Akzeptanz oder Ignoranz?

(Achtung das hier wird lang!)

Ich muss sagen, das Buch „Fettlogik überwinden“ hat bei mir einiges in Gang gesetzt – mental.
Ich habe mich dadurch auch mal näher mit dem Thema „Fat Acceptance“ beschäftigt.
Theoretisch ist das grundlegende Ziel dieser Bewegung, dass dicke Menschen nicht wegen ihres Gewichts und ihres Aussehens diskriminiert werden sollen.
Ein Ziel, das ich gerne unterschreibe.

Ich finde niemand sollte auf Grund seines Aussehens fertig gemacht werden.
Ich selbst wurde auch schon oft genug blöd angequatscht, vor versammelter Mannschaft fertig gemacht oder durfte versehentlich mit anhören, wie über mich gelästert wurde.
Ich habe mich geärgert, geschämt und oft genug geweint deswegen.
Doch je mehr ich zum Thema Fat Acceptance lese, desto mehr macht sich Verwunderung bei mir breit.
Vielen scheint es dabei gar nicht darum zu gehen, gegen Diskriminierung vorzugehen, sondern eher eine Rechtfertigung für das Dicksein zu finden.
Immer und immer wieder lese ich dieselben Aussprüche:

1. Ich bin halt dazu gemacht, dick zu sein.
2. Diäten funktionieren nicht.
3. Ich muss das Essen nur ansehen, dann nehm ich schon zu.
4. Nur weil ich dick bin, heißt das nicht, dass ich krank bin.
5. Auch Dünne haben kaputte Knie/Diabetes/Rückenleiden…
6. Ich kann alles machen was ich will.
7. Ich fühl mich wohl, wie ich bin.
8. Du hasst einfach nur dicke Menschen!

Das sind jetzt einige Beispiele, es gibt noch viele mehr.
Ich möchte auf diese hier aber nun mal, aus meiner ganz eigenen Erfahrung heraus, näher eingehen.

1. Ich bin halt dazu gemacht, dick zu sein
Ich bin mir ganz, ganz sicher, die Natur würde niemanden dick planen. Das Dicksein belastet Gelenke, Organe, Muskeln – einfach den ganzen Körper.
Das merke ich selbst jeden Tag aufs Neue. Mein Knie schmerzt bestimmt nicht, weil ich einfach Pech gehabt habe, sondern weil ich jeden Tag über 100 kg durch die Gegend schleppe.
Schickt mich mal ein paar Etagen die Treppe rauf oder einen etwas steileren Anstieg hoch. Ich komme schwitzend, prustend und schnaufend oben an. Mit hochrotem Kopf.
DAS kann die Natur nicht gewollt haben. Echt nicht.

2. Diäten funktionieren nicht
Eine meiner Lieblingsaussagen. Generell. Hab ich selbst schon 1.000 mal gesagt bekommen.
„WW funktioniert nicht. Die Leute kommen immer wieder in die Gruppen zurück. Kaum einer hält sein Gewicht.“
„LCHF funktioniert nicht. Die Leute fangen immer wieder von neuem an.“
„FDH funktioniert nicht. Die nehmen hinterher alle wieder zu.“
Und da haben wir schon die Krux, das kleine Wörtchen HINTERHER.
Es gibt kein Hinterher. Nach der Diät ist vor der Diät ist während der Diät.
So einfach ist das.
Egal welche Methode man zum Abnehmen nutzt, man muss dabei bleiben.
Gerne wird zitiert „98% aller Diäten scheitern“. Nee, die Diäten scheitern nicht, die Menschen scheitern. An sich selbst und ihren Vorstellungen.
Denn solange man glaubt, man könne hinterher wieder „normal“ essen, wird man scheitern und wieder dick werden.
Das, was man jahrelang als „normal essen“ empfunden hat, ist nicht „normal“, sonst hätte es einen nicht dick gemacht.

