Eat real food!

Wie ihr lieben Leserleins wisst, esse ich seit geraumer Zeit LCHF.
Und wie ihr auch schon wisst, neige ich manchmal dazu, etwas schluderig zu werden.
Habe ich mich in einer Ernährung erst mal so richtig eingelebt, dann wächst sie schnell, die Komfortzone.
Ein Beispiel: als ich mit LCHF angefangen habe, habe ich mich sehr konsequent an den LCHF-Flyer (Nicht wundern: ist ein Download-Link!) gehalten. Vornehmlich die linke Seite. In der Zeit habe ich super abgenommen. Wirklich unglaublich super.
Nach und nach habe ich dann meine strikte Ernährung etwas gelockert. Hier mal ein Stück Käse, da mal etwas Joghurt, bisschen Sahne in den Kaffee.
Was am Anfang noch Ausnahmen waren, ist mittlerweile leider zur Regelmäßigkeit geworden.
Das Schlimme daran ist: ich grase wieder herum. Hier ein Snack, da einen Haps.
Das macht insgesamt über den Tag verteilt schlichtweg zu viel an Energie und mit nennenswertem Kaloriendefizit ist erst mal Essig.
Deswegen pendle ich schon so lange um die 87 kg Marke.

Ich schwöre euch, jeden Tag sage ich mir „morgen wird wieder ganz strikt gegessen. Du weißt doch, wie es geht. Du kannst das.“
Am nächsten Tag stehe ich wieder Käse naschend in der Küche und denke „Mifffft! Aber morgen ganfff beffftimmt!“

Nun. Ich esse nie so viel, dass ich wieder zunehme. Ich esse ziemlich genau in meinem täglichen Bedarf. ABER: Ich will weiter abnehmen!
Also müssen wieder andere Maßnahmen ran! Und deswegen habe ich mich dazu entschieden, ab Montag einen Whole 30 zu machen.
Kennt ihr nicht? Könnt ihr hier in Deutsch oder hier in Englisch nachlesen, was das genau ist.
Ich gebe euch aber natürlich auch einen kleinen Abriss:

Der Whole 30 kommt eher aus der Paleo-Welt.
Paleo-, oder auch Steinzeiternährung, und LCHF haben recht viel gemeinsam. Kein Getreide, keine Kartoffeln, kein Zucker, viel gutes Fett und gute Proteinquellen.
Aber es gibt eben auch Unterschiede. Während bei LCHF z. B.: Milchprodukte in Maßen (!) vollkommen OK sind, werden sie bei Paleo nicht gegessen.
Dafür ist bei der Steinzeiternährung zum Beispiel die Obstauswahl etwas größer und einige Gemüsesorten mit höherem Stärkegehalt, wie z. B. Karotten oder Kürbis, stehen dort auch auf dem Plan.
Der Whole 30 ist eine Art „30-Tage-Programm“. An diesen 30 Tagen werden nur diese Lebensmittel hier gegessen. (Leider auf englisch, ihr findet aber auch Downloads und Übersichten auf Deutsch.)

Ein bedeutender Teil des Whole 30 ist es, sich und auch sein Essen nicht zu wiegen.
Wie ihr wisst, kann einen diese Wiegerei morgens kirre machen. Wasser, Zyklus, kosmische Interferenzen – ihr wisst schon.
Deswegen wird mir eine Wiegepause ganz gut tun, denke ich.

Beim Essen wird aber auch nicht einfach drauf losgegessen. Es gibt eine klare Vorgabe, wie so ein Whole 30 -Teller aussehen sollten.
Das könnt ihr euch hier mal anschauen.
Am Tag werden 3 Mahlzeiten gegessen, bestehenden aus Protein, Fett und Gemüse.
Also gar nicht viel anders als ich mit LCHF sowieso schon esse.

