Whole30 – Tag 2 – 02.11.2017

Und hier wieder der Rückblick auf Tag 2 des aktuellen Whole30.

Fangen wir beim Aufstehen an:

Energie: eher mau
Müdigkeit: grenzenlos
Kopfschmerzen: keine
Schwere Beine: kaum!
Laune: neutral, OK etwas kurze Zündschnur und daher schnell auf 180 *unschuldig pfeif*

Zu Essen gab es gestern:

Frühstück:
3 Eier im Parmaschinken-Körbchen, Gurke, Paprika, 1 Mandarine, schwarzen Kaffee

Mittagessen:
Gedünsteten Blumenkohl mit angebratenem Hackfleisch, dazu Kickass Ketchup und Mayo

Abendessen:
Spaghettikürbis mit Bolognese (Foto aus der Kategorie: nicht schön, aber selten! Ein echt unfotogenes Gericht..dafür richtig lecker!)

Und auch an diesem Tag: keine Magenschmerzen! Yay!

Im Laufe des Tages entwickelte sich mein Energielevel dann sehr zum Positiven.
Positiv heißt in diesem Fall: Duracellhase auf Speed nach 4 Litern Energydrink auf einer Hüpfburg.
(Hab mit der Energie unglaublich viel geschafft, was schon lange liegen geblieben war.
Ja, ich meine dich, du gruselig-unordentlicher Hauswirtschaftsraum!)

Und so sah das ungefähr aus:

via GIPHY

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Whole30 – Tag 1 – 01.11.2017

Also, hier der versprochene Bericht zum ersten Whole30 Tag!

Ich schleppe jetzt den ganzen Tag ein kleines Notizbuch mit mir herum und da schreibe ich alles auf, was mir auffällt.
Das habe ich beim letzten mal nicht so detailliert gemacht und finde es jetzt schon gut, dass ich das so handhabe.
Denn dann sehe ich am Ende, was sich wo getan hat. YAY!

Dem ein oder anderen ist es vielleicht auch schon aufgefallen…. ich habe den Gewichtsticker aktualisiert… Jepp. 92 kg.
Das sind 9 kg mehr, als mein Tiefstand nach dem letzten W30.
Ich könnte jetzt ellenlang davon berichten, wie es zu diesem Plus gekommen ist, aber das ist einen eigenen Blog-Post wert.
Aber: ich habe mich das letzte mal irgendwann letzte Woche gewogen, das heißt also, ich weiß mein ganz genaues Gewicht, mit dem ich starte jetzt gar nicht.
Völlig egal!
Eine Tendenz reicht.

Also jetzt zum Tag 1:
Essen ist wieder saulecker!
(Wieso, verflixtnocheins, wenn das Essen doch so gut schmeckt, wieso bleibe ich nicht einfach IMMER dabei?
Das Lustige ist: die Antwort kann ich mir direkt selbst geben: es ist aufwendig!
Und mit der Zeit schleichen sich eben doch bequemere Muster ein. Dann wird die Mayo nicht mehr selbst gemacht, sondern eben eine gekauft, es landen wieder öfter „Fertigprodukte“ wie Wiener und Leberkäse auf dem Tisch. Gemüse wird nicht mehr in den Massen geschnibbelt… )

Jedenfalls, beim ersten W30 war Lizard Sauce ja mein bester Freund und Mayo.
Diesmal habe ich einen Narren am Kickass-Ketchup gefressen, den ich auf der Website von Mel Joulwan entdeckt habe.
Der schmeckt richtig gut! Sogar Herr Yu kloppt ihn sich aufs Fleisch und findet den lecker.

Aber der Reihe nach.
Fangen wir doch mal morgens an, beim Aufstehen.
Gestern wurde ich wach mit dröhnenden Kopfschmerzen, richtig schweren Beinen (das habe ich in letzter Zeit leider öfter) und einem Energielevel von Minus Eine Million.
Ich hatte miese Laune, war schlapp und quengelig.
No fun!