3. Ich muss das Essen nur ansehen, dann nehm ich schon zu.
Jaaahaa, das hab ich auch immer gedacht… aber dazu habe ich ja bereits hier eine ausführliche Analyse betrieben.
Das war auch immer mein Standardsatz: „Ich bin doch kein verfressenes Monster! Ich esse genauso wie mein Mann und nehme zu.“
Um keinen Preis der Welt wollte ich als verfressene Dicke da stehen.
Die Analyse hat mir zwei Dinge klar gemacht:
a) Ich bin wirklich nicht verfressen. Die Portionen sind nicht monströs, sie liegen in Summe nur über meinem Bedarf.
b) Meine Zunahme ist für mich nun logisch, dadurch dass ich die Zahlen mal schwarz auf weiß sehen konnte. Das hat das ganze „Stoffwechselthema“, die angebliche Ungerechtigkeit, entmystifiziert.

4. Nur weil ich dick bin, heißt das nicht, dass ich krank bin.
Nein. Das heißt es nicht. Aber vielleicht ist es auch nur ein „noch nicht“? Wer weiß, wie es aussieht, wenn ich noch weitere 30 Jahre 100+x Kilos mit mir herum schleppe? Was tue ich meinem Körper damit alles an?
Das Dicksein birgt so viele Risiken für die Gesundheit.
Gelenkschäden, Rückenschmerzen, Organverfettung (Schon mal das Wort „Viszeralfett“ gehört? Nee? Dann googlet doch mal…), Diabetes, Schlaganfälle… die Liste kann unfassbar weit fortgesetzt werden.
Und wer das nicht wahrhaben will, setzt -meiner Meinung nach- Scheuklappen auf und ignoriert die schlichte Wahrheit. Natürlich kann man Glück haben uns gesund altern. Aber das ist es dann eben auch: Glück!

5. Auch Dünne haben kaputte Knie/Diabetes/Rückenleiden/…
Ja, das kommt vor. Niemand ist davor gefeit, krank zu werden.
Aber das Übergewicht ist einfach ein Risikofaktor, der die Wahrscheinlichkeit eines der oben genannten Schicksale zu erleiden, um ein vielfaches erhöht.

6. Ich kann alles machen was ich will.
Wirklich? Ich konnte mit 127 kg nicht alles machen, was ich wollte. (Und ich kann es jetzt noch nicht.)
Ich war mal mit 127 kg im Klettergarten. Ich bin auf dem Übungsparcours in der Mitte des Seiles hängen geblieben (war so ne Art Seilbahn) wie ein nasser Sack und konnte mein eigenes Gewicht nicht bis zur nächsten Plattform ziehen. Ich hab einen Panikanfall bekommen, der aber nicht darauf fußte, dass ich Angst hatte, für immer dort hängen zu müssen, sondern darauf, dass mir in dem Moment schmerzlich bewusst wurde, dass ich so dick bin, dass ich mich selbst aus dieser Lage nicht befreien konnte.
Ich war zu schwer für meinen eigenen Körper!
Glücklicherweise war das, wie gesagt, der Übungsparcours, und somit nur knapp 2 m über dem Boden.
Meine herzallerliebste Schwester war dabei und hat mich an den Füßen bis zur nächsten Plattform geschoben, auf der ich dann heulend saß.
OK, jetzt mögen einige sagen „Naja, Hochseilgarten ist ja jetzt auch nichts alltägliches. Das muss man ja nicht können.“ Es geht aber nichts ums müssen, sondern ums wollen!
Aber auch alltägliche Beispiele habe ich noch parat.
Mit 127 kg konnte ich nicht einfach aus dem Sitzen aus der Wanne aufstehen. Ich musste mich erst auf den Bauch drehen und dann über die Knie in den Stand kommen.
Das fand ich schon echt erschreckend, denn früher war es kein Problem einfach so aufzustehen.
Dazu habe ich übrigens mal was im Internet gelesen. Eine dicke Dame hatte ein ähnliches Problem, sie kam nur über die Knie aus der Wanne. Da hat ihr eine andere dicke Dame geraten, doch einfach einen Haken in die Decke schrauben zu lassen, mit einem Seil daran. Daran könnte man sich doch dann hochziehen. Hätte sie auch und das wäre echt knorke!
Leute? Ernsthaft? Wenn ich über solche Maßnahmen nachdenken muss, muss mir doch irgendwann dämmern, dass das, was ich da mit meinem Körper veranstalte, nicht gesund sein kann?
Wie kann ich voller Überzeugung sagen, dass das Übergewicht, das ich mit mir rumschleppe, nicht gefährlich für mich ist, wenn ich nicht in der Lage bin, meine eigene Körpermasse noch normal (!) zu bewegen?

