemlich zeitaufwendig.
Ich habe es danach erst einmal genossen, nicht am Laptop zu sitzen und nicht online zu sein.

Essensmäßig ist es ganz gut weiter gegangen.
Die ersten Tage nach dem W30 habe ich weiterhin versucht, nichts abzuwiegen.
Aber irgendwie war der „Druck“ raus. Während der 30 Tage hatte ich immer im Hinterkopf, mich genau an die „Tellervorgabe“ zu halten.
Nachdem das Experiment Whole 30 durch war, wurden meine Portionen schleichend größer und die Snacks wieder mehr.
Also habe ich wieder angefangen, abzuwiegen und aufzuschreiben. Ich habe nun einfach wieder einmal festgestellt, dass das „Frei Schnauze Essen“ bei mir nur fürs Halten des Gewichts funktioniert.
Will ich weiter abnehmen, brauche ich strengere Kontrolle. Ich verschätze mich immer noch zu schnell bei Mengen und vergesse Dinge, die ich gegessen habe auch mal, wenn ich sie nicht notiere.
Also ist fddb nun wieder mein Freund. 😉

WARNUNG:
Zart besaitete Männer, die Frauenkrams nicht gerne lesen, jetzt bitte wegglesen… 😉

Ich hatte einen außergewöhnlichen Zyklus. Damit meine ich vor allem außergewöhnlich lang. Erinnert ihr euch, dass ich erzählte, das meine Regel kommen müsste, als ich den W30 beendete?
Gut. Sie kam aber nicht. Ne ganze Weile nicht. Erst gestern entschied sich mein Körper dann doch mal pro Menstruation.
Was hat das Ganze mit meinem Gewichtsgehampel zu tun? Ich hatte per!ma!nent! Fresslust. PMS-mäßige, heißhungrige Fresslust.
Leute, war das nervig. Und ich habe dann auch echt über die Stränge geschlagen, so mengenmäßig. Aber nie so viel, dass ich wirklich zunahm.
Trotzdem stand mein Gewicht auf einmal wieder wie festgetackert auf der 85.
Ihr könnt euch vorstellen, dass mich das so ein klitzekleines bisschen genervt hat.
Aber ich wusste: keine echte Zunahme, nur Wasser. Atmen. Sonnenschein und Gänseblümchen.
Und ich wurde bestätigt. Als meine Regel endlich kam, verschwand direkt das Wasser, sodass ich heute wieder eine 83,7 vermelden kann.
Geht doch! 😀

WARNUNG ENDE! 😀

Die ganze letzte Woche war Herr Yu dann noch auf Dienstreise, sodass ich mit Klein Yu allein war. So hatte ich leider keine Zeit zum Bloggen und hab mich deswegen so lange nicht gemeldet.
Doof. Aber so einen vom Handy hingerotzten Beitrag wollte ich auch nicht hier lassen.

Heute haben wir einen schönen Familienausflug ans Meer gemacht.
Klein Yus erster Strandaufenthalt. Sie hatte mega viel Spaß an dem pfeifenden Wind, den Regentropfen, dem Meer, das sich so lustig hin und her bewegt und daran sich in den Sand zu legen und Muscheln zu untersuchen. ❤
Leider wurde unser Ausflug recht schnell durch einen enormen Regenguss beendet.
Herr Yu und ich waren klitschnass. Klein Yu hatte so einen wasserdichten Regenazug an. Sie war die einzige, die trockenen Fußes wieder am Auto ankam. 😀

Meine Hose war triefend nass. So richtig. Und ich hab gefroren wie blöd.
Also habe ich kurzen Prozess gemacht und die Hose ausgezogen für die Heimfahrt.
Müsst ihr mal machen, so ohne Hose ans Steuer. Ein sehr befreites Gefühl. 😀
Man hofft nur die ganze Zeit, dass man nicht in einer Verkehrskontrolle kommt oder in einen Auffahrunfall verwickelt wird.
Bisschen Adrenalin für zwischendurch. 😀
Jedenfalls sah ich mega klasse aus:  Kapuzenpulli, nackte Beine und dann Winterstiefel.
Ja, es gibt sogar ein Foto davon. Nein, ich werde es nicht zeigen. 😀
Ich zeige euch lieber ein angezogenes Foto.

img-20161002-wa0018Stylishes Outfit, was?
Die Hose ist viel zu groß, war aber die einzige, die ich IN die Stiefel stecken konnte.
Dafür könnt ihr mit mir den Pulli feiern. Der gehört nämlich eigentlich Herrn Yu. 😀
Wuhuuu, ich glaube es ja immer noch nicht, dass ich in seine Pullis passe, ey!

