Lost in space

Warnung: Der folgende Bericht ist in der Kategorie „Jammern auf hohem Niveau“ einzuordnen. 😉

 

Das Kaufhaus, unendliche Weiten….
Und eine verschreckte Frau Yu, die darin steht und überfordert ist.
Mit dem Angebot.
Zu meinen dicksten Zeiten dachte ich immer „Ach, wenn Du erst einmal abgenommen hast, dann kannst Du so viel tolle Kleidung kaufen. Du wirst Bombe aussehen und kannst endlich DEINEN Stil tragen!“

Nunja, jetzt habe ich einiges weg und stehe in den Geschäften und bin überfordert.
Früher war das Einkaufen einerseits eine Qual, aber andererseits so einfach.
Ich wusste: ab in die Moppelecke, das kleinste Übel (sprich keine Pailleten oder „lustige“ Sprüche im IMAX-Kino-Format auf den Oberteilen) aussuchen, anprobieren, bezahlen, mitnehmen.
Meine Auswahl war eingeschränkt, aber das hat es eben auch leicht gemacht, was zu finden.

Mittlerweile stehen mir ganze Kaufhausetagen zur Verfügung. Eigentlich sogar ganze Kaufhäuser, die ich vorher gar nicht erst betreten hätte.
Und ich stehe zwischen Kleiderständern, Grabbeltischen und Umkleidekabinen und weiß zum Teufel nicht, was ich kaufen soll.
Ich muss Mode lernen. Ich muss mich auf einmal fragen „Wie will ich mich kleiden? Was ist mein Stil?“
Das klingt jetzt vielleicht richtig beknackt, aber so fühle ich mich gerade wirklich.
Gestern war ich bummeln und hab Sachen anprobiert. In verschiedenen Läden.
Klar hab ich abgefeiert, dass ich nun in Größe 44 passe.
Ich habe Röcke anprobiert. Oberteile. Jacken. Kleider.
Gekauft habe ich…. eine neue Batterie für meine Armbanduhr. (Und Laufschuhe 😀 )

Vielleicht lag es auch schlicht daran, dass mir die derzeitige Mode nicht gefällt?
Oder bin ich so speziell? Oder wirken auf einmal viel zu viele Eindrücke auf mich ein?
Ich weiß es nicht. Ein komisches Gefühl.

Aber eines ist sicher: es ist schöner, ohne Beute nach Hause zu gehen, weil einem nichts gefallen hat, als ohne Beute nach Hause zu gehen, weil einem nichts gepasst hat.

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3 Gedanken zu “Lost in space

  1. Kann ich 1:1 übernehmen.

    Man kommt sich vor, als stünde man in einem Raum und um einem herum fährt eine Kamera immer im Kreis.

    Früher war es echt leichter Klamotten zu kaufen. Aber zurück will ich nie wieder.

    • Eigentlich irrsinnig, oder? Früher hab ich gejammert, dass ich kaum Auswahl habe und immer das nehmen muss, was halt da ist. Jetzt weiß ich überhaupt nicht mehr, was los ist. 😀

  2. Total verrückte Welt.

    Ich hab ja im Moment 40-42.
    Das meiste gefällt mir alles nicht.

    Zu flippig, zu nuttig 😂, zu grell, zu kaputt.

    Je kleiner die Größe wird, desto schlimmer werden die Klamotten die man zur Auswahl hat.

    Bei den großen Größen gab es zumindest noch Sachen, die schlicht, aber trotzdem noch toll aussahen. Zwar groß, aber toll.

    Jetzt rennt man sich n Kipparsch um mal ne neue Hose zu kaufen.

    Früher = Laden angesteuert, Hose geguckt, Größe kontrolliert, mitgenommen. Maximal 6 Minuten. 10,wenn die Kasse voll war.

    Heute = such, such, nee, nee, oh Gott, bah, kaputt, SKINNY? weiter such, ah! Die könnte was sein. Anprobieren! Was ganz neues,okay. Passt. Wird mitgenommen. 3 Stunden und 6 Geschäfte später ist man zu Hause.

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