7. Ich fühl mich wohl, wie ich bin.

Ja, das hab ich auch immer gesagt. Bevor ich anfing abzunehmen, haben meine Mutter und meine Schwester, die damals schon einiges abgenommen hatten, immer wieder versucht, mich dazu zu bewegen, mitzumachen.
Mir ging das richtig auf den Sack. Ich wollte einfach in Ruhe gelassen werden und posaunte immer reflexartig heraus: „Schon mal darüber nachgedacht, dass es auch dicke Menschen gibt, die sich mit ihrem Gewicht wohl fühlen?“
Ja, wie heißt es so schön? Getroffene Hunde bellen.
Ich redete mir ein, dass ich mich wohl fühle. Ich wollte glauben, dass ich mich wohl fühle.
Aber in mir drin, da wusste ich eigentlich ganz genau, dass es nicht so ist. Selbst nach dem Vorfall im Klettergarten, der so einschneidend war, redete ich mir ein, dass ich mich doch trotzdem wohl fühle.
Auch wenn ich da heulend gesessen hatte.
Jedes Mal, wenn ich Klamotten einkaufte, fühlte ich mich dermaßen unwohl, weil es wieder nur sackartige Kleidung aus der Moppelabteilung gab, die mir passte.
Aber es war einfacher die Modeindustrie zu verfluchen mit ihren unrealistischen Idealen, als mich mit meinem Gewicht auseinander zu setzen und auch noch was dagegen zu tun. Das wäre ja Arbeit gewesen.
Deswegen kann ich, es tut mir leid, wenn das jemandem vor den Kopf stößt, keinem dicken Menschen glauben, dass er sich uneingeschränkt wohl fühlt.
Ich habe mich in so vielem eingeschränkt gefühlt… ich habe so viele Vermeidungstaktiken entwickelt.
Kaum blitze irgendwo ein Fotoapparat auf, versteckte ich mich ganz hinten.
Wenn Freunde meinten „Lass uns doch heute ins Freibad gehen“, erfand ich Ausreden, weil ich mich im Badeanzug nicht wohl fühlte.
Wenn ich auf eine Leiter steigen sollte und mich die Angst überkam, sie könnte unter mir zusammenbrechen, faselte ich was von „Höhenangst“.
Wenn ich irgendwo diese stapelbaren Plastikstühle sah, überkam mich die Panik, dass ich da entweder mit meinem Hintern gar nicht reinpassen könnte oder der Stuhl unter mir zusammenbrechen könnte. Also setzte ich mich bei Gartenpartys z. B. lieber auf den Boden, oder auf ne Stufe oder sonst was, was sich als Sitzgelegenheit anbot.
Und weil bei mir all diese Vermeidungstaktiken noch so präsent sind, kann ich den Satz „Ich fühl mich aber wohl so, wie ich bin!“ einfach nicht glauben, wenn ich ihn höre.