Ja und wenn ihr euch jetzt die Hose wegdenkt, dann wisst ihr, wie ich nach Hause gefahren bin.
Die ganze Fahrt über hoffte ich, dass keine Nachbarn vor der Tür stehen und mich sehen. Herr Yu entwickelte schon Pläne, mit Handtüchern und Decken, stellte dann aber fest, dass es wahrscheinlich auffälliger ist, wenn er mich in meine rosa Plüschdecke wickelt, als wenn ich schnell unbemerkt ins Haus husche. 😀

Glücklicherweise regnete es gerade total, als wir zu Haus angekommen sind – da war nicht eine Menschenseele in der Siedlung unterwegs.
Yay. 😀

So, nun wissta bescheid, wie die bekloppte Frau Yu sich die Zeit so vertreibt. 😀
Ich hoffe, ich komme nun wieder öfter zum Schreiben. 🙂

Wiegetag-und-MahlzeitenPlan-und-Rezept-und-Überhauptallesineinem-Artikel

Ey. Leute. Echt mal.
Ich bin nachdem Herrn Yus Urlaub zu Ende gegangen ist, total in einen „ACH DU SCHEISSE – WO BLEIBT DIE ZEIT BLOSS?!“-Modus geraten und bin zu gar nichts gekommen hier.

Was für ein Kack!

Deswegen bekommt ihr nun die volle Breitseite!

Das Gewicht.
86,9 sagte die Waage letzte Woche.
Faire Waage!
Aber heute sagte sie auf einmal 88,x (ich hab mir vor lauter Zorn über die 88 vorne, die Zahl hinterm Komma gar nicht erst gemerkt…)

Die Tellerspione
Den neuen Mahlzeitenplan findet ihr ganz genau hier!

Das Rezept
Leider ist uns die Verlinkung auf den heißgeliebten Big Mac Salat abhanden gekommen. Die liebe Sudda hat das Rezept nun auf LCHF.de aufgenommen.
Ihr findet es hier!

Sonst so?
Habe ich euch eigentlich schon erzählt, dass ich am Samstag beim Women’s Run in Köln mit dabei bin? So richtig mit angemeldet sein und mitlaufen (walken) und so?
Nein?! Ich Blödi!
Ich laufe mit. Hättet ihr das mal gedacht, dass Frau Yu sowas macht?
Ich nicht. 😀 😀 😀
Ist vielleicht auch jemand von euch am Start? Zufällig? 🙂

Die wundersame Vermehrung der Kleidungsmöglichkeiten im Schrank der Frau Yu und wie diese es einfach nicht fassen konnte.

Ich habe nichts anzuziehen.
Naja fast nichts. Und das ist kein Frauen-haben-nie-was-anzuziehen-obwohl-der-Schrank-voll-ist-Gelaber.
Ich habe 3 Hosen, 2 Pullover und etwa 4 Shirts, die derzeit passen. 2 Kleider.
(Schlüpper und Socken habe ich natürlich auch.)
Momentan liegt das daran, dass ich zu geizig bin, mir immer wieder passende Klamotten zu kaufen, je nach aktuellem Gewichtsstand.
Da trage ich lieber eine Größe länger und kleide mich erst wieder neu ein, wenn es wirklich gar nicht mehr anders geht.

Aber auch sonst habe ich immer einen ziemlich spärlich gefüllten Kleiderschrank.
Zum einen, weil ich einfach nicht besonders gerne einkaufen gehe und zum anderen, weil ich nicht unbedingt die Modisch-Interessierteste bin.

Doch gestern stellte ich fest, dass da noch viel mehr in dem Ungetüm von Schrank lauert, der im Schlafzimmer der Yus steht.
Eine ganze Schrankhälfte mehr!
Ihr ahnt es, oder?

