Nö, Dich mag ich nicht.

Meine neue Challenge (Ein Monat – Ein Buch) läuft. Ich lese wieder viel häufiger.
Und gerade lese ich an einem sehr tollen Buch herum. Dazu werde ich am Monatsende dann wieder berichten.

Es ist immer toll, Bücher zu lesen, die einen fesseln und die man nahezu verschlingt. Und dann gibt es Bücher, durch die quält man sich gerade zu.
Es gibt Bücher, da nervt mich der Protagonist so sehr an, dass ich ihn kaum noch ertrage, oder aber die Sprache ist so verbaut und umständlich, dass ich nicht mitbekomme, was ich lese oder die Geschichte entwickelt sich nicht wirklich und es plätschert alles trostlos vor sich hin.

Was tun? Buch zuklappen und aus dem Fenster werfen? Oder sich durchquälen?

Ich habe eigentlich immer den Ansporn, Bücher die ich beginne, auch auszulesen. Aber was, wenn man wirklich so unglaublich angenervt ist von einem Buch?
Im TV schalte ich ja auch um, wenn ich einen Film doof finde, aber Bücher einfach weglegen? Irgendwie geht das nicht.
Hat das vielleicht damit zu tun, dass das Lesen im Gegensatz zum Filmgucken aktiver ist? Dass man ja schon einen Teil Buch hinter sich gebracht hat, Seite um Seite und nun nicht „aufgeben“ will? Ich weiß es nicht.

Wie seht und macht ihr das? Schleppt Ihr Euch durch Bücher, die Euch nicht zu 100% gefallen oder legt Ihr die rigoros zur Seite?

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8 Gedanken zu “Nö, Dich mag ich nicht.

  1. Ich kenne das nur zu gut. Erst am Wochenende hab ich wieder ein komplettes Buch am Stück verschlungen und geheult wie ein Schlosshund (was zugegeben nicht so oft vorkommt ;-)). Es hat mich total gefesselt und ich konnte einfach nicht aufhören.
    Auf der anderen Seite hab ich auch 2 oder 3 Bücher im Regal, die ich mind. einmal angefangen, aber immer wieder zur Seite gelegt habe, weil´s einfach nicht ging. Dann hat´s mich einfach nicht gecatched. Was mich dann aber immer enttäuscht weil die Erwartungen teils sehr groß sind/waren. Vor allem wenn das erste Buch vom selben Autor spitzenmäßig war. Kommt also vor, dass Bücher dann Monate lang im Regal aufs gelesen werden warten und ich sie dann tatsächlich irgendwann durchlese, oder aber auch nie wieder anrühre, was mich dann aber auch nicht stört. Warum auch seine Zeit mit Büchern verschwenden, wenn man weiss, es wird eh nichts…
    Ganz liebe Grüße,
    J.

  2. Ich habe auch gerade so ein Buch am Wickel, durch das ich mich von Anfang an quäle (ich finde es etwas langatmig und umständlich geschrieben und komme nicht so richtig in die Geschichte rein) und habe jetzt beschlossen, dass ich das erste Mal ein Buch „einfach so“ wegschmeißen werde, ohne es auch nur ansatzweise zu Ende gelesen zu haben. Eigentlich werfe ich sogar mehrfach gelesene Bücher nicht weg, von daher muss dieser Schritt schon wohl überlegt sein ;).

    Liebe Grüße,
    Jessica

  3. Bei besonderen Büchern erinnere ich mich noch daran, wo und wann ich es gelesen habe. Z.B Bei “Die Säulen der Erde” hab ich noch uim Studentenwohnheim gewohnt und die ganze Nacht durchgelesen, bis ich es durch hatte.
    Langweilige Bücher lese ich nicht zu Ende – dafür ist mir meine Zeit zu schade. Da ich viel in die Bücherei gehe, fällt mir das “Mittendrin-aufhören” wahrscheinlich leichter.
    Schwierig ist es bei geschenkten Büchern; wenn ich weiss, dass der Schenker fragen wird, wie ich es fand.
    Viele Grüße
    Elin

  4. Wenn ich nicht rein komme und mich quäle, dann lege ich es zur Seite. Manchmal bekommt es eine zweite Chance. Wenn es mich dann immer noch nicht anspricht, wandert es in einen der öffentlichen Bücherschränke. Vielleicht ist es ja was für andere.
    Bei selbst gekauften Büchern passiert mir das übrigens so gut wie nie. Mitunter aber bekomme ich welche geschenkt…

  5. Ich mache es genau wie Frau Tonari: manchmal ist einfach nicht der richtige Zeitpunkt für ein Buch! Da braucht man dann vielleicht eher etwas Spannendes/Besinnliches/Seichtes. Deshalb gibt es für eigene Bücher dann meist irgendwann eine zweite Chance. Geliehene Bücher wandern erst mal wieder zurück in die Bücherei und werden VIELLEICHT später noch mal entliehen. Eines der Bücher, durch die ich mich beim ersten Mal gequält habe, war „Verdammnis“ von Stieg Larsson. Hab es dann Monate später nochmals versucht, da hat es „gepasst“. Bücher würde ich übrigens NIEMALS wegwerfen, sondern immer zur Nachbarschaftshilfe oder in einen Offenen Bücherschrank bringen.
    Bin schon auf dein „sehr tolles Buch“ gespannt!
    die Andi

  6. Hallo Frau Yu!
    Vor meiner Umschulung zur Buchhändlerin (also vor mehr als einem Jahrzehnt), plagten mich auch Gewissensbisse, ein angefangenes Buch einfach wegzulegen. Das machte man nicht. Man aß den Teller leer und warf nichts weg … Heutzutage verweise ich gern auf die „10 Rechte des Lesers“, die der französische Autor Daniel Pennac beschrieb.
    http://www.kiwi-verlag.de/buch/wie-ein-roman/978-3-462-03390-8/
    Darunter findet sich auch „Das Recht, ein Buch nicht zu Ende zu lesen“.
    Es gibt so viele Faktoren, die aus einem Buch einen Blender machen können.
    Die Umschlaggestaltung, der Titel (oftmals einfach nur grauenhaft ins Deutsche
    übertragen), der Klappentext (ich hatte schon einen, da stimmte nicht einmal der Name der
    Hauptfigur!!!), die „Rezensionen“ irgendwelcher Zeitungen oder berühmter Personen
    (nach dem Motto: B. sagt: „Absolutes MUSS für Bücherfans !!!!“ oder „Bestseller“)
    oder aber das Autorenportrait …

    Wie man merkt … ich bin schon oft drauf reingefallen. Aber manchmal entdeckt man in der Flut aus Neuerscheinungen auch echte Perlen. DIE erkennt man dann aber auch ziemlich schnell …
    DIE lassen einen nämlich NICHT mehr los !!!
    ;O)
    Also …
    vielleicht eine Chance noch (oder zwei, für ein reines Gewissen)
    und dann Tschüss.
    Evtl. was Schönes draus basteln… ???
    Der Baum für’s Papier wurde ohnehin schon gefällt
    und Bücher sind nicht da, um uns zu langweilen.

    Ganz liebe Grüße,
    Mari

  7. Früher quälte ich mich durch ungeliebte Bücher, weil ich Bücher so schätze (generell), und kein Buch nur so angelesen ins Regal stellen wollte.

    Irgendwann habe ich umgedacht. In der Zeit, die ich qualvoll mit einem ungeliebten Buch verbringe, kann ich mindestens ein Dutzend tolle Bücher verschlingen.

    Keine Chance mehr für doofe Bücher.

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