8. Du hasst einfach nur dicke Menschen!
Das Totschlagargument, wenn man nicht mehr weiter weiß. Gerne werden Menschen, die fundierte Argumente bringen, warum es ungesund ist, dick zu sein, des Fatshamings bezichtigt.
Das bedeutet, man hackt nur einfach gerne auf Dicken rum, weil man sich dann selbst besser fühlt oder eben einfach dicke Menschen hasst.
Oder wenn man selbst dick ist und darüber redet/schreibt, dass man abnehmen will und sich unwohl fühlt, hasst man gleich sich selbst und muss nur lernen, sich so zu lieben wie man ist. Die bösen Medien haben uns nur zu lange mit falschen Idealen zugeschmissen, sodass wir heute jedes Speckröllchen an uns als Fehler sehen anstatt es zu lieben…

Wer bin ich, dass ich irgendwen hassen dürfte? Ich hasse niemanden. Auch mich nicht. Und ich bin ausdrücklich dafür, jeden Menschen so anzunehmen, wie er ist und ihn deswegen nicht fertig machen zu dürfen.

Aber ich weiß, wie es ist dick zu sein. Ich bin immer noch dick. Und das nicht zu knapp.
Aber ich gebe nicht auf.
Ich sehe nicht ein, dass das Dicksein mein schicksalhaftes Los sein soll, dem ich mich fügen muss.
Ich sehe aber ein, dass ich es in der Hand habe, wie ich aussehe, wie dick ich bin, wie viel ich esse, wie viel Sport ich treibe und was ich aus mir mache.

Ich möchte abschließend noch mal sagen, ich will keinem Menschen zu Nahe treten, wenn ich sage: „Ich glaube Dir nicht, dass Du Dich wohlfühlst.“
Ich kann es mir einfach aus meinen Erfahrungen heraus überhaupt nicht vorstellen.
Wenn derjenige aus vollem Herzen und in ganzer Ehrlichkeit zu sich selbst sagen kann: „Du bist so klasse!“ ist das wunderbar.

Ich konnte das nicht. Und ich will das uneingeschränkt zu mir sagen können.

Und wisst ihr warum?
Früher hatte ich immer Gründe wie „Ich will Zeug von der Stange kaufen können!“, „Ich will gut aussehen.“, „Ich will ne Größe XY tragen können.“ aber heute habe ich einen anderen Grund, der mich jetzt wieder voll antreibt:
Meine Tochter!

Ich will eine aktive Mama sein, die mit ihrem Kind klettern gehen, lange Radtouren, Wanderungen, Schwimmbadbesuche machen kann. Ich will im Freizeitpark mit in die Achterbahn, oder auf der Kirmes mit ins Kettenkarussel, ohne zu überlegen, ob ich irgendwo reinpasse oder nicht, ohne Angst zu haben, dass irgendwas unter mir zusammenbricht.
Ich will keine Mama sein, die Papa und Kind bei den Aktivitäten zuguckt, weil der eigene Körper sie am Teilhaben hindert.

Das kann jeder finden wie er will. Aber das ist meine Motivation.
Und während ich das schreibe, bin ich am heulen.

Advertisements

13 Gedanken zu “Akzeptanz oder Ignoranz?

  1. Hallo Frau Yu,
    deine Gedanken kann ich (fast) komplett so unterschreiben, mir geht es sehr ähnlich bei diesem Thema. Denke zur Zeit viel darüber nach, nur konnte ich meine Meinung dazu noch nicht so recht in Worte kleiden.

    Ich möchte hier jetzt auch keinen ellenlangen Kommentar verfassen, nur zu deinem letzten Absatz möchte ich noch etwas schreiben.
    Deine Motivation, eine aktive Mama für das eigene Kind sein zu wollen kommt mir sooo bekannt vor. Zumindest den Wunsch kenn ich nur zu gut. Den hatte ich damals, während der ersten Schwangerschaft, auch. Ich hatte so Angst, dass mein Kind wegen seiner dicken Mutter gehänselt wird, ich wollte mit ihm toben, laufen, springen, klettern, Achterbahn fahren …
    Leider habe ich das damals nicht geschafft, im Gegenteil, ich wurde immer dicker. 😦
    Meine Kinder sind heute 15 und 9 Jahre alt und sie mussten auf ganz viele Aktivitäten mit mir verzichten, das tut mir immer noch in der Seele weh. Erst jetzt taste ich mich langsam an Sport heran, aber für vieles ist das Knie zu angeschlagen, oder ich traue mich immer noch nicht, trotz dass ich schon 40 kg los bin. Kletterwald, Paddelboot fahren etc.. da hab ich eine Sperre im Kopf, immer noch steht da der Gedanke „ich bin zu schwer dafür“.

