Experimentalküche

Heute habe ich mal ein wenig in der Küche herum experimentiert.
Ich hatte ja frei und ich koche gerne, wenn ich die Zeit dazu habe.
Also habe ich heute mal eine Art Quiche/Tarte/Pie wasauchimmer zusammengeklöppelt.

Und weil ich so viel Zeit hatte, habe ich das Ganze sogar fotografisch festgehalten! Nein?! Doch! Ohhhh!

Zu aller erst habe ich mal aus Butter, gemahlenen Mandeln, etwas Meersalz und einem Ei eine Art Mürbeteig fabriziert und diesen für einige Zeit kalt gestellt.

Ich trage Alufolie wegen der Strahlen!

Ich trage Alufolie wegen der Strahlen!

Dann stellte ich fest, dass bei unserer Springform der Boden fehlt. Ich hab alle Schränke und Schubladen in der Küche durchforstet, aber nichts da. Ich frage mich, wie ein Springformboden einfach verschwinden kann. Ich hab lauter unflätige Schimpfwörter losgelassen nur kurz gestutzt und mir dann eine eckige Auflaufform geschnappt, in die ich den Teig drückte.

Buttere mich!

Dann kamen die Linsen, die ganz hinten im Schrank verborgen vor sich hin schlummerten zu neuen Ehren, denn sie wurden kurzerhand zum Blindbacken benutzt.

Ich war froh, dass ich nun doch noch mal eine Verwendung für die Linsen gefunden hatte und ich meine auch gesehen zu haben, dass die Linsen sich freuten. Also hab ich mal ne Nahaufnahme von den kleinen Viechern gemacht und siehe da:

Ich bin eine erfeute Linse!

Bei 150° (Umluft, vorgeheizt) hab ich den Boden dann vorgebacken.

Bambi hat genau aufgepasst:

Master of time!

Ein paar Minuten vor Ende der Backzeit hab ich das Backpapier samt Linsen entfernt, weil der Teig darunter noch etwas feucht war.

Ich wollte, dass er schon einigermaßen durch ist.

Der Teig also so *back* *back* und ich so *schonmal die Füllung zusammen rühr*

Dazu habe ich 300g gemischtes Hackfleisch in etwas Butterschmalz angebraten und dann 100g Spinatklumpies dazu gepackt.
Die Spinatklumpies bestehen aus jungem, gehackten Spinat und werden von einem Käptn vertrieben, der sonst mit minderjährigen Matrosen durch die Weltmeere segelt.

Klumpies!

Anschließend habe ich 50g Kräuterfrischkäse und 50g Sahne in die Pfanne gehauen, für cremig und so.

Ich bin ja sowas von cremig.

Nun kamen 200g geraspelter Käse hinzu.
In meiner geistigen Umnachtung war ich davon ausgegangen, dass ich noch 200g geraspelten Emmentaler da hatte.
War aber nicht so. Es waren nur noch 100g da. Also habe ich noch schnell 100g Gouda klein gehobelt.

Mit dem Sparschäler, daher auch diese formschönen Käsebrocken:

Hmm, Käsääää!

Den Käse hab ich dann vor sich hin schmelzen lassen und den ganzen Pamp mit Salz, Pfeffer, Curry, Muskat, Chiliflocken und Knoblauch gewürzt, bis ich dachte „Watn lecker Pamp!“

Dann habe ich die Masse auf den vorgebackenen Boden gegeben und das ganze wieder unter Bambis strengen Augen in den Backofen geschoben.

Nach 25 Minuten bei 175° sah das Blech dann so aus:

Ich bin fix und fertig!

Besonders schön fand ich diese Ecke:

Da bekam ich gleich Lust reinzubeißen.

Des Anstands wegen hab ich mich dann doch dazu hinreißen lassen, Teller und Besteck zu benutzen.

Essen ist fertig!

Fazit:

Das Ergebnis war wirklich lecker. Der Boden war durch die Mandeln natürlich arg krümelig, aber fest genug um ihn unbeschadet auf den Teller zu bugsieren. Man muss selbstverständlich Mandeln mögen, wenn man solch einen Boden backt, denn man schmeckt sie schon deutlich heraus. Ich fand aber, dass der Mandelgeschmack gut zum Spinat passte.
Es gibt auch noch einige LC-Mehle, mit denen man bestimmt einen ähnlichen Boden hinbekommt, der vielleicht „teigiger“ wird. Aber da ich keine solchen Mehle im Haus hab, mussten die Mandeln ran.Insgesamt war das Gericht super sättigend und immerhin so lecker, dass wir den Rest morgen Abend essen werden. Also kein Versuch für die Tonne.

Für alle Interessierten nun noch die Nähwerte:

Die ganze Quiche hat:

Kalorien Fett KH EW Skaldeman
4248 379,1 15,3 172 2,02

Ein Viertel hat demnach (der Skaldeman bleibt gleich, ist klar.) :

Kalorien Fett KH EW Skaldeman
1062,00 94,78 3,83 43,00 2,02
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7 Gedanken zu “Experimentalküche

  1. Bevor ich ins Bett hüpfe …

    Punkt 1 – Das sieht total lecker aus.Aber da Lino ein komischer Esser ist,werde ich die Mühe für mich alleine wohl niemals nie nicht machen.Doofer Lino.

    Punkt 2 ( und das ist der WICHTIGSTE) – “Nein?! Doch! Ohhhh!“ Ich LIEBE Filme von und mit Louis de Funes.
    Und gerade dieses “Nein?! Doch! Ohhhh!“ ist bei meiner Mutter und mir zu einem besonders beliebten Dialog geworden,wenn es was zu tratschen gibt 😀

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