Außerdem gehe ich in diesen W30 mit den folgenden Vorbelastungen:

  • juckende Kopfhaut
  • Magenschmerzen nach jedem (!) Essen
  • Energietiefststand
  • Dauermüdigkeit
  • schwere Beine
  • häufigen Kopfschmerzen

Bin gespannt, was sich an diesen Dingen tut.

Zu Essen gab es gestern:

Frühstück:
Spiegelei mit Speck (in NL habe ich W30-geeigneten Speck gefunden. Oh yeah!)

Mittagessen:
Wokgemüse mit Lachs

Abendessen:
Ofengemüse (Paprika-Zucchini-Süßkartoffel) mit Minutensteaks

Im Laufe des ersten Tages konnte ich feststellen: keine Magenschmerzen.
Nach keiner einzigen Mahlzeit!
Sind etwa doch die Milchprodukte schuld? (Das wird bald mit ein paar Tests noch ärztlich untersucht..)

Kopfschmerzen verschwanden gegen Abend aber Laune und Energie kletterten nicht mehr. Solche Tage gibt es nun mal einfach, näch?

Herr Yu verpackte den ersten Tag gut, hatte aber immer wieder schnell Hunger.
Merke: er ist ein Mann. Er braucht mehr Protein und Fett als ich.
Das haben wir direkt angepasst an Tag 2. 😉

So, das war der erste, unstrukturierte Tagesbericht. Ich bin wohl etwas aus der Übung.

Ach und ich werde jetzt immer ein zum Tag passendes GIF für euch raussuchen.

Tag 1 war eher so:

via GIPHY

Ein neuer Versuch

Neues Spiel, neues Glück – so sagt man.
Und ich habe beschlossen, mein Glück mit dem Bloggen neu zu versuchen.

Ich habe lange pausiert und diese Pause und vor allem das öffentliche Bekanntgeben der Pause hat mir sehr gut getan.
Es hat den Druck rausgenommen, irgendwas schreiben zu müssen.

Wisst ihr, so sehr ich die sozialen Medien auch schätze -und ich zähle den Blog dazu- es gibt Momente, da ist das ständige onlinesein, das ständige präsentseinmüssen, das ständige erreichbarsein für mich einfach nur eine riesige Bürde.
Da kann es passieren, dass ich mich richtig aufraffen muss, eine einfache WhatsApp Nachricht zu beantworten, eine harmlose E-Mail zu lesen.
Menschen, die gerne und viel chatten, whatsappen, mit irgendwem schreiben, werden das wohl nie verstehen, wie es ist, auf eine Nachricht einfach nicht antworten zu können, weil es sich wie eine unüberwindbare Aufgabe anfühlt, jetzt auch noch diese eine, das Fass zum Überlaufen bringende, Nachricht beantworten zu müssen.
Dann wünsche ich mich auf eine einsame Insel ohne Telefon und Internet und möchte einfach 4 Tage am Stück im grünen Gras liegen, Wolken am Himmel beim Vorbeiziehen zusehen und nix mehr denken.
Und nicht mehr interagieren. Weder on- noch offline.

Es passiert dann auch, dass Tage vergehen bis eine Rückmeldung von mir kommt.
Und wenn es nur ein „Ja, alles gut hier. Und bei euch so?“ ist.

Beim Bloggen kommt noch dazu, dass ich gerne etwas schreiben möchte, wenn ich schon schreibe, das auch Sinn hat, das lesenswert ist.
Und dann finde ich plötzlich keine Themen oder die Themen, die ich finde, sind so langweilig (finde ich), dass sie nicht nennenswert sind.
Hach weh, ich bin schon ein komisches Kerlinchen.

Wie ich nun darauf komme, doch wieder bloggen zu wollen?
Es hat mehrere Gründe.

1.) Es fehlt mir. Nachdem der „Stress was bloggen zu müssen“ weg war, kam ich wieder an den Punkt, bloggen zu wollen. Heissa!

2.) Der Blog ist und bleibt eine meiner größten Stützen.

3.) Ich habe in letzter Zeit vieles innerlich aufgearbeitet, was mich lange beschäftigt und gebremst hat. Der Kopf ist wieder freier für Bloginhalte.