    Was ich damit sagen will: ich finde deine Motivation die allerbeste überhaupt und ich wünsche dir von Herzen dass du deine Ziele erreichst.

    Liebe Grüße
    Septemberwelle

    • Hallo Septemberwelle,

      ich danke Dir für Deinen Kommentar!

      Und immer wieder bewundernswert, dass Du schon 40kg abgenommen hast. 🙂
      Aber auch krass, wie lange einem die „Dafür bin ich zu schwer“-Denke erhalten bleibt, oder?
      Als ob das dicke Gehirn das so abgespeichert hat und sich mit der neuen Situation noch nicht anfreunden kann.

      Liebe Grüße
      Frau Yu

  2. Danke für diesen Beitrag!!!
    Ich ertrage diese Fat-Acceptance Bewegung nicht mehr. Wer sich selbst liebt und akzeptiert sollte auch das Beste für seinen Körper wollen und eben nicht nach Ausreden suchen, die du am Anfang deines Blogartikels erwähnst.
    Vor allem weil die Vertreterinnen dieser Bewegung auch auf keine Diskussionen eingehen und bei einem Gegenargument sofort beleidigend werden oder alles ins lächerliche ziehen. Aber wer keine Argumente hat…

    Ich find es toll, dass du durch deine Tochter eine so tolle Motivation hast abzunehmen und vor allem fit zu werden. Ich bin mir sicher du wirst von ihr ganz nett durch die Gegend gejagt werden und dabei nicht sofort aus der Puste sein.

    • Hallo Lisa K.!

      Ja, das stimmt, die Diskussionsbereitschaft liegt da irgendwo bei Null.
      Das ist mir auch aufgefallen.
      Es wird gleich abgeblockt, gehetzt und gezetert.
      Das finde ich sehr traurig.

      Ich kann einfach nicht verstehen, wieso man sich lieber einem ominösen Schicksal fügt, als sein Leben selbst in die Hand zu nehmen.
      Aber gut, ich hab ja auch lange genug getrödelt mit der Erkenntnis. Aber immerhin ist sie noch gekommen. 🙂

      Liebe Grüße!

  3. Liebe Frau Yu, gratulieren zu diesem Artikel
    Er ist so wunderbar klar und ich kann jeden Deiner Sätze nur unterschreiben! Zwar bin ich nie über 100 kg gekommen, aber das Übergewicht hat meiner Gesundheit geschadet. Ich habe Diabetes 2 entwickelt und Übergewicht und Bewegungsmangel sind, daran gibt es gar keine Frage, nun mal Hauptursachen von Diabetes 2. Bewegung mit zu vielen Kilos auf den Knochen fühlt sich nicht gut an. Aus meinen schlanken Zeiten erinnere ich mich gut, wie leichtfüßig ich Treppen steigen konnte, wie schnell ich gehen konnte. Die Hüftarthrose hätte ich früher oder später wahrscheinlich ohnehin bekommen, aber die Schmerzen im Knie, die Schwerfälligkeit, die Unbeweglichkeit hängen zu einem großen Teil mit meinem Übergewicht zusammen. Zurzeit habe ich nur ca. 10 kg Übergewicht (ja, ich habe abgenommen!) , aber das reicht schon, um immer noch gravierende Änderungen in der Belastbarkeit hervorzurufen.
    Ich fühle mich wohler, wenn ich abnehme und ich hoffe, dass ich meinen Diabetes damit in Check halten kann. Deine Motivation, mit Deiner Tochter zusammen aktiv zu sein, wird Dir sicherlich helfen. Ich war schlank, als meine Kinder klein waren und das gemeinsame Fahrrad fahren, schwimmen, skaten, Tischtennis spielen, auf dem Boden hocken und Autos hin- und herschieben sind immer noch wunderbare Erinnerungen. Was sind schon Eis, Kuchen, Hamburger, Chips, Schokolade usw. im Vergleich dazu! LG Trina

    • Hallo liebe Trina!