Da ich in letzter Zeit immer unzufriedener werde, weil ich es „allein“ nicht wieder auf die richtige Spur bringe, ist der Whole 30 nun mein neues Projekt.
Ich ticke ein bisschen so, dass ich immer etwas brauche, woran ich konkret arbeiten kann. Ein schwammiges „Weiter abnehmen und ab morgen wieder gut essen.“ reicht da leider nicht.
Ich verspreche mir keine Wunder von dem Whole 30, keine Megarekordabnahme oder sowas.
Ich werde auch wohl keine so drastischen Veränderungen bemerken, wie sie Leute beschreiben, die aus einer normalen, KH-reichen Ernährung kommen.
Den Zuckerentzug habe ich ja schon lange hinter mir.
Aber vielleicht kann ich mit dem Verzicht auf wirklich alle Milchprodukte und einem entspannteren Umgang mit dem Wiegen noch mal ein paar Schräubchen nachjustieren und mich wieder auf den „richtigen Weg“ zurückführen.
Es ist wie ein Reset für mich.
Ganz erfreulich finde ich, dass sich im LCHF-Forum gleich ein paar Mitstreiter gefunden haben, die meinten „Och jaaa, mal wieder so ein bisschen genauer hinschauen, das wäre gar nicht schlecht!“
Es kennen wohl viele dieses „immer lockerer werden“. Es schleicht sich so heimlich ein. 😉

Ich habe mir auch fest vorgenommen, jeden Tag kurz hier zu berichten, was es zu essen gab und wie der Tag so aussah. Ich hoffe, dass ich das hinbekomme!
Aber ich fänd das richtig gut! Für euch, weil ihr dann live miterlebt, was der Whole 30 so kann und für mich, weil ich dokumentieren und hinterher nachlesen kann.
Yay!

Die Tellerspione werden dementsprechend auch ohne Milchprodukte sein.
Das finde ich auch noch mal interessant. Ihr auch?

Wieso ich den Montag zum Start gewählt habe?
Ganz profane Gründe: ich hatte noch ein paar Milchprodukte hier, die Herr Yu so nicht isst und ich lehne es ab, gute, unverdorbene Lebensmittel wegzuwerfen. Also habe ich sie erst aufgebraucht.
Der zweite Grund ist, dass ich ja morgen beim Women’s Run in Köln mitmache mit anderen LCHFlern und wir abends gemeinsam essen gehen werden und zwar zum mongolischen Buffet. Und da möchte ich nicht komplett auf Soßen verzichten und nur „trockenes“ Gemüse + Fleisch/Fisch essen.
Auf den Tag freue ich mich schon lange und der wird noch mal genossen, so wie er ist.
Und ab Montag ist dann Hardcore angesagt.
(Obwohl ich das sooo Hardcore gar nicht finde. Es ist im Prinzip striktes LCHF. Nicht mehr und nicht weniger…)

So, das erst mal von mir.
Hat einer von euch vielleicht schon mal einen Whole 30 gemacht?
Dann berichtet doch mal. 🙂

Ach und nochwas: seitdem ich beschlossen habe, den Whole 30 anzugehen, bin ich auch direkt wieder mit meinem LCHF strikter geworden. So als wollte ich mich schon mal vorbereiten auf die kommenden 30 Tage.
Die Waage sagte heute morgen zum Dank direkt mal 85,6.
Na, wie finden wir das denn?! 😀 😀 😀
Kaum macht mans richtig, funktionierts. 😉

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4 Gedanken zu “Eat real food!

  1. Hallo Frau Yu,
    das Problem kenne ich. Mir geht es gerade genau so. ICh habe mir auch vorgenommen, wieder mehr darauf zu achten. Ich drücke Dir die Daumen!
    Liebste Grüße Michi

  2. Herrlich, nach dem Absatz mit dem Stückchen Käse habe ich mir die Lachtränchen aus dem Augenwinkel gedrückt und lade als nächstes alle Tabellen runter. Frei nach dem Motto lach dich schlank – Danke dafür!

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