Ich. passe. in. Herrn. Yus. Klamotten.
ICH. PASSE. IN. HERRN. YUS. KLAMOTTEN!

In die Oberteile (Herrengröße M übrigens) jedenfalls. Hosen habe ich nicht anprobiert.
Das würde auch nicht gut gehen. Mein Hintern würde die immer noch sprengen.
Aber: ich passe in seine verdammten Pullis und Shirts!

Echt mal jetzt, als Frau oder Meeeeeeeeeeeeeeeedchen hat man doch immer so romantische Vorstellungen.
Lady: „Oh mir ist ja so kalt.“
Gentleman: „Hier, zieh meinen Pulli über!“
Lady: *macht Herzchenaugen und kuschelt sich in das Kleidungsstück des edlen Ritters* (Hauptsache kein Kettenhemd)

Das ging bei uns nie. Ich hätte den Pulli vielleicht gerade über den Kopf bekommen, die Brüste frei schwingend an der Luft. Oder so ähnlich.
Peinlicherweise wäre es eher andersrum gegangen. Ich hätte Herrn Yu Klamotten leihen können.
Herr Yu: „Oh mir ist ja so kalt.“
Frau Yu: „Hier, zieh meinen Pulli über!“
Herr Yu: *macht Herzchenaugen und kuschelt sich in das Kleidungsstück der edlen Walküre*

Hm. Nö. Nicht sooo romantisch.

Ach und falls ihr Beweise braucht…. bittschön:
(Aber ignoriert bitte die wunderhübsche Bollerbuxxe, die ich da anhabe…)
pullover

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich flipp ma dezent aus, wa?! 😀

Wiegetag KW 30/2016 und Gedankenmatsche

Heute morgen hätte ich mir gewünscht, Trulla wäre weiterhin im Urlaub, so wie letzte Woche.
89,0  zeigte sie an. Ganz schön unverschämt.
Nun denken bestimmt einige: „Haha! Da hat sich die Yu aber schön was drauf gefressen in ihrer waagenfreien Woche!“
Hm. Nö. Gestern zeigte Trulla nämlich noch 87,5 an.
Ich hätte also gestern ca. 10.500 Kalorien über meinem Bedarf essen müssen, damit das eine echte Zunahme wäre.
Ich kann euch versichern: hab ich nicht. 😀

Jedoch, auch wenn ich weiß, dass das nur Wasser ist und sich bald wieder verflüchtigt, es nervt mich an gerade. Ja.
Nicht, dass der Tag für mich jetzt gelaufen wäre, aber ein bisschen zieht so ein Schwupp nach oben die Laune dann doch runter.

Das Schöne ist aber, seit der Lektüre von „Fettlogik überwinden“ habe ich bei solchen Ausreißern nun die (relative) Gelassenheit, zu Wissen, dass das nur Wasser sein kann.
Früher hab ich in solchen Momenten nämlich gerne den „JETZT IST AUCH ALLES SCHEISSEGAL! DU MACHST UND TUST UND NIMMST IMMER NUR ZU!!“-Film gefahren und mich all meinen Gelüsten hingegeben.
Das hat dann dafür gesorgt, dass die Wasserzunahme sich irgendwann in eine echte Zunahme gewandelt hat. Voll logisch, so zu handeln, ey.

Aber apropos Gelüste. Ich gebe offen zu, gerade fordert mich LCHF ganz schön heraus.
Also eigentlich nicht LCHF, sondern alles andere. Es ist momentan schwer, in meinem Plan zu bleiben. Das ist es, was mich herausfordert und mir einiges abverlangt.
Ja, LCHF bedeutet für mich streckenweise immer noch Verzicht. Die meiste Zeit nicht. Aber ab und zu eben doch.
Und ich arbeite immer noch daran, die Gefahren zu erkennen und zu analysieren, warum ich auf einmal Gelüste entwickle und dieses nervtötende Gefühl, ungerechterweise auf alles verzichten zu müssen (mimimiiiii) sich breit macht.