Und es trifft sich ganz hervorragend, dass seit heute ein weiterer „Neuanfang“ läuft: ein neuer Whole 30!
Das Beste: ich stehe nicht alleine da! Herr Yu macht mit!
Ihr erinnert euch vielleicht an meinen ersten Whole 30.
Der, der ein Selbstläufer war und nur so verflog.

Dann kam ein zweiter Versuch, der kläglich scheiterte.

Jetzt kommt also Reset Nummer Drei und ich habe dermaßen Bock darauf!
Wie es dazu kam, dass Herr Yu, die schlanke Tanne, mitmacht?
Das kam so:
Ich suhlte mich mal wieder in einer Phase aus Selbsthass, Demotivation und Quengellaune sondergleichen.
Herr Yu, der ja immer sehr unterstützend ist in meinen Eskapaden, fragte besorgt, wie er mir denn noch besser zur Seite stehen könnte und ich wusste irgendwie nix darauf zu entgegnen.
Also hauchte ich: „Ach, nichts. Ich muss das doch selbst wieder auf die Reihe bekommen!“
Ein paar Tage vergingen und ich suchte nach Lösungen für meine miese Phase, für die Initialzündung, die mich wieder voran bringt.
Und wieder einmal spukte mir der Begriff „Whole 30“ durch den Kopf. Ich erinnerte mich an das Hochgefühl während des ersten Durchlaufs, an das Gefühl mich und mein Essen unter Kontrolle zu haben, an die Vielfalt und Abwechslung und dachte mir „Das machst du bald noch mal.  Du weißt, dass du das kannst.“
Und da schoss es mir plötzlich durch den Kopf: „Vielleicht macht Herr Yu ja mal mit?“ DAS wäre mal eine richtig coole Unterstützung!
Also fragte ich vorsichtig und er sagte direkt „Ja klar!“

Der Beschluss steht schon lange – ich glaube, wir haben ihn schon im August gefasst.
Und ich gebe ehrlich zu, wir haben ihn dann gezielt auf November gelegt.
Von August bis Ende Oktober gab es so viele Termine und Feierlichkeiten, die einen Whole 30 extrem erschwert hätte.
Für mich wäre das wahrscheinlich ganz schnell wieder in das elende „Mümümü, nie darf ich was! Ich will jetzt Schokolade! Und Sahne! Und Weltfrieden! Sofort!“ umgeschlagen und für Herrn Yu, der ja nur mir zuliebe mitmacht, wären auch ein paar Termine dabei gewesen, die ihm immer sehr am Herzen liegen und die ihm ein allzugroßes Verzichtgefühl beschert hätten.
Das hätte ein großes Theater gegeben, wenn wir uns gegenseitig belatschert hätten, wie doof doch alles ist….

Nun denn, es ist November, es geht los.

Heute war der erste Tag, von dem ich aber erst morgen ausführlich berichten will.
Hab mir vorgestellt, das immer einen Tag rückwirkend zu machen, weil der Tag dann wirklich abgehakt ist und man abschließend darüber berichten kann.

Es wird wieder Essensfotos geben (vielleicht auch öfter hastig mit dem Handy geknipst, eben wie es die Zeit zulässt) und ich werde über Verbesserungen und Befindlichkeiten berichten, die mich und Herrn Yu betreffen.

Da bin ich sowieso mal sehr gespannt. Wird er Unterschiede merken?
Wird er den W30-Hangover volle Breitseite mitmachen?
Wird er das sogenannte „Tiger Blood“ spüren?
Wird er (noch) dünner werden?
Wird er sich besser fühlen?
Wird er überhaupt irgendwas an sich feststellen?

Fragen über Fragen!

OK, also morgen ein Bericht zur Ausgangslage, wie ich den Whole 30 diesmal angehen will und dazu, wie Tag 1 gelaufen ist.
YAY! Ich freue mich.

Es ist wie es ist.

Ich schäme mich etwas.
Dafür, dass ich hier so still bin.
So lange keine Updates, nicht mal die Links zu den Tellerspionen.
*hier schweres Seufzen einfügen

Es ist immer noch ziemlich stressig bei mir und mir fehlt es irgendwie immer an Zeit.
(Wie machen das andere nur? Wie?)
Und da kippt leider das Bloggen immer wieder hintenrüber. Auch weil mir, wenn ich dann mal Zeit habe, die Ideen fehlen.

Das alles macht mich ziemlich traurig und gleichzeitig stresst es mich.
Immer der Gedanke „Du MUSST wieder mal was schreiben.“
„Du MUSST MUSST MUSST!“
Und ich bin ganz ehrlich: das nervt mich. Ich kann es im Moment einfach nicht.

Trotzdem bleibt es immer im Hinterkopf, dass der Blog so vor sich hinvegetiert.
MEIN BLOG! Der mir immer viel bedeutet hat und der mir SO geholfen hat.

Aber wie ich es im Titel schon schrieb: es ist wie es ist.
Ich kann es im Moment nicht ändern und deswegen habe ich den Entschluss gefasst hier einmal „offiziell“ zu schreiben, dass in nächster Zeit keine Beiträge kommen werden.
Ich werde den Blog NICHT löschen. Auf keinen Fall (wie Klein Yu zu sagen pflegt).
Aber ich möchte, dass ihr wisst, dass es mir gut geht, ich weiterhin LCHF lebe  und wir alle gesund und munter sind.

Ich möchte nur einfach auch keine halbherzigen Pseudobeiträge raushauen, nur damit hier was geschrieben wird.
Ich hoffe, es kommt die Zeit, dass die Ideen wieder aus mir raussprudeln und ich wieder vom „Du MUSST was schreiben“ zum „Du WILLST jetzt unbedingt was schreiben“ komme, so wie es in der Vergangenheit war.

Es gab hier so viele Beiträge, die mir SO wichtig waren.
Die mir so geholfen haben.
Zum Beispiel, als ich beschrieben habe, wie alles angefangen hat. Ganz am Anfang, als ich noch WW machte.
Oder als ich darüber geschrieben habe, was ich mir schon für Beleidigungen anhören musste.
Ganz wichtig war es für mich auch, Herrn Yu, das Stoffwechselmonster und mich mal genau zu analysieren.
Ihr lieben Leserleins habt an vielen in meinem Leben teilgenommen. So indirekt.
An meiner Hochzeit. An Klein Yus Geburt.
Ihr habt miterlebt, wie ich vom Schlafmangel fast verrückt geworden wäre und wie ich zum ersten Mal seit Jahren auf einem Skateboard stand.
Ach und noch so vieles mehr! So viele vorher/nachher Vergleiche. So viele Meilensteine.
Alles wichtige Erlebnisse in meinem Leben, die ich gerne mit euch geteilt habe.

Ich werde wieder kommen. Das weiß ich. Nur im Moment passt es einfach nicht.

Und auch auf die Gefahr hin, dass das hier klingt, wie das „Große Goodbye forever“, möchte ich mich jetzt einfach mal bei euch bedanken.
Dafür, dass ihr mich schon so lange begleitet und an meinen Eskapaden teilgenommen habt.

Danke ! ❤

 

Und um es mit Paulchen Panther zu sagen: „Heute ist nicht alle Tage, ich komm wieder keine Frage!“

 

Lang lang ist’s her…

… dass ich hier mal etwas zum eigentlichen Thema des Blogs geschrieben habe.
Wie das immer so ist, nahm ich mir ständig vor, etwas über Ernährung, Abnehmen etc. zu schreiben und immer wieder kam mir etwas dazwischen.
Die Arbeit, die Müdigkeit, der Alltag, die Unlust.
Jaaa, mimimimiiiii!

Aber nun komme ich endlich mal wieder dazu und schreibe euch, was in meiner kleinen Welt so los ist.

