Game of Thrones

In unserer Firma gibt es einen ziemlich kreativen Wettbewerb.
Dabei geht es um Klopapier und die Frage wie faul ein Mensch eigentlich sein kann.
Das Tollste an diesem Wettbewerb ist, er wurde nie offiziell gestartet, er läuft seit Jahren einfach so vor sich hin.

Die Regeln dieses Spielchens sind ziemlich einfach:
Man brauche das Klopapier auf und wechsele dann um keinen Preis der Welt die leere Rolle aus.

Wie in allen Sportarten gibt es auch hier verschiedenste Abstufungen und die Mitspieler spielen in unterschiedlichen Ligen.

Da gibt es die ziemlich einfach gestrickten, die das Spiel entweder noch nicht lange mitspielen oder aber einfach eine absolute Mirdochegal-Einstellung haben.
Das sind die Kolleginnen, die die Rolle stumpf aufbrauchen und den grauen Kartonkern einfach hängen lassen.
Besteigst Du nach diesen Kolleginnen das Thrönchen, siehst Du sofort, dass die Rolle leer ist.
Der Spielspaß ist also von kurzer Dauer.

Die gewitzteren Damen haben die Tarnung des grauen Kartons perfektioniert.
Sie haben mittlerweile eine Taktik entwickelt, wie sie noch genau 1-2 Blättchen Papier auf der Rolle hinterlassen können,
sodass der nächste Toilettennutzer nichts Böses ahnt und dann, erst wenn er beherzt zur Rolle greift, feststellt, dass das Papier leer ist.

Die Profis und Meister der arglistigen Täuschung gehen noch einen Schritt weiter.
Sie brauchen Das Toilettenpapier komplett auf und legen ein einzelnes, loses Blatt wieder über die graue Kartonrolle, sodass diese gerade so eben unter dem Klopapierhalter hervor lugt.
Die Verwunderung ist wirklich groß, wenn man so ins Leere greift.

Ich nehme an diesem Wettbewerb übrigens nur als Gastspieler teil, denn irgendwie bin ich immer Diejenige, die die Rolle austauschen muss.
Wahrscheinlich denkt das jeder, der auf dem Klo vor dem leeren Klopapierhalter sitzt. Genauso wie man immer denkt, man stehe in der falschen Kassenschlange oder sei der Einzige, der die Kaffeemaschine immer wieder neu befüllen muss.
Aber ich schwörs Euch, ich wechsle die Rolle täglich aus. Und so viele Damen sind wir nicht, die eben diese Toilette aufsuchen und das Papier verbrauchen könnten.

Richtig witzig wird das alles aber erst, wenn man weiß, wie weit die neuen Toilettenpapierrollen von einem entfernt sind, wenn man auf dem Thrönchen sitzt.
Ihr müsst Euch das ungefähr so vorstellen:

toitoi

Man kommt als während des Geschäfts bequem an beides heran, den Halter und den Vorrat.
Und wie ihr seht, ist direkt unter dem Halter ein Mülleimer. Da kann man dann die verbrauchte Rolle eigentlich direkt entsorgen…
Es ist also nicht unbedingt mit viel Aufwand verbunden, mal zu wechseln.
Aber ich habe es auch schon erlebt, dass die Halterung leer war, aber dafür auf dem Regal angefangene Rollen standen.

 

Warum erzähl ich Euch das alles?
Weil ich gerade wieder unfreiwillig an diesem Spiel teilgenommen habe. 😉

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7 Gedanken zu “Game of Thrones

  1. Die Überschrift ist klasse 😀

    Aber das Spiel ist ja mal total ätzend zumal alle nötigen Spielgegenstände in greifbarer Nähe sind.

    Spiel doch einfach nicht mehr mit und bring dir dein eigenes Papier mit.

    Jetzt, wo du schwanger bist, musst du eh so aufpassen. Man weiß ja nie was der ein oder andere noch so an seinen Händen hat.

    Vielleicht übertreibe ich auch, weil ich es generell fies finde eine Rolle zu benutzen, wo jeder täglich dran rumtascht.

  2. Ich kenne das nur zu gut… Allerdings weniger von der Arbeit, sondern aus dem Leben mit DREI großen Brüdern! Die ham sich da auch einiges einfallen lassen. Heute. So im Nachhinein… Will ich gar nicht wissen, weshalb die immer so viel Klopapier gebraucht haben XD Eigenes Zimmer hatte ja keiner.

    Ganz schlimm finde ich aber auch in diesem Zusammenhang die Leute, die die Rolle falsch herum dran machen. Also so, dass sich die Rolle an der Wand entlang abrollt. Orrr. Da bekomm ich mindestens genauso viele Stresspickel wie bei ner leeren Rolle XD

  3. Mein Büro nimmt an diesen Meisterschaften auch regelmäßig teil! Nachdem hier ja auch schon das „Rolle-falschrum-einsetzen“ erwähnt wurde möchte ich noch das Phänomen des auf der Wasseroberfläche schwimmenden Tampon Blisters in die Runde werfen und muss man eigentlich auf jeder Firmentoilette einen Hinweiszettel zur Benutzung der Toilettenbürste anbringen und das man das Örtchen bitte möglichst so verlassen sollte, wie man es wünscht auch vorzufinden? Manchmal fragt man sich schon wie es in fremden Badezimmern da aussehen muss.

  4. Das Spiel scheint weit verbreitet. So auch in meiner Anstalt.
    Hier allerdings gibt es noch eine andere Variation:
    Frau wechselt das leere Röllchen brav gegen ein gut gefülltes. Die papierlose Papprolle wird nun aber nicht in den dafür vorgesehenen Behälter geworfen, sondern auf ihm drapiert. Wahlweise liegend oder aufrecht. Anmerkung der Beobachterin: Diese Vorgehensweise stammt noch aus Zeiten als eine Kollegin zu Bastelzwecken leere Klopapierpapprollen brauchte. Aber, erstens ist es Jahre her und zweitens besagte Kollegin leider schon lange nicht mehr unter uns.

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