Oft ist es der Grund echt einfach zu finden: Zyklusnerverei.
Rund um den Eisprung bin ich nicht nur krampfig unterwegs, sondern habe auch Heißhunger. Auf ungefähr ALLES.
Da ist es nicht immer leicht, den Verlockungen, die hier im Hause rum liegen, zu widerstehen. Nutella, Schokozeugs, Eis und sowas. Das ist hier eigentlich immer vorhanden, da Herr Yu ja nur Teilzeit-LCHF isst.
Wenn mich das dann so anmacht, dass es gefährlich wird, verputzt Herr Yu das Zeug ganz schnell, oder nimmt es mit ins Büro oder so. Hauptsache raus aus meinem Sichtfeld.

Manchmal sind die Gründe aber diffuser und schwieriger zu fassen.
Ich bin und bleibe emotionaler Esser.
Und es gibt viele Emotionen. Also gibt es für mich auch viele Gründe, zu essen.
Frust zum Beispiel. Bin ich wegen irgendetwas frustriert und sei es nur unterschwellig, dann schlägt sich das direkt in meinem Essverhalten nieder.
Als wollte ich das Frustgefühl in mir durch leckeres Essen wieder ausgleichen, anstatt schlauerweise den Ursprung des Frusts aktiv zu bekämpfen.

Und dann wäre da noch das Situationsessen.
Kennt ihr das auch? Essen, weil die Situation gerade passt?
– Es ist gerade so gemütlich vorm Fernseher, da muss man doch was knabbern.
– Klein Yu ist endlich eingeschlafen und jetzt hab ich endlich mal Zeit, mich zu verwöhnen.
– Wir spielen ein Gesellschaftsspiel, da muss doch was zum Naschen dabei sein.
– Es ist Sommer, da möchte ich ein Eis essen.
– Es ist Winter, da möchte ich einen heißen Kakao trinken und Kekse reintunken.
– Es ist Geburtstag, da gehört doch ein Kuchen dazu.
– Es ist Urlaub, da muss man das nicht so genau nehmen.
– …

Und dann die Langeweile.
„Langeweile im Mund“, nannte das eine Freundin von mir mal.
Fand ich sehr passend.
Im StudiVZ gab es früher auch mal die Gruppe „Mir ist langweilig. Was könnte ich denn mal essen?“ Ich bin also nicht alleine mit diesem Langeweilerumgefresse.
Aber besser macht es das auch nicht.

Nun ja. Jedenfalls habe ich momentan mit einer netten Mischung aus all diesen Gründen zu kämpfen und deswegen ist es gerade wieder einmal etwas schwieriger als sonst.
Aber Aufgeben ist keine Option. Wissta, ne?

Und wisst ihr was mir gestern abend im Bett durch den Kopf geschossen ist?
Ziemlich genau vor einem Jahr, habe ich das LCHF-Handtuch schon einmal geschmissen. Bzw. hab ich es damals für einige Zeit ganz hinten in den Schrank gelegt.
Ihr erinnert euch, dass ein Becher Eis mich letztes Jahr im Sommer ins Straucheln brachte? Und dass ich drei Monate wüst rumgefressen habe?
Ja. Das war ziemlich genau vor einem Jahr.
Und jetzt habe ich mich gefragt, ob ich nicht gerade mal wieder unbewusst dabei bin, mich selbst zu sabotieren?!
Das kann doch kein Zufall sein, dass ich genau jetzt wieder so essdoof werde, oder?!

Jedenfalls habe ich dann beschlossen: keine Chance. DAS passiert mir jetzt nicht wieder. NEIN! NEIN! NEIN!

So. Jetzt seid ihr wieder im Bilde, was hier so los ist.
Mal sehen, wie ich das jetzt alles in den Griff bekomme. *seufz*

 

Lords of the boards

Es gibt so Dinge, die ich immer gerne ausprobieren wollte, aber nicht konnte, weil ich mich entweder für zu dick hielt oder es wirklich war.
Ich will zum Beispiel noch mal in einen Klettergarten, weil bei meinem ersten Besuch dort eine hochnotpeinliche Situation zustande gekommen ist, die bis heute an meinem Ego kratzt.
Ich konnte mein Gewicht (127kg damals) einfach nicht alleine bewegen, geschweige denn irgendwo hinauf wuchten.
Also baumelte ich lustig in der Mitte des Seiles und geriet dezent in Panik.
Aber die Geschichte kennt ihr schon. Ihr könnt Euch mittlerweile bestimmt gut denken, WIE SEHR das an meinem Ego kratzen muss, wenn ich immer wieder davon anfange….