Das Gewicht ist leider hochgeklettert.
Die 83,7 kg, die hier vermerkt sind, sind leider Geschichte.
Zuletzt zeigte die Waage wieder 89 Kilo an. NOOOOOIIIIN UUUUUND AAAAACHTZIG!
Na, Gratulation.
Wie immer wenn mich der Stress oder starke Emotionen überfallen, habe ich rumgefuttert. Wider besseren Wissens.
Ich habe mich kurz darüber geärgert, dann aber Milde walten lassen mit mir selbst.
Was hilft es, über verschüttete Milch zu weinen?
Ich muss das Thema Abnahme einfach wieder strikter angehen.
Einfach. HAHA!

Denn es kommt momentan ein weiterer Faktor hinzu, der mir das Abnehmen erschwert.
ICH. BIN. MÜDE.

Um genau zu sein, bin ich des Abnehmens müde. Oder besser gesagt, des Diäthaltens.
Ich bin seit 2009, als ich mit WW anfing, eigentlich permanent auf Diät.
Immer und immer zählte ich irgendwas, Punkte, Kohlenhydrate, Kalorien.
Und ich bin (mal wieder) an dem Punkt, an dem mir das tierisch auf den Sack geht.
Wisst ihr, ich habe manchmal das ungute Gefühl, überhaupt nicht mehr mit Genuss essen zu können, weil innerlich der Kalorienzähler immer mittickt und mitrechnet.

Esse ich mal etwas mehr als geplant, mahnt die innere Arschlochstimme: „VERKACKT!“
Selbst, wenn das Gegessene noch voll im Rahmen liegt.
Das nervt. Kolossal.

Deswegen auch mein Versuch von März noch mal ein Whole30 zu machen.
Kein Wiegen, kein Messen, kein Zählen.
Leider ist der Anlauf voll in die Hose gegangen. Nach 3 Tagen saß ich, dunkle Schokolade inhalierend, auf dem Sofa und wütete über die Ungerechtigkeit der Welt und warum ich so ein verkorkstes Verhältnis zum Essen habe und NIEMALS NIEMALS normal essen werden kann und bis in alle Ewigkeit zu einem Verzicht irgendeiner Art verdammt bin.
Und das, wo der erste Whole30 so grandios lief. Ich habe mich damals so granatenmäßig gefühlt und jetzt sitz ich da und heule in mein Schlumpfrührei?
Alter! Frau Yu!

Und ich habe gegrübelt und gegrübelt in letzter Zeit.
Wie komme ich aus dem Loch wieder raus. Was kann ich tun, damit das Gewicht wieder runter geht?
Die enger sitzenden Hosen reichen ja als Motivator anscheinend nicht.

Was mich in letzter Zeit immer wieder vor dem Totalausfall bewahrt hat war, man lese und staune, der Sport.
Ich gehe weiterhin fleißig zum Thai Bo und habe mich wieder für den Women’s Run in Köln angemeldet. Und ich habe mir auch vorgenommen, für den Run diesmal tatsächlich zu trainieren.
Im letzten Jahr war da nur der gute Vorsatz und letztendlich bin ich zwei mal gewalkt zur Vorbereitung.
Dieses Jahr habe ich die Laufschuhe schon öfter geschnürt und, man glaubt es nicht, das JOGGEN für mich entdeckt. Ich habe bei einer Walkingrunde einfach mal probiert, ob ich das schaffe und siehe da: es ging.
Klar, noch nicht die komplette Runde am Stück, aber immerhin mehrere Etappen.
Woossaaaah!
Und es macht mir richtig Spaß. Ich muss mich nicht dazu aufraffen, ich freue mich auf die Laufrunden und darüber, dass die Geh-Intervalle immer kürzer werden.

Und während ich da mal so rumlief ging mir ein kleines Lichtlein auf.
OK, mehr so ein Flutlicht.
Die Erkenntnis, die mich da überkam war ziemlich einfach: der Fokus liegt falsch.