      Danke für Deinen Kommentar. 🙂
      Ja, diese Schwerfälligkeit… ich kann und konnte sie nicht ignorieren.
      Vor allem, wenn man schon mal schlanker war, weiß man ja, wie viel besser es sich anfühlen kann!

      Toll, dass Du abgenommen hast. 🙂 Und wie ich das so aus Deinem Blog erinnere, ganz entspannt, oder?

      Und genau solche Erinnerungen, wie Du an die Zeit mit Deinen kleinen Kindern hast, will ich auch haben. 🙂
      LG
      Frau Yu

  4. Liebe Frau Yu,
    ein toller Beitrag und du bist ganz sicher auf dem richtigen Weg und mit dieser Motivation schaffst du es – ganz bestimmt! Was das Hinterher anbelangt….es ist nun mal nicht einfach, sich das zu verkneifen, was Familienmitglieder…Freunde…Arbeitskollegen etc. ständig vor deiner Nase verzeheren. Ich hätte nicht gedacht, dass nach drei Jahren LCHF noch mal so der Schweinehund hervorkommt und ich wieder in die KH Falle tappe. Ich fühle mich im Moment auch kein bisschen wohl und arbeite gerade daran, die Situation zu verbessern!
    Fettakzeptanz bedeutet für mich einzig und allein, mich als Mensch so stehen zu lassen. Wen geht es was an, wie dick ich bin oder wie ich aussehe….ich bin ein Mensch! Wer mich nicht grüßen will, weil ich zu dick bin, wer hinter meinem Rücken lästert oder was weiß ich – der kann mich mal, gerne auch am….
    Jeder weiß, dass es nicht gut ist zu rauchen, zu dick zu sein oder auch gerne mal übermäßig Sport zu treiben….das brauche ich meinem Gegenüber nicht vorzuhalten.
    Ich wünsche uns Beiden viel Erfolg; ich lese immer gerne bei dir ;o))!
    Liebe Grüße
    Beate

    • Hallo Beate,

      irgendwie war Dein Kommentar im Spam gelandet?! Sehr seltsam.
      Aber ich hab ihn ja noch gefunden. 🙂

      Ja, das mit dem „Hinterher“ ist wirklich nicht einfach.
      Ich brauche auch immer wieder neue Anschubser, um das zu akzeptieren.

      Und so wie Du verstehe ich Fettakzeptanz ja auch. 🙂

      LG
      Frau Yu

  5. Die beste Motivation die du hast ❤
    Du schaffst das. Das weiss ich.

    Aber jetzt mal im Ernst: ein Haken mit Seil an der Decke um besser aus der Wanne zu kommen? 😀 Das ist Wahnsinn!

  6. Danke für diesen Beitrag!!! Ganz ehrlich!!!

    Es tut so weh, wenn man für das Benennen einfacher wissenschaftlicher Tatsachen in eine Schublade gesteckt wird mit herzlosen Leuten, die einen immer wieder zum Weinen gebracht haben. Da tut es gut, mal was vernünftiges zu dem Thema lesen.

    Und da geht die Sirene schon wieder los 😦 Ach Mann, wie kann ein solches Thema einen nur so belasten…

    • Ich verstehe dich voll und ganz.
      Ich wurde mein Leben lang meines Gewichts wegen, fertig gemacht.
      Nichts liegt mir ferner, als selbst so ein Arsch zu sein.
      Aber Wahrheit bleibt Wahrheit, auch wenn es manchmal weh tut, die Wahrheit zu erkennen. Man muss sich plötzlich eingestehen, dass man selbst die Verantwortung für sich in der Hand hat..

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s