Gut. Das ist also so ein Projekt, das noch aussteht, wenn ich mal nahe am oder im Normalgewicht bin.

Aber einen minikleinen Traum, den ich mir jetzt schon erfüllen konnte, will ich Euch nicht vorenthalten.
Herr Yu hat sich vor geraumer Zeit ein Longboard gekauft und rollerte öfter mal quietschfidel durch die Gegend.
Ich habe ihn immer etwas darum beneidet, denn das sah so dermaßen cool aus, wie er da so durch die Gegend sauste. Ich wollte das immer unbedingt probieren.
Aber zwei Dinge hinderten mich:
1.) Mein Gewicht – Ich war für das Board von Herrn Yu schlicht zu schwer. Es mag Boards geben, die eine höhere Maximallast tragen können, aber dieses eben nicht.
2.) Mein Gehirn – Die Arschlochstimme aus meinem Hirn sagte natürlich sofort Dinge wie „Elefanten skaten nicht, Frau Yu!“ oder „Mach Dich doch nicht lächerlich. Wie soll das denn wohl aussehen… Du auf so einem Board!“

Tjanun. Arschlochstimme bleibt Arschlochstimme, nech.
Die hats echt raus mich fertig zu machen.

Aber diese Woche habe ich es ihr gezeigt. 😉
Seht selbst:

skater

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
Yay for me!

Eckstein, Eckstein, alles muss versteckt sein!

Ihr lieben Leserleins.
Ich habe lange, lange überlegt, ob ich es wagen soll.
Ob ich Euch das zumuten kann.
Ob ihr die Wahrheit ertragen könnt.
Ob ihr die Wahrheit ertragen wollt.
Und mit dem Schluss gekommen: Ja. Ja zu allem.

Frau Yubaba zeigt Gesicht!

Wisst ihr, als ich damals meinen kleinen Schnuckelblog angefangen habe, fühlte ich mich fett und doof und wollte einfach nicht, dass mich irgendwer aus meinem realen Umfeld entdeckt.
Ich wollte in geheimer Mission in den Speckkampf ziehen und anonym bleiben.
Zu sehr habe ich mich für die Zahlen auf der Waage geschämt.
Es war so mit meine schlimmste Fantasie, dass mich zum Beispiel ein Arbeitskollege finden und auf meine Speckigkeit und meine krausen Gedankengänge ansprechen könnte.
Deswegen kennt ihr mich bisher so:

Frau Yubaba
Und ihr werdet es nicht glauben, aber so sehe ich gar nicht aus. 😀
Also nicht genauso. Aber schon recht ähnlich.

Also, Arschbacken zusammen gekniffen, Mut gefasst und täterätäää, das bin ich:

Avatar

Warum ich mich nun doch dazu entschieden habe, zu zeigen, wer ich wirklich bin?
Nun ja.
Zum einen bin ich darüber hinweg, dass mein Speck peinlich sein könnte.
Ja, ich war dick, ja, ich bin immer noch dick und ja ich muss und werde immer noch abnehmen. Aber was daran ist verwerflich? Damit geht es mir wie vielen, vielen anderen Menschen.
Mittlerweile kann ich mit Stolz sagen: „Leute, ich habe was geschafft. Hier bin ich. So bin ich. Kommt damit klar!“

Zum anderen möchte ich Euch Leserleins, die ihr mir so wichtig seid, zeigen: es gibt mich wirklich. 😀
Und ich möchte, dass mein Blog endlich ein Gesicht bekommt. Also bitte. Hier ist das Gesicht.

Außerdem macht das so vieles einfacher. Gerade wenn es um Vorher-Nachher-Bilder geht und Unterschiede im Gesicht und so. Was ein Gehampel, da jedes mal die Bilder so zu bearbeiten, dass man mich bloß nicht erkennt.

Und pfiffige Leser werden es schon bemerkt haben: im LCHF-Forum bin ich schon länger mit persönlichem Avatar unterwegs.
Da grinst also schon lange die echte Frau Yu vom Bildschirm.
Warum also hier weiter einen auf „die große Unbekannte“ machen? 😉
Und weil ich gerade beim Thema Forum bin… Ich habe für Annikas ( Sudda Suddas) Seite (www.lchf.de) einen Jahresrückblick geschrieben.
Wenn ihr mögt, könnt ihr den hier (klickediklacker!) lesen.

Tja nun. Das bin also ich.

Und? Schockiert? 😀

Ich herze Euch, Leserleins.
Ihr seid die Besten! ❤

 

 

Angeber! Angeber!

In unserem Bekanntenkreis gibt es Menschen, die mein Gewicht immer ziemlich genau beäugen.
Bei meinem letzten Abnahmeerfolg vor der Schwangerschaft hieß es dann „Die nimmt nur ab, weil ihr Mann das will.“
Ähm? Nö? Mein Mann hat mich mit 116 kg kennen gelernt und mit 110 kg geheiratet. Verteufeltnocheins, er wird mich doch wohl nicht einfach so lieben?!
Oooder aber das war sein Plan! Mich dick zu heiraten und mir dann das Essen wegzunehmen, damit ich schlank werde! Aha. Der Fiesling!

Während der Schwangerschaft munkelten dann dieselben Leute, ob ich tatsächlich einen Babybauch habe, oder „einfach nur wieder fett geworden wäre“.
Was denn nun? Abnehmen ist nicht richtig, aber zunehmen (weil man ein 3 kg Baby im Bauch mit rumschleppt) auch nicht.

Verwirrt ich bin, Yoda würde sagen.

Nun ja. Ich habe diese Leute nun sehr lange nicht gesehen. Das hängt mit unserem Umzug zusammen. Wir sind ein Dörfchen weiter gezogen. Das reicht schon, um den Granaten nicht über den Weg zu laufen.
Nun habe ich ja seit letztem April 20 kg verloren. Das haben die also noch gar nicht mitbekommen. Also wohl schon vom Hörensagen, denn geredet wird ja immer, aber eben noch nicht live gesehen.

Und manchmal bin ich ja auch eitel (sind wir das nicht alle ab und an?) und so kam es dazu, dass ich heute zu meinem, mir das Essen verweigernden, Mann sagte:
„Im Juni ist die erste Hochzeit des Jahres, auf die wir eingeladen sind. Wie geil wäre das, wenn ich bis dahin schon locker in den 80ern wäre? So bei 85. Das wär Hammer.“
Er: „Ja, das schaffst Du bestimmt. Das sind ja noch fast 5 Monate.“
Ich: „Naja. Dann muss ich aber erst mal 2 kg pro Monat schaffen. Ist auch nicht soo einfach.“
Er: „Egal. Auf jeden Fall werden wir dir ein hammermäßiges Kleid kaufen.“ Seine Augen funkelten dabei. Irgendwie aus Vorfreude und auch aus Stolz. Und da hatte ich eine Eingebung.

Ich: „Ey?! Du willst mit mir angeben!“
Er: „Natürlich will ich mit Dir angeben.“ Dazu ein nahezu diabolisches Grinsen.

Ich glaube, jeder Dicke kennt diese Phantasien, wie er nach der Abnahme irgendwo auftaucht, bei Leuten, die ihn lange nicht gesehen haben, den Mantel abstreift und darunter ein schlanker Superkörper zum Vorschein kommt.
Dazu Engelschöre, gleißende Lichtstrahlen von oben und alle zergehen in „Aaaahs“ und „Oooohs“.

Dass mein Mann diese Phantasie mit mir teilt, war mir noch gar nicht so klar. 😀

Aber bevor jetzt irgendwer meint, mein Mann findet mich jetzt nicht attraktiv oder wartet nur darauf, dass ich endlich schlank bin und schreiben will, dass er voll der oberflächliche Kackarsch ist…
Das ist nicht so! Ich glaube, ihr kennt Herrn Yu durch meine Berichte schon ziemlich gut.
Dass er mich liebt, wie ich bin, hat er schon öfter eindrucksvoll bewiesen und dass er sich mit mir über meine Erfolge freut auch. Auf seine ihm eigene Art. So wie hier zum Beispiel. Oder auch hier.