Ich bin so besessen vom Abnehmen, vom Gewicht verlieren, vom „Fertigwerden“, dass mir der Spaß an der Sache abhanden gekommen ist.
Der Flow ist erloschen bzw. habe ich ihn im Keim erstickt, indem ich mich selbst verrückt gemacht habe.
Anstatt das Abnehmen entspannt weiter anzugehen, mich an der Bewegung zu erfreuen und gute, leckere Mahlzeiten zu genießen, habe ich der von Ehrgeiz zerfressenen Stimme in meinem Kopf viel zu viel Raum gegeben.
Und mir gleichzeitig immer gesagt, dass ich diese ehrgeizigen Ziele sowieso niemals erreichen werde.
Das muss man erst mal hinbekommen. Sich selbst Regeln auferlegen, von denen man weiß, dass man sie nicht einhalten wird und darüber dann verzweifeln und sich selbst Scheiße finden.

Ich sag’s euch. In meinem Kopf ist immer was los.

So. Und was machen wir jetzt mit dieser Erkenntnis?
Kommt jetzt die Entspannung auf Knopfdruck und alles ist Ommmmmmm?
Nein, natürlich nicht. Aber ich arbeite daran.

Mein Plan sieht so aus:

1.) Das Essen:
Angelehnt ans W30-Konzept nicht mehr jeden Fitzel wiegen, sondern sich an die Grundregeln halten (handflächengroß Protein, daumengroß Fett, Rest Gemüse, wenig Obst)
Gute, frische Lebensmittel auswählen, leckere neue Rezepte ausprobieren, sich wieder Mühe mit den Mahlzeiten geben.
Die Mahlzeiten auch als solche zelebrieren. Nicht eben im Stehen in der Küche runterschlingen.
Hinsetzen. Essen. Bewusst genießen.

2.) Das Wiegen:
Die Waage namens Kachel-Karl ist vorerst verbannt.
Das extreme Fixieren auf irgendwelche Zahlen soll vorübergehen.
Es macht mich zu keinem schlechteren Menschen, wenn die Waage 89 Kilo sagt, obwohl ich tagelang vernünftig gegessen habe.
Genausowenig macht es mich zu einem besseren Menschen, wenn das Gewicht sinkt.
Das Gewicht ist erst einmal nur eine Zahl und ich will dahin kommen, dass ich das auch so hinnehmen kann.
Ich dachte immer, ich kann mit Schwankungen umgehen. Aber das scheint nicht so zu sein.
Ich habe mich dabei ertappt, dass ich morgens mit guter Laune aufstand (was an sich schon an ein Weltwunder grenzt), mich gut und „schlank“ gefühlt habe, dann auf die Waage gestiegen bin, einen Wert erspähte, der mir nicht gefiel und den Rest des Tages mit einer Laune rumgelaufen bin, dass die Milch sauer wird.

Es ist nicht so, dass ich die Augen vor dem Gewicht verschließen will. Nein.
Ich will nur einen entspannteren Umgang mit der Waage erlernen.
Einen neutralen.
Denn dieses „hochemotionale“ Wiegen bewirkt im Endeffekt nur, dass ich unzufrieden bin, frustriert werde, frustesse und der Kack immer wieder von vorn beginnt.

Ich will diese irrationale Angst los werden, dass ich automatisch zunehme, nur weil ich nicht auf die Waage gehe.
Deswegen habe ich mir selbst versprochen – und Herrn Yu auch – dass ich erst im Juli wieder auf die Waage gehe.
Kabäm.

3.) Der Sport:
Weiter wie bisher. Der Thai Bo Kurs endet bald, aber ich werde mich für einen Nachfolgekurs anmelden. Das ist dann mehr eine Mischung aus allem möglichen, Aerobic mit Thai Bo Elementen und BBP, aber das mag ich auch. 🙂
Und es kommt mir zeitlich viel mehr entgegen.
Außerdem natürlich das Laufen weiterhin ausbauen. 2 – 3 mal die Woche eine Runde joggen.

4.) Das Ich:
Die härteste Nuss. Selbstzufriedenheit erlangen. Mich selbst mehr schätzen.
Und ich denke, wenn ich an den Stellschrauben Ernährung und Sport drehe wie geplant, dann wird das kommen.
Je besser das Körpergefühl